Barbarella: Geplantes Remake macht kaum Fortschritte


Ende Januar 2013 berichtete ich hier im Blog über den aktuellen Stand in Sachen Remake von Barbarella als TV-Serie. Damals hatte das Projekt neuen Schwung bekommen, weil es den Produzenten gelungen war, die Bond-Autoren Neal Purvis und Robert Wade für das Projekt zu gewinnen (siehe Artikel). 

Wer geglaubt hatte, durch diese Verpflichtung würde das Projekt rasche Fortschritte machen, sah sich hingegen getäuscht, denn seitdem herrschte bislang wieder Funkstille. In einem Interview mit dem Blog Vulture des NY Magazine wurde Regisseur Nicolas Winding Refn (bekannt durch seinen Film Drive), der die Pilotfolge der Barbarella-Fernsehserie inszenieren soll, nun darauf angesprochen, in welchem Stadium der Entwicklung sich das Projekt aktuell überhaupt befindet.

Leider bliebt Refn äußerst wage und konnte nicht mehr mitteilen, als dass man weiter an dem Drehbuch des Pilotfilms arbeite. Er (Refn) habe sich noch einmal den Originalcomic vorgenommen, die Augen geschlossen und sich Frauen im Weltraum vorgestellt. Das habe ziemlich gut ausgesehen. Auf die Nachfrage, wen er für die Nachfolge von Jane Fonda in der Hauptrolle im Sinn habe, antwortete der Regisseur, er habe mit dem Casting noch nicht begonnen.

Refn ist der Wille, sich für die Serie am Ausgangsmaterial zu orientieren, sicherlich durchaus hoch anzurechnen, doch den Rest der Ausführungen hätte er sich besser sparen sollen. In den 1960ern waren Frauen als Hauptfiguren eines SF-Films (und auch generell) noch eine Besonderheit, doch inzwischen lockt man mit dieser Tatsache niemanden mehr hinterm Ofen vor. Wenn da nicht mehr kommt, sollte man sich diese Neuauflage vielleicht lieber sparen.

Gaumont International Television und Martha De Laurentiis stecken hinter der geplanten Serie, die auf dem Comic Barbarella von Jean-Claude Forest basiert. International berühmt wurde der Stoff durch den gleichnamigen Film von Roger Vadim aus dem Jahre 1968. Refn wird neben Martha De Laurentiis, deren verstorbener Mann Dino De Laurentiis damals den Kinofilm produziert hatte, als ausführender Produzent tätig sein. Julien Forest (Sohn von Jean-Claude Forest) und Jean-Marc Lofficier sind ebenfalls als Produzenten an Bord.

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