Ausblick auf das Kinojahr 2015: Was schaut sich der Watchman an ?


Ich habe es mir vor einiger Zeit zur Gewohnheit gemacht, in den ersten Tagen eines neuen Jahres eine Aufstellung der Genre-Filme zu erstellen, die in den kommenden 12 Monaten in unsere Kinos kommen. Ich tue dies einerseits, um ganz grundsätzlich den Überblick zu behalten, andererseits aber auch, um bereits eine Vorauswahl darüber zu treffen, welche Produktionen ich in jeden Fall im Kino sehen will (Kategorie 1), welche vielleicht (Kategorie 2) und welche mit großer Wahrscheinlichkeit eher nicht (Kategorie 3). Letztes Jahr habe ich euch das Ergebnis meines Auswahlprozesses hier im Blog vorgestellt, und nun will es hinsichtlich des Kinojahrs 2015 erneut tun. Meine Entscheidungen basieren auf dem Material, das bis zum jetzigen Zeitpunkt vorliegt. Es ist daher durchaus denkbar, dass ich Filme im Verlauf der nächsten Zeit noch einmal neu bewerte - zum Beispiel dann, wenn zu Streifen noch derart gute Trailer vorgelegt werden, dass es mich entgegen ursprünglicher Planung doch reizt, sie im Kino zu gucken.

Hier also nun mein persönlicher Ausblick auf das Kinojahr 2015. Um die Sache etwas spannender zu machen, fange ich mit der der Kategorie 3 an - also mit jenen Filmen, die ich mir mit großer Wahrscheinlichkeit schenken werde. In Klammern gebe ich zu eurer Orientierung immer die im Moment aktuellen Starttermine an. Bedenkt bitte: Auch diese Daten können sich noch ändern.

Was lässt den Watchman kalt?

Dass es im Zuge des Erfolgs der Hunger-Games-Filme Trittbrettfahrer-Produktionen geben würde, war ja abzusehen. Und mit Divergent sowie Maze Runner kamen sie 2014 dann auch in die Kinos. Da mich diese Streifen aber nicht hinterm Ofen hervorlocken konnten, sind die Sequels Insurgent – Die Bestimmung (19. März) und Maze Runner 2 – Die Auserwählten in der Brandwüste (29. September) dieses Jahr für mich ebenfalls kein Thema. Der Superhelden-Streifen Max Steel (9. April) ist hingegen für mich gar nicht mal ohne Reiz, wird aber Opfer des Überangebots, da es dieses Jahr drei Comicverfilmungen gibt, die mich deutlich mehr interessieren. Und wenngleich die Trailer und Fotos zu Mad Max 4: Fury Road zahlreiche Fans in Verzückung versetzt haben, geht es mir definitiv nicht so. Vielmehr fiel es mir sogar richtig leicht, diese tumbe Materialschlacht auf die Liste jener Streifen zu setzen, die ich mit größter Wahrscheinlichkeit nicht sehen werde.

Welches sind die Wackelkandidaten?

Wie in den Vorjahren, so gibt es 2015 erneut gleich mehrere Filme, bei denen ich noch unentschlossen bin. Da wäre beispielsweise Kingsman – The Secret Service (6. Februar). Die Trailer zu dieser locker-flockigen Agentenstory von Matthew Vaughn sehen nicht schlecht aus, doch der Funke ist bei mir bislang noch nicht richtig übergesprungen. Gleichzeitig habe ich für diesen Monat nur noch einen anderen Film auf dem Zettel. Vielleicht kann ich mich ja doch noch überwinden. Ebenfalls von Agenten handelt Codename U.N.C.L.E. (13. August), ein Remake des Serienklassikers Solo für U.N.C.L.E. aus den Jahren 1964 bis 1968. Regie führt Guy Ritchie, die Hauptrollen sind mit Henry Cavill und Armie Hammer besetzt. Eigentlich durchaus mein Ding, doch ich will erst noch die Trailer abwarten, ehe ich mich entscheide. Kaum Material gibt es bislang auch zu Tomorrowland – Projekt: Neuland (28. Mai). Brad Bird führt Regie, zum Cast gehört u.a. George Clooney. Auch in diesem Fall gilt: Nach den ersten Trailern fällt die Entscheidung. Transporter – The Legacy (18. Juni) ist eigentlich witzlos, da Jason Statham nicht mehr die Hauptrolle spielt. Da ich die Reihe aber mag, buche ich den neuen Film aber vorerst unter Vorbehalt ab. Und sollte der Sommer Ende August immer noch richtig heiß sein, ziehe ich mich einfach ins Kino zurück und schaue mir Hitman - Agent 47 (27. August) an.
 
Was schaut sich der Watchman denn nun definitiv an?

