Battlestar Galactica: Universal findet Drehbuchautorin und potenziellen Regisseur


Seit Jahren schon trägt sich Universal mit der Idee, eine Neuauflage von Battlestar Galactica auf die große Leinwand zu bringen. Und zwischenzeitlich sah es so aus, als würde Bryan Singer dabei auf den Regiestuhl sitzen, was er dann schließlich aber doch nicht tat. Stattdessen wandte der sich lieber den Superhelden zu; sein aktueller Film X-Men: Apocalypse läuft derzeit in den deutschen Kinos. Während für Singer das Thema BSG-Reboot keine Rolle mehr spielt, sieht es auf Seiten von Universal ganz anders aus. Dort dürfte das Projekt angesichts des großen Erfolgs von Star Wars: Das Erwachen der Macht sogar in der Prioritätenliste ziemlich weit nach oben gerutscht sein. Soweit nach oben, dass das Studio nach Informationen von Entertainment Weekly nun eine Drehbuchautorin unter Vertrag genommen und in Verhandlungen mit einem potenziellen Regisseur für das Revival von Battlestar Galactica eingetreten ist.

Dem Bericht zufolge handelt es sich bei der Autorin um Lisa Joy, zu deren Credits unter anderem HBOs kommende Serie Westworld gehört, die ebenfalls ein Remake eines SF-Filmklassikers ist. Grundsätzlich nicht abgeneigt, das Remake zu inszenieren, soll Francis Lawrence sein. Allerdings plant Lawrence, der bei den Teilen 2 bis 4 der Hunger Games-Saga die Regie führte, als nächsten Film eine Adaption von Homes Odyssee, wird also möglicherweise allein aus Zeitgründen nicht zur Verfügung stehen können. Die Gespräche zwischen dem Regisseur und Universal befinden sich angeblich in einem sehr frühen Stadium - von einer Verpflichtung ist man wohl noch weit entfernt.

So berechtigt sicherlich die Frage sein mag, ob es nach der originalen TV-Serie und der genialen Reimagination von Ron Moore noch einer weiteren Version von Battlestar Galactica bedarf, so naiv ist sie natürlich auch, denn von dem Gedanken "Davon gibt es schon ein Remake, wenden wir uns lieber einem anderen Thema zu" hat sich Hollywood noch nie leiten lassen. Die Studios wollen Kasse machen, und wenn sie dafür einen bereits zuvor schon einmal neuinterpretierten Stoff noch ein weiteres Mal beackern müssen, dann tun sie das eben. Und sie würden es auch noch ein viertes oder fünftes Mal machen, solange Aussicht auf finanziellen Erfolg besteht. 

Nun sind Remakes ja nicht per se etwas Schlechtes. Viele mögen vielleicht hinter den Erwartungen zurückbleiben, doch gerade Moores Battlestar Galactica hat gezeigt, was man aus einer bekannten Vorlage noch herausholen kann, wenn man sie intelligent weiterentwickelt. Darum habe ich kein grundsätzliches Problem damit, wenn Universal eine seiner alten SF-Fernsehserien als Neuauflage ins Kino bringen möchte. Doch statt BSG sollte das Studio sich meiner Ansicht nach lieber einer anderen Glen A. Larson-Produktion annehmen: Buck Rogers. Die Serie hat bis heute viele Fans, genießt durchaus Kultstatus und besitzt darüber hinaus jede Menge erzählerisches Potenzial. Der perfekte Kandidat für ein sequelfähiges Remake also. 

Mehr als ein Signal, dass Universal weiterhin Interesse an einer Kinoadaption von BSG hat, ist die jüngste Meldung vorerst nicht. Ein Skript, das Lisa Joy ja auch erst einmal noch schreiben muss, ist noch kein Film; und nicht jeder Regisseur, der mit einem Projekt in Verbindung gebracht wurde, hat den Streifen dann schließlich auch inszeniert. Warten wir mal ab, wie sich die Dinge in Zukunft entwickeln...


 

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