Valerian: Luc Besson verfilmt französischen SF-Comicklassiker


Wenn es heutzutage um das Thema Comicverfilmungen geht, dann denkt man in erster Linie an die Adaptionen von Superheldengeschichten aus den Häusern Marvel und DC Comics. Kein Wunder, sind doch Filme und TV-Serien, die auf diesem Material basieren, derzeit die große Nummer. Doch auch der europäische Comic hat eine Menge an spannenden und hochwertigen Stoffen zu bieten. Regisseur und Produzent Luc Besson hat sich nun einen davon für sein nächstes Filmprojekt auserkoren. Und es ist einer, der für die SF-Fans besonders reizvoll ist.

Wie Besson die Follower seines Twitter-Accounts wissen ließ, wird er ab Ende diesen Jahres den Streifen Valerian and the City of a Thousand Planets drehen, der 2017 in die Kinos kommen soll. Die Grundlage für den Film bildet dabei der französische SF-Comicklassiker Valérian - Agent Spatio-Temporel, der in Deutschland unter dem Titel Valerian und Veronique bekannt ist. 1967 von Pierre Christin und Jean-Claude Mézières geschaffen, handelt die Serie von den Abenteuern zweier Agenten des Raum-Zeit-Service, dessen Zentrale sich in Galaxity – der Hauptstadt der Zukunft - befindet. 2007 fand die Serie mit dem 21. Band Der Zeitöffner ihren Abschluss. Letztes Jahr kam dann noch unter dem Titel Souvenirs der Zukunft ein Band mit neun Kurzgeschichten heraus. Von Mézières stammt übrigens auch das Design für Bessons Hit Das fünfte Element aus dem Jahre 1997.

Doch nicht nur den Titel des Films machte Luc Besson publik, sondern enthüllte zudem die Besetzung der Hauptrollen. Va­le­rian wird demnach von dem Amerikaner Dane De­Haan (er war u.a. in Amazing Spider-Man 2 zu sehen) gespielt, die Rolle der Ve­ro­ni­que (die im Original übrigens Lau­re­line heißt) verkörpert die Britin Cara De­le­vingne, die derzeit als Enchantress für den DC-Streifen Suicide Squad vor der Kamera steht.


Was den genauen Plot des Films angeht, so hüllt sich der Filmemacher selbstredend noch in Schweigen. Der Titel Valerian and the City of a Thousand Planets deutet jedoch darauf hin, dass es sich um eine Adaption der ersten beiden Bände der Serien handeln könnte, denn der Titel des Films ist eine Kombination von Teilen ihrer jeweiligen Titel Die Stadt der tosenden Wasser und Im Reich der tausend Planeten

Nicht zuletzt wegen Das fünfte Element genießt Luc Besson bis heute bei den Anhängern der Science-Fiction einen guten Ruf. Und es ist ihm auf jeden Fall zuzutrauen, dass er mit Valerian einen packenden Genre-Film vorlegt, der auch die Liebhaber der Comicvorlage überzeugt. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass er (zumindest meiner Meinung nach) im letzten Jahr mit Lucy einen inhaltlich sehr schwachen Streifen präsentierte, der finanziell hingegen ein großer Erfolg war. Bei Valerian hält Besson als Produzent, Drehbuchautor und Regisseur alle Fäden in der Hand, um den Streifen zu einem inhaltlichen und finanziellen Erfolg zu machen. Hoffen wir mal, dass es auch so kommt.


Valerian läuft 2017 in den Kinos an.

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