Filmkritik: «Home - Ein smektakulärer Trip» (ab 26. März im Kino)


Hilfe, die Außerirdischen kommen! Schon unzählige Mal wurde die Erde im Kino zum Ziel von Eroberern aus dem Weiten des Alls. Und nun kommen in Home – Ein smektakulärer Trip die Boovs, um sich des blauen Planeten zu bemächtigen. Dabei sind die Boovs ganz eigentlich nette Leute, die ihrerseits auf der Flucht sind. Und daher wollen sie den Menschen auch nichts Böses. Von den Abenteuern, die der Boov Oh zusammen mit dem Mädchen Tip Tucci auf unserer Welt erlebt, erzählt der neue Animationsfilm aus dem Hause Dreamworks im Verleih durch 20th Century Fox, der heute in unseren Kinos anläuft.

Die Boovs machen die Erde zu ihrem neuen Heimatplaneten und beginnen damit, alles neu zu organisieren. Die Menschen werden unfreiwillig umgesiedelt. Als jedoch Tip, ein cleveres junges Mädchen, der Gefangenschaft entgeht, wird sie auf einmal zur unfreiwilligen Komplizin von Oh, einem verstoßenen Boov auf der Flucht. Schon bald erkennen die beiden ungleichen Freunde, dass es um viel mehr geht, als nur intergalaktische Beziehungen zu retten. Und so begeben sie sich auf eine fantastische Reise voll Spaß und Abenteuer, die ihr Leben und ihre Welt für immer verändern wird…

Tim Johnson inszenierte 2010 den Film Kung Fu Panda – Ein schlagfertiges Winterfest und verantwortete als Produzent den Streifen Drachenzähmen leicht gemacht. Sein neuer Film Home – Ein smektakulärer Trip ist optisch brillant ausgeführtes 3D-Animationskino, bedient von der Story her ansonsten aber nur allseits bekannte Schemata, wie sie in auf ein junges Publikum zugeschnittenen Filmen in schöner Regelmäßigkeit anzutreffen sind. Der Plot bringt mit dem Mädchen Tip und dem Boov Oh zwei Außenseiter zusammen, lässt sie Vorurteile überwinden und gemeinsam eine ganze Reihe haarsträubender Abenteuer erleben, wobei die Suche nach Tips Mutter den Motor der Handlung bildet. Und ja, der Fortbestand der Erde steht natürlich auf dem Spiel. Wie könnte es auch anders sein.

Die putzigen Boovs sind nicht zuletzt durch die die Art, wie sie insbesondere irdische Alltagsgegenstände zweckentfremden, für jede Menge Lacher gut, die Protagonisten sind sympathisch gezeichnet und der mit viel Action gespickte Plot trägt locker und kurzweilig einen kunterbunten Film über seine 94 Minuten Spielzeit, der nicht zuletzt ein Vehikel für die sich mittlerweile auch schauspielerisch betätigende Sängerin Rihanna ist. Diese leiht Tip Tucci im Originalton nicht nur ihre Stimme; auch ist ihre Biographie angelehnt an jene der Pop-Diva, deren Einfluss auf die musikalische Gestaltung des Films deutlich weiter als die Songs reichte, die sie zum Soundtrack beisteuerte. Rihanna ist jedoch nicht die einzige Berühmtheit, die der Voice Cast von Home – Ein smektakulärer Trip zu bieten hat. So spricht Jim Parsons, Star der Serie The Big Bang Theorie, den Boov Oh; Tips Mutter Lucy wird verkörpert durch Jennifer Lopez und als Captain Smek ist Steve Martin zu hören. Die deutsche Fassung wartet dagegen mit Bastian Pastewka als Oh und Uwe Ochsenknecht als Smek auf. Pastewkas Stimme passt dabei sehr gut zum Charakter des knuffigen, gutherzigen, doch bisweilen unbeholfenen Oh.



Wer als Erwachsener sich auf die Story einlässt und die Tatsache ausblendet, dass einem inhaltlich vieles durchaus bekannt vorkommt, wird seinen Spaß an Home – Ein smektakulärer Trip haben. Und den Kids werden der Boov und seine Freundin Tip sicherlich schnell ans Herz wachsen. Ein Film für die ganze Familie also.

Home – Ein smektakulärer Trip läuft ab dem 26. März 2015 in den deutschen Kinos.


0 Kommentare: