Serien-Offensive: Syfy bestellt Space Opera "Killjoys" und lässt Comicadaptionen entwickeln


Vor einigen Wochen kündigte Syfy an, sich wieder auf seine Wurzeln besinnen zu wollen -also endlich wieder verstärkt auf Hard SF zu setzen. Diesen Worten folgten Taten in Form der Bestellung einer Mini-Serie mit dem Titel Ascension und der Order einer ersten Staffel der Space Opera The Expanse. (siehe meine Berichte hier und hier). Wie nun bekannt wurde, geht die Offensive sind Sachen Science-Fiction aber noch weiter.

So meldet Deadline, dass Syfy direkt die erste Staffel mit 10 Folgen einer weiteren Space Opera bestellt hat, die auf den Namen Killjoys hört. Darin geht es um ein Trio von hartgesottenen interplanetaren Kopfgeldjägern, das sich geschworen hat, unparteiisch zu bleiben, während es Flüchtige im Sternensystem Quad verfolgt. Dieses System steht am Rande eines blutigen Klassenkrieges, in den gleich mehrere Planeten verstrickt sind. Killjoys stammt von Temple Street Productions (die Schmiede produziert auch Orphan Black) und Michelle Lovretta, die auch schon die Serie Lost Girl kreierte. Syfy plant, die Serie im Laufe des Jahres 2015 an den Start zu bringen.

Was Ascension angeht, so hatte Syfy übrigens eine interessante Personalie zu verkünden, über die uns EW informiert. Für die Rolle der Viondra Denniger konnte man keine Geringere als Trisha Helfer verpflichten, die SF-Fan durch ihre Rolle als Six in Battlestar Galactica noch in bester Erinnerung ist. Ascension hat die Prämisse, dass im Jahre 1963 von der US-Regierung eine Geheimmission gestartet wird, bei der mehrere Hundert Männer, Frauen und Kinder an Bord des Raumschiffs Ascension eine Reise durchs Weltall antreten, um nach einer Flugzeit von 100 Jahren eine neue Welt zu bevölkern. Nachdem sie 50 Jahre unterwegs sind und jenen Punkt erreichen, an dem eine Rückkehr zur Erde nicht mehr möglich ist, führt der mysteriöse Tod einer jungen Frau dazu, dass sich die Menschen an Bord die Frage nach der wahren Natur ihrer Mission stellen. Trisha Helfers Figur der Viondra Denniger wird als eine gefährliche und manipulative Strippenzieherin beschrieben, die sich mit an Bord des Raumschiffs befindet.

Neben den bereits bestellten Serien hat Syfy noch eine ganze Reihe von Projekten in der Pipeline, die Coming Soon zusammengefasst hat. Dem allgemeinen Trend folgend, greift man auf Comics als Ausgangsmaterial zurück. So lässt man beispielsweise eine Mini-Serie auf Basis des Kultcomics Ronin von Frank Miller aus dem Jahre 1983 entwickeln. Darin bekommt ein entehrter Samurai (also ein Ronin) im futuristischen New York des 21. Jahrhunderts die Chance, seine Ehre wiederherzustellen, indem er die Reinkarnation des Mörders seines Herren zur Strecke bringt.

Ein weiteres Projekt ist Letter 44. Basierend auf dem gleichnamigen Comic von Charles Soule und Alberto Alburquerque  geht es darum, dass der neugewählte US-Präsident Stephen Blades beim Amtsantritt einen Brief seines Vorgängers vorfindet, in dem dieser seinen Nachfolger darüber informiert, dass die NASA vor sieben Jahren entdeckt hat, dass Aliens im Asteroidengürtel dabei sind, irgendeine Vorrichtung zu installieren. Eine Gruppe von Astronauten wurde daraufhin losgeschickt, um die Sache zu untersuchen und ist nun kurz vor dem Ziel ihrer Reise.

Aus dem Hause Image stammt der Comic Clone, den Syfy ebenfalls adaptieren lässt. Im Zentrum der Handlung steht Dr. Luke Taylor, dessen Leben auf den Kopf gestellt wird, als vor seiner Haustür ein blutüberströmter Zwilling auftaucht, der ihn darüber informiert, dass er und der Doktor lediglich zwei von vielen Klonen sind. Und die anderen Klone sind hinter der schwangeren Frau des Docs und dem ungeborenen Kind her...

Außerdem in der Entwicklung ist Pax Romana. Die Vorlage stammt von  Jonathan Hickman und es geht um ein Special Forces Team der US Armee. Am Vorabend des Dritten Weltkriegs reist die Gruppe zurück ins antike Rom, um dort die Vergangenheit zu manipulieren, damit es in der Gegenwart nicht zur Apokalypse kommt. Während Legionen gegen modernes Kriegsgerät wie Helikopter und Panzer kämpfen, beginnt unter den Offizieren der Streit darüber, wie genau die Zukunft denn nun aussehen soll.


Ob es die genannten Projekte (oder zumindest eines von ihnen) tatsächlich auf die TV-Schirme schaffen, steht derzeit in den Sternen. Bereits in der Vergangenheit hat Syfy viele Stoffe entwickeln lassen, von denen man anschließend nie wieder etwas gehört hat. Allerdings könnten angesichts des Back to the Roots, das man sich selbst verordnet hat, die Dinge dieses Mal anders stehen. Viel wird sicherlich davon abhängen, wie sich jene Serien schlagen, die Syfy bereits bestellt hat. Auf jeden Fall ist es absolut positiv zu bewerten, dass der Sender ordentlich Gas gibt. Hoffentlich hält der Elan an.


Link 1: Bericht bei Deadline
Link 2: Bericht bei Entertainment Weekly
Link 3: Bericht bei Coming Soon
Foto Credit: Wikipedia

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