Nun also doch: Roland Emmerich dreht Remake von "Stargate"


Nun wird also offenbar Realtität, worüber in den vergangenen Jahren unzählige Male gesprochen wurde: Wie Gary Barber, der CEO von MGM, am Donnerstag erklärte, wird es eine Remake des SF-Films Stargate geben. Und es soll nicht bei einem Film bleiben, sondern jene Trilogie gedreht werden, die Roland Emmerich und sein Partner Dean Devlin schon im Auge hatten, als sie 1994 das Original in die Kinos brachten.

Die Neuauflage ist eine Koproduktion von MGM und Warner Bros, wobei Dean Devlin zusammen mit Jonathan Glickman (für MGM) und Greg Silverman (für Warner Bros.) als Produzent agieren wird. Emmerich selbst wird zumindest den ersten Film der Trilogie inszenieren. Das Ganze ist als Reboot angelegt, wird also alle drei Stargate-Fernsehserien ignorieren, die ab 1997 produziert wurden. Wer das Drehbuch für die Neuauflage schreiben wird und ob es sich am Plot des ursprünglichen Streifens orientieren soll, ist derzeit noch offen. Auch im Hinblick auf einen Starttermin hält man sich bedeckt. Dass alle Beteiligten in ihren Statements voll des Lobes für einander sind und betonen, wie sehr sie sich auf das neue Projekt freuen, versteht sich von selbst. Das gehört zum guten Ton und ist Standard in Presseerklärungen.

Allerdings dürfte MGMs Begeisterung zum guten Teil wirklich nicht gespielt sein, denn Stargate ist neben James Bond eine der wertvollsten Marken, die man im Katalog hat. Doch seit Mitte 2011 liegt sie brach, nachdem die Serie Stargate Universe nach nur zwei Staffeln abgesetzt wurde. Dass man sie nun reaktiviert, ist daher wirtschaftlich nur konsequent, zumal sich das Franchise immer noch großer Beliebtheit erfreut. Außerdem reagiert man mit dem Reboot auf die Tatsache, dass Paramounts SF-Flagschiff Star Trek wieder auf Kurs ist und Disney bald die Star Wars-Offensive startet. Mit Science-Fiction ist im Kino wieder richtig Geld zu verdienen und MGM bzw. Warner Bros. wollen ihr Stück vom Kuchen.

Die Reaktionen im SG-Fandom sind wie erwartet äußerst gemischt, wobei sich manche an der Idee des Reboots stören und andere sich nicht dafür erwärmen können, dass Emmerich die Regie übernehmen wird. Es gibt aber auch positive Stimmen, die sich auf den neuen Film freuen und Verständnis dafür zeigen, dass man einen kompletten Neustart macht.

Es wird sicherlich noch etwas Zeit vergehen, bis wir das Stargate-Reboot auf der Leinwand zu sehen bekommen. Genug Gelegenheit für die Fans, hitzig miteinander zu diskutieren.




1 Kommentar:

  1. Ich weiss echt nicht, was ich davon halten soll. Ich freue mich zwar, dass sich in Sachen Stargate endlich mal was tut, aber ich hätte eher auf eine Fortsetzung der Serien-Geschichte gehofft. Immerhin gab es in Universe einen fetten Cliffhanger und selbst wenn man die Serie nicht wiederbeleben möchte, so sollten neue Stargate-Filme dort anknüpfen. Ein Reboot ist cool. Eine Fortsetzung der Strgate Geschichte wäre aber noch viel cooler.

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