Trotz Blackout: Bei der Serie "Revolution" bleiben die Lichter an


Drei der bislang bestellten dreizehn Epsioden der dystopischen SF-Serie Revolution aus der Produktionsschmiede von J.J .Abrams hat das US-Network NBC inzwischen gezeigt und nun eine Pressemitteilung herausgegeben, der zu entnehmen ist, dass der Sender eine komplette erste Staffel bestellen wird. Ob diese aus zwanzig oder zweiundzwanzig Episoden bestehen soll, geht aus dem Bulletin allerdings nicht hervor. Grund für die vorzeitige Aufstockung der Premierenstaffel sind natürlich die bislang eingefahrenen Quoten, die der Sender (und damit auch sich selbst) in der Pressemitteilung ausgiebig feiert. Ein guter Anlass, sich die Quotenentwicklung einmal genauer anzusehen.

Revolution startete vor zwei Wochen mit 11,7 Mio. Zuschauern und einem Rating von durchschnittlich 4.1 in der Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen. Man muss von einem Durchschnittswert sprechen, da zu Beginn der Ausstrahlung ein Rating von 4.4 gemessen wurde, das jedoch nach dreißig Minuten auf 3.8 absank. Unterm Strich konnte man allerdings von einem gelungenen Serienstart sprechen. 

Eine Woche später fanden sich noch 9,4 Mio. Zuschauer ein, die den Fortgang der Geschichte Live oder noch am selben Tag anschauten (- 2,4 Mio), das Rating gab auf 3.4 Punkte nach (-0.7 Punkte). Innerhalb einer Woche hatte Revolution also 21 Prozent seiner Zuschauer verloren und 17 Prozent beim Rating eingebüßt. Dies klingt dramatisch, ist aber inzwischen leider durchaus eher die Regel als die Ausnahme. 

Am letzten Montag ging die Erosion beim Publikum weiter. Insgesamt 8,4 Mio. Zuschauer fanden sich für die dritte Episode ein (-0,9 Mio.) und drückten das HH-Rating damit auf einen Wert von 3.2 Punkten (-0.2 Punkte). Im Vergleich zur Vorwoche hatten sich damit weitere 10 Prozent der Zuschauer verabschiedet und das Rating um nochmals 6 Prozent nachgegeben.

Innerhalb von drei Folgen hat Revolution damit 3,3 Mio. Zuschauer oder umgerechnet 28 Prozent seines Publikums abgegeben. Das Rating gab um 22 Prozent oder 0.9 Punkte nach. Klingt eigentlich nicht sonderlich nach einem großen Erfolg. Dass NBC der Serie dennoch frühzeitig eine komplette Staffel genehmigt, hat vor allem damit zu tun, dass die Konkurrenz, bestehend aus den Krimiserien Hawaii 5-0 und Castle, von Revolution derzeit ziemlich gebügelt wird. Beide Serien kamen letzten Montag nicht über ein Rating von 1.9 in der Zielgruppe hinaus. Was die absoluten Zuschauerzahlen angeht, war Castle jedoch erfolgreicher als Revolution, denn die Serie mit Nathan Fillion in der Hauptrolle sahen insgesamt 10,33 Mio. Amerikaner. Wie man es aber auch aus Deutschland kennt, sind diese Werte eigentlich wertlos, denn nur der Erfolg bei den Werberelevanten (also das Rating) interessiert die Networks. 

Ohne wirklichen Wert ist übrigens auch der Verweis von NBC auf die Tatsache, dass Revolution eine ganze Zahl von Fans hat, welche die Serie mit ihren DVRs aufzeichnen und zeitversetzt innerhalb von drei Tagen anschauen. Bezieht man diese Zuschauer mit ein, so kommt die Serie, die in einer Welt spielt, in der nach einem mysteriösen Ereignis sämtliche elektrische Energie permant verschwunden ist, auf ein Rating von 5.2 in der Zielgruppe. Kaufen kann sich das Network von dieser Erkenntnis allerdings nichts, denn die Werbekunden bezahlen nur für jene Zuschauer, die "Live + Same Day" die Serien anschauen. Wer aufzeichnet, kann bekanntlich die Werbeblöcke überspringen oder rausschneiden.

Für die Fans ist die Aufstockung der ersten Staffel natürlich eine gute Nachricht. Bleibt zu hoffen, dass die Quoten bis zum Ende der Season ihr Niveau halten können, damit nicht doch noch vorzeitig die Serienlichter für Revolution ausgehen.


   

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