Things To Come: Neue SF-Projekte für Kino und Fernsehen


Ridley Scott engagiert sich für den Nachwuchs:

Die Science-Fiction verdankt Ridley Scott Filmklassiker wie Alien oder Blade Runner und offenbar will der Regisseur, der dieses Jahr mit Prometheus zum Genre zurückgekehrt ist, der SF treu bleiben. Nicht nur, dass   Scott als Produzent und Autor an der Fortsetzung von Blade Runner beteiligt ist (die Regie will er aber nicht übernehmen), so kommt ihm in einem neuen Projekt des Studios Focus Features eine bedeutende Rolle zu.

Wie die Website Splash Films zu berichten weiß, wird Scott die Entwicklung von sechs Low-Budget Streifen überwachen bzw. koordinieren, die sich auf die Genres Horror, Thriller und Science-Fiction verteilen. Die Filme werden in Kooperation mit Northern Ireland Screen produziert, auch das Shooting findet in dieser Gegend statt. Die Filme sollen in einem Zeitraum von drei Jahren zur Veröffentlichung kommen.

Scott ließ sich in einer Presseerklärung mit den Worten zitieren, dass das Ziel der Zusammenarbeit darin läge, jungen Filmemachern eine Infrastruktur zu bieten, die es ihnen ermögliche, die Möglichkeiten des Films als Erzählform auszuloten und sie außerdem dazu animiere, in Sachen Produktion und Vertrieb neue Strategien auszuprobieren.

Auf seine alten Tage, Scott blickt auf inzwischen 75 Lebensjahre zurück, wird der Großmeister also etwas für den Nachwuchs tun. Ein feiner Zug und zudem ein gutes Zeichen dafür, dass die Regielegende noch nicht vorhat, sich in den Ruhestand zu begeben.




Evolve: Paglia und Proyas planen neue SF-Serie für ABC

Es ist schon ein bemerkenswertes Team, das sich für ein neues SF-Fernsehprojekt von ABC Studios zusammengefunden hat: Der Brachendienst Deadline hat erfahren, dass Jaime Paglia, Produzent der Serie Eureka und Regisseur Alex Proyas, vor ihm stammen Filme wie The Crow und Dark City, sich zusammengeschlossen haben, um für den Sender ABC eine neue SF-Serie mit dem Arbeitstitel Evolve zu entwickeln, die sich paranormal begabte Menschen dreht. Die Basis für die Serie bildet die Romantrilogie Toxic City der Autors Tim Lebbon.

Die Story von Evolve spielt zwei Jahre nach der Freisetzung eines mysteriösen biologischen (Kampf-)Stoffes im Raum Los Angeles. Die Gegend ist als derart verseucht eingestuft, dass sie als unbewohnbar gilt und von der Außenwelt hermetisch abgeschirmt wird. Eine kleine Gruppe von Durchschnittsmenschen, die außerhalb der Quarantänezone lebt, glaubt jedoch nicht an die Darstellung der Regierung und macht sich in das verbotene Gebiet auf um zu erfahren, was aus ihren Angehörigen wurde, die in L.A. lebten, als das einschneidende Ereignis passierte. Schnell müssen sie erfahren, dass die Stadt nicht unbewohnt ist, sondern das Biologikum Mutanten, also Menschen mit besonderen Fähigkeiten hervorgebracht hat. Die Paras werden von einer mächtigen Regierungsorganisation gejagt, denn man will sie auslöschen.

Die Prämisse hat durchaus ihren Reiz, wenngleich der Genre-Fan wahrscheinlich problemlos alle Quellen aufzählen kann, die Paglia und Proyas zur Inspiration gedient haben dürften: X-Men, Heroes oder Alphas lassen schön grüßen und Endzeitfeeling wird bekanntlich im TV im Moment ja auch ordentlich verbreitet, man denke nur an The Walking Dead oder Revolution. Zudem dürfte den beiden die Serie Sanctuary aus dem Hause Syfy nicht unbekannt sein. Die Liste ließe sich noch beliebig lang fortsetzen.

Da ABC Studios das Projekt produziert, dürfte das Network ABC als Heimat für Evolve wohl die erste Adresse sein, immer vorausgesetzt, der Sender kauft eine erste Staffel. Ob es soweit kommt, werden die nächsten Monate zeigen.


Kommentare:

  1. och ne.... (evolve)

    wie siehts denn eigentlich mit sci fi serien aus die wenigstens zum teil im weltraum spielen ? da passiert zur zeit wenig bis gar nichts oder ?

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    1. In Sachen Space Opera tut sich im TV aktuell nichts. Bestimmt hat irgendwer Pläne, doch spruchreife Projekte sind nach meiner Kenntnis nicht dabei.

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  2. schade, das ganze superhelden zeugs nutzt langsam aber sicher schon ab, und von gut gemachten space operas kann ich nie genug kriegen. ich hätte zB ganz gern mehr vo stargate universe gesehen, trotz aller schwächen. aber wie immer war schluss als es anfing richtig interessant zu werden, naja.

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