News zur neuen Star Trek-Serie: Eugene Roddenberry verstärkt Produktionsteam, Nicholas Meyer spricht über die Ausrichtung, weltweiter Verkauf läuft auf Hochtouren


Die Dreharbeiten zur neuen Star Trek-Serie von CBS haben noch nicht einmal begonnen, doch das Projekt sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Und es sind gute Neuigkeiten, die da von den Machern verkündet werden. 

Da wäre zunächst die Meldung, dass Gene Roddenberrys Sohn Eugene Roddenberry und sein Partner Trevor Roth von Roddenberry Entertainment sich dem Produktionsteam als ausführende Produzenten angeschlossen haben. Laut Bryan Fuller, an der Serie als Showrunner beteiligt, soll Roddenberry Junior dafür sorgen, dass der Geist des ST-Schöpfers, insbesondere seine Idee einer positiven Zukunft für die Menschheit, in den Geschichten der neuen Serie, die immer noch ohne Titel ist, ausreichend Berücksichtigung findet. Eugene Roddenberry äußerte sich optimistisch, dass das Kreativteam, das von CBS zusammengetrommelt wurde, die Grundprinzipien achten wird, denen Star Trek seinen Erfolg verdankt, Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass die Serie das Franchise in eine neue Ära führen werde.

Zu den Machern der neuen ST-Serie gehört seit kurzem auch Nicholas Meyer (ich berichtete). Der Autor und Regisseur (u.a. von Star Trek II und VI) sprach in einem Interview mit Den of Geek über die Ausrichtung der Folgen, ohne dabei konkret werden zu können. Er selber werde wahrscheinlich einige Episoden schreiben, wobei er auf das Startsignal der Produzenten warte. Was er bislang von dem Projekt mitbekommen habe, lasse in annehmen, dass die Serie definitiv neue Wege einschlagen werde.Und dies gefalle ihm sehr. Bryan Fuller habe ihm von einigen seiner Ideen erzählt, deren Innovationskraft ihn (Meyer) überzeugt hätten, sich dem Projekt anzuschließen. Als einen Anhaltspunkt hinsichtlich der Art, wie er sich die Ausrichtung der Serie vorstelle, habe Fuller im Star Trek VI: Das unentdeckte Land genannt. Meyer betonte, er wolle Fuller nicht falsch wiedergeben, doch diesem gefalle der Streifen wirklich sehr gut.

Während die kreativen Köpfe am Konzept der neuen Serie schrauben, sind andere Leute damit beschäftigt, sie optimal zu vermarkten. Und offenbar mit Erfolg. CBS-Boss Les Mooves pries die Serie kürzlich bei einer Veranstaltung von Morgan Stanley an und zeigte sich sehr erfreut über das weltweite Interesse. Dieses sei so groß, dass bereits jetzt schon 60 Prozent der Produktionskosten der ersten Staffel durch Vergabe von Sendelizenzen rund um die Welt gedeckt sein. Und dies, bevor überhaupt ein einziges Skript geschrieben sei. Mooves sprach auch über das Verhältnis zu Anbietern wie Netflix oder Hulu. Demnach waren beide Streaming-Dienste sehr interessiert, weshalb es leicht gewesen wäre, schnelles Geld mit ihnen zu machen. Doch CBS wolle seine Premiummarke Star Trek selbst vermarkten und dem eigenen Streamingportal damit zusätzliche Abonnenten verschaffen, denen man vorhabe, in Zukunft weiteren originären Content für CBS All Access anzubieten. Netflix und Hulu seien für CBS All Access zwar Konkurrenten, jedoch keine Feinde. Immerhin arbeite man im Hinblick auf andere Inhalte gut miteinander zusammen.    


Eugene Roddenberry ins Boot zu holen, ist wahrlich ein cleverer Schachzug. Wie auch schon die Verpflichtung von Nicholas Meyer sorgt er dafür, den Fans das Gefühl zu geben, dass bei der neuen Serie Leute am Werk sind, die Gene Roddenberrys Vision teilen, achten und wissen, wie man guten Star Trek macht. Wenn diese Menschen, die bei den Anhängern hoch im Kurs stehen, den Konzepten von Bryan Fuller und Alex Kurtzman positiv gegenüberstehen und sich zudem selbst aktiv einbringen, dann, so jedenfalls das Kalkül, soll dies im Fandom Bedenken abbauen und dafür sorgen, dass der Eindruck ensteht, es könne doch eigentlich gar nichts mehr schiefgehen. Und seien wir ehrlich: Angesichts dieses namhaften Kreativteams ist Optimismus allemal angebracht. Ein Unsicherheitsfaktor ist und bleibt immer noch der Vertriebsweg, da CBS All Access eben nicht das Standing von Diensten wie Netflix hat. Werden in den USA wirklich die Trekkies massenweise den Dienst abonnieren? Die Äußerungen von Les Mooves sind sicher auch unter dem Aspekt zu verstehen, Bedenken entgegenzutreten, die neue ST-Serie könne darüber fallen, dass sie (abgesehen vom Pilotfilm) nicht im Free-TV zu sehen sein wird. Da sich die Serie im Rest der Welt wie geschnitten Brot verkauft, so die Botschaft von Mooves, ist ihr Fortbestand auch dann gesichert, wenn es mit den Abonnentenzahlen nicht direkt wie erhofft läuft. Und in der Tat ist es bemerkenswert, was CBS bislang an Geld schon eingenommen hat. Und shoppen kann CBS die neue Star Trek-Serie immer noch, wenn der Plan mit der Eigenvermarktung via All Access nicht aufgeht. Zudem gibt es ja weiterhin das Free-TV oder Pay-TV-Sender. Für Star Trek findet sich immer ein zahlungskräftiger Abnehmer.


Die neue Star Trek-Serie soll im Frühjahr 2017 ihre Premiere erleben. Den Pilotfilm zeigt CBS im TV, die restlichen folgen laufen in dem USA bei Streamingdienst CBS All Access. Wo die Serie in Deutschland zu sehen sein wird, steht noch nicht offiziell fest. Das Produktionsteam umfasst Alex Kurtzman, Bryan Fuller, Nicholas Meyer, Eugene Roddenberry und Tevor Roth. 

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