Quoten: "Falling Skies" geht auf neuem Sendeplatz unter


Am vergangenen Freitag begann ProSieben die Ausstrahlung der zweiten Staffel von Falling Skies und schickte als Free-TV Premiere außerdem Sanctuary ins Rennen. Nachdem man über eine ganze Reihe von Jahren Genreserien immer montags gezeigt hatte, war man mit den Quoten, die dort zuletzt erzielt wurden, nicht mehr zufrieden, wobei Falling Skies eine Ausnahme bildete, denn die erste Staffel lief von den Marktanteilen her auf jeden Fall überzeugend. In einem Anflug von programmplanerischer Genialität entschied man daher, den Freitag als neuen Abend für SF- und Mysteryserien zu reservieren, jeweils eingeläutet von einem Spielfilm. Ein gewagtes Konzept - und kein sonderlich erfolgreiches, wie die Quoten des Abends eindeutig belegen.


So lief der Abend:

Das Line-Up bestand aus dem Spielfilm Men in Black II, gefolgt vom Start der zweiten Staffel von Falling Skies als Doppelfolge. Zum Abschluss liefen dann die ersten beiden Episoden der Serie Sanctuary

Men in Black II, bereits mehrfach von ProSieben gezeigt, kam auf insgesamt 1,95 Mio. Zuschauer und erzielte beim Gesamtpublikum eine Quote von 6,3 Prozent, die damit auf Höhe des Senderschnitts lag. Von den Werberelevanten interessierten sich 1,30 Mio. für den Film, was einem Marktanteil von 11,3 Prozent entsprach. Ein zwar unterdurchschnittlicher Wert, jedoch noch keine Katastrophe, wenn man das Alter des Streifens (10 Jahre) bedenkt.

Richtig böse sahen die Quoten im Anschluss aus, denn Falling Skies ging regelrecht unter. Den Auftakt der zweiten Staffel sahen insgesamt 1,20 Mio. Menschen ab 3 Jahren, ein Minus von satten 1,02 Mio. im Vergleich zum Finale von Staffel 1. Darum fiel trotz des im Vergleich späteren Sendeplatzes (Staffel 1 lief immer ab 20:15 Uhr, am Freitag startete man um 22:05 Uhr) der Marktanteil auf 5,3 Prozent (-1,2% im Vergleich zum Finale von Staffel 1) und somit deutlich unter den Senderschnitt. Das Trauerspiel setzte sich bei den werberelevanten Zuschauern fort, denn aus dem TV-Publikum der 14- bis 49-Jährigen lockte man nur noch 0,88 Mio. an (-0,72 Mio.). Die Quote brach auf 9,1 Prozent ein (-2,7%) und ist damit schon zum Staffelbeginn fast 3 Prozent vom Senderschnitt entfernt.

Grundsätzlich positiv fielen hingegen die Quoten von Sanctuary aus. Die erste von zwei Folgen sahen insgesamt 0,80 Mio. Menschen, der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag mit 7,5 Prozent deutlich über Senderschnitt. Bei den jungen Zuschauern reichten 0,60 Mio. Interessierte für 11,2 Prozent Quote. Den Senderschnitt knackte man damit zwar nicht, doch behielt man ihn zumindest in Sichtweite. Richtig stark sahen dann die Werte für die zweite Episode aus, denn mit 0,70 Mio. Menschen kam man auf einen Marktanteil von 10,4 Prozent. In der Zielgruppe holte man mit 0,58 Mio. Zuschauern 14,8 Prozent und ließ den Senderschnitt deutlich hinter sich.


Ausblick:

Nächsten Freitag (es sei denn, ProSieben ändert noch den Sendeplan) besteht das Line-Up aus dem Spielfilm Der unglaubliche Hulk und jeweils zwei neuen Folgen von Falling Skies und Sanctuary.


Fazit:

Das war wohl nichts: Zu keinem anderen Fazit kann man kommen, wenn man sich die Quoten des vergangenen Freitags ansieht. Die Verlegung des Sendeplatzes hat Falling Skies 45 Prozent seiner Zuschauer und den Sender 23 Prozent der Quote gekostet - so etwas muss man erst einmal hinbekommen. Kompliment an die Planer. Für die soliden Quoten von Sanctuary kann sich ProSieben auch nicht sonderlich viel kaufen, denn solche Zahlen nach Mitternacht zu erzielen, ist keine große Leistung. Dennoch schön, dass die Serien endlich im Free-TV läuft. Die Ursache für das Desaster ist mit dem Sendeplatz natürlich schnell ausgemacht, denn freitags sind viele junge Zuschauer anderweitig beschäftigt. In den USA gilt der Freitag schon lange als Todesslot für Genreserien und auch bei uns scheint es nicht anders zu sein.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Sender nicht die Nerven verliert und die nächsten vier Wochen durchhält, damit wir wenigstens die gesamte zweite Staffel von Falling Skies zu sehen bekommen. So viel Glück hatten die Fans von Eureka bekanntlich nicht, denn kurz nach dem Start der letzten Staffel zu ProSieben den Stecker. Die Quote der Serie lag übrigens damals bei den gleichen 9,1 Prozent, auf die Falling Skies am Freitag kam...


Quelle: Zuschauerzahlen gemäß dem TV-Panel der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)

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