Kommen wir nun endlich auf jene Filme zu sprechen, die ich unbedingt sehen möchte. Dabei können wir einige offensichtliche Kandidaten gleich zu beginn abhandeln. Natürlich stehen Marvel's The Avengers 2: Age of Ultron (30. April) und Star Wars: Das Erwachen der Macht (17. Dezember) genauso auf meinem Zettel, wie auch Terminator: Genisys (9. Juli) und das neue 007-Abenteuer James Bond 007 - Spectre (5. November). Eigentlich schon für 2014 vorgesehen, kommt Jupiter Ascending (5. Februar) von den Wachowski-Geschwistern erst im Februar 2015 in die Kinos. Mit diesem Film werde ich mein Kinojahr einläuten, denn die opulente Optik hat mich wirklich überzeugt. Ob die Handlung da qualitativ mithalten kann? Ich will es hoffen. Was den Plot von Jurassic World angeht, so mache ich mir da allerdings keine falschen Hoffnungen, denn er wird sich nicht großartig vom dem unterscheiden, was in den ersten Filmen passierte. Ich setzte jedoch darauf, ein spannendes und humorvolles Action-Spektakel zu erleben. Die Comicverfilmungen Ant-Man (23. Juli) und Fantastic Four (6. August) will ich ebenfalls im Kino erleben. Ausgerechnet auf letzteren Film bin ich wirklich gespannt. Vielleicht gerade deshalb, weil er im Netz von so manchen Leuten ohne jeden sachlichen Grund schlechtgeredet wird. Und weil ich bisher jeden Film der Tribute-von-Panem-Serie gesehen habe, werde ich mir natürlich auch mit Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 (19. November) den Abschluss der Saga geben. Wenn schon, denn schon.

Als Drehbuchautor von Filmen wie 28 Days Later, Sunshine und vor allem Dredd hat Alex Garland bei mir einen ganz großen Stein im Brett. Dieses Jahr gibt er mit Ex Machina (23. April) sein Debüt als Regisseur, das ich mir nicht entgehen lassen will. Der Film mit Domhnall Gleeson und Alicia Vikander dreht sich um die Frage, wann eine künstliche Intelligenz die Schwelle zu einem eigenen Bewusstsein überschreitet. Das klingt zunächst einmal recht konventionell, doch Garland hat da bestimmt noch das eine oder andere Ass im Ärmel. Der Trailer sah auf jeden Fall so gut aus, dass er mich richtig neugierig gemacht hat. Ebenfalls ein guter Bekannter ist Neill Blomkamp. Mit District 9 konnte er mich vollkommen überzeugen, mit Elysium hingegen nicht so sehr. Sein neuer Film heißt Chappie (5. März), ist u.a. mit Hugh Jackman und Sigourney Weaver besetzt und handelt von einem Roboter, der über eine hochentwickelte künstliche Intelligenz verfügt. Damit weckt er das Interesse von Verbrechern, aber auch eine Menge Ängste bei Wissenschaftlern, Politikern und Militärs. Der Trailer vermittelte mir den Eindruck, Blomkamp habe ich sich wieder darauf besonnen, was District 9 im Jahre 2009 so erfolgreich gemacht hatte, und wolle nun wieder daran anknüpfen. Hoffentlich gelingt es ihm. Und an seine SF-Klassiker Alien und Blade Runner anschließen kann hoffentlich auch Ridely Scott mit seinem neuen Film The Martian (26. November). Matt Damon spielt den Astronauten Mark Watney, der auf dem Mars zurückgelassen wird, weil man ihn für tot hält. Doch dem ist nicht so. Watney lebt und beschließt, sich nicht mit seinem Schicksal abzufinden, sondern solange durchzuhalten, bis Hilfe kommt. Neben Matt Damon ist u.a. auch noch Jessica Chastain (aus Interstellar) mit von der Partie. Für Fans von Gravity und Interstellar (ich gehöre dazu) ist dieser Film ein Muss.

Gibt es auch ein Fazit?

Mit derzeit 12 Filmen, die ich in den kommenden Monaten auf der großen Leinwand erleben möchte, ist mein Kalender für das Kinojahr 2015 so gut gefüllt wie in den letzten Jahren auch. Meine Erwartungshaltung geht dahin, dass ich mich durchaus auf ein spannendes Jahr einstelle. Und auch aus meinen absoluten Favoriten will ich ebenfalls keinen Hehl machen: Avengers 2: Age of Ultron, Star Wars: Das Erwachen der Macht, The Martian und James Bond 007: Spectre sind die Filme, auf die ich mich schon heute gewaltig freue und die ich auf gar keinen Fall verpassen will. Gleichzeitig kann man natürlich nicht leugnen, dass wir es wieder einmal mit jeder Menge Fortsetzungen, Remakes und Reboots zu tun bekommen werden. Doch ich will dies vorderhand gar nicht so stark kritisieren, sondern erst einmal abwarten, was die Filme selbst taugen. Meckern kann ich hinterher ja immer noch. Denn eine faire Chance hat jeder Film zunächst einmal immerhin verdient – sei er ein origineller Stoff oder eine Remake, Reboot und Sequel. Vielleicht schafft es eine Produktion sogar, mich zu überraschen. Dann wäre es wirklich ein gelungenes Kinojahr 2015.


Was sagt ihr zu meinen Einschätzungen und mit welchen Gefühlen sehr Ihr dem Kinojahr 2014 entgegen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare oder diskutiert mit mir bei Facebook

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