Box Office: Dredd startet schwach, Resident Evil: Retribution weiter stark


Seit vergangenem Wochenende läuft der SF-Film Dredd inden amerikanischen Kinos. Aufgrund einer Reihe positiver Rezensionen und der erfolgreichen Preview während der diesjährigen Comic-Con, durfte sich das Studio Lionsgate durchaus Hoffnungen auf ein überzeugendes Startwochenende machen. Die Realität sah allerdings anders aus. Derweil erfreut sich Resident Evil: Retribution weltweit großer Beliebtheit.


Die Website Box Office Mojo meldet für Dredd zwischen Freitag und Montag lediglich ein Einspielergebnis von etwas mehr als 6,8 Mio. Dollar, womit der Streifen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Manche Beobachter erklären das enttäuschende Ergebnis damit, dass das gesamte Kinowochenende sehr schwach gewesen sei. Als Beleg dafür dient die Feststellung, dass der Streifen End of Watch, der aktuell die Charts anführt, auch nur auf ca. 13 Mio. Dollar Umsatz kam, was ebenfalls kein überragender Wert ist. Andere Stimmen argumentieren mit dem R-Rating (vergleichbar der deutschen FSK 18), mit dem Dredd in den USA versehen wurde.  

Eine interessante Sichtweise vertritt eine zudem eine dritte Fraktion. Diese ist der Ansicht, die Produzenten hätten sich vom positiven Feedback der Fans auf der Comic-Con blenden lassen, doch dieses sei einfach nicht repräsentativ für das Gesamtpublikum. Filme wie Cowboys & Aliens, Tron: Legacy oder Jonah Hex seien zuvor auf der Messe gefeiert worden, hätten aber anschließend an den Kinokassen versagt. Im Gegensatz dazu habe Warner Bros. im Bezug auf die Promotion für The Dark Knight Rises die Comic-Con komplett ignoriert, der Streifen habe dennoch wie eine Bombe am Box Office eingeschlagen. Damit sei bewiesen, dass die Comic-Con als Promotion-Veranstaltung und Gradmesser des Publikumsinteresses völlig überschätzt werde.

Unverändert gut schlägt sich weltweit dagegen Resident Evil: Retribution, der seit dem 20. September in den deutschen Kinos läuft. Rund 270.000 Zuschauer (inkl. Previews) ließen sich allein in Deutschland vom T-Virus infizieren. Resident Evil: Retribution ist damit die klare neue Nummer 1 der deutschen Kinocharts und erzielte einen Umsatz von 2,94 Mio Euro. In den USA spielte das 3D-Abenteuer bislang über 34 Mio. Dollar ein, so dass nach 12 Tagen ein vorläufiges globales Gesamteinspielergebnis von rund 137,4 Mio. Dollar zu verzeichnen ist. Das ist schon jetzt ein stärkeres Ergebnis als für den ersten oder zweiten Teil in ihrer gesamten Laufzeit. In der kommenden Woche startet der SF-Actionfilm noch in weiteren starken europäischen Märkten wie Großbritannien, Frankreich und Italien.Angesichts geschätzter Produktionskosten in Höhe von 65 Mio. Dollar befindet man sich auf bestem Weg in die Gewinnzone. 

Dieser Pfad scheint Dredd hingegen verbaut, weshalb sich auch die Hoffnungen der Fans auf eine Fortsetzung zerschlagen haben dürften.


1 Kommentar:

  1. Schwer nach zu vollziehen, warum Dredd so schlecht läuft, aber generell laufen SF Streifen (bis auf wenige Ausnahmen) dieses Jahr in USA nicht so gut!
    8 Millionen$ nach 6 Tagen Laufzeit ist ein enttäuschendes Einspielergebnis, dabei hatte Dredd so viele positive Kritiken im Vorfeld. Zu Resident Evil: jede Fortsetzung dieser Reihe wird schlimmer, was für eine flache Story kaum zu glauben das Anderson mal Filme wie "Event Horizon" gedreht hat!!Handlung gibt es dieses Mal eigentlich faktisch gar keine, man muss bei den "Resident Evil" Filmen wohl einfach akzeptieren, dass sie nur auf Entertainment ausgelegt sind.
    Am Wochende kommt Looper raus, mal sehen ob dieser SF Streifen seine gute Kritiken an der Kasse bestätigt!

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