Vertrag bis 2015: Marvel setzt voll auf Joss Whedon


Angesichts der riesigen Erfolges des Films The Avengers war es absehbar, dass Marvel bzw. Disney alles tun würden, um sich die Beteiligung von Regisseur Joss Whedon auch an der Fortsetzung zu sichern. Dass dies in der Tat auch gelungen ist, gab Disney nun offiziell bekannt. Doch sein Einfluss auf die weitere Entwicklung des Marvel Kino-Franchises wird sich nicht nur Avengers 2 beschränken, sondern deutlich darüber hinaus gehen und sich sogar über mehrere Medien erstrecken.

Robert Iger, Vorstandsvorsitzender von Walt Disney, ließ es sich nicht nehmen, die frohe Kunde persönlich zu überbringen: Joss Whedon wird bei Avengers 2 erneut auf dem Regiestuhl Platz nehmen und zuvor auch das Drehbuch für das Sequel verfassen. Er erhält damit die größtmöglich kreative Freiheit im Bezug auf dieses Projekt. Whedon unterschrieb einen Exklusiv-Vertrag mit Disney mit einer Laufzeit von drei Jahren, wird sich also bis 2015 ausschließlich mit den Superhelden des Marvel-Universums beschäftigen. Zum Vertrag gehört auch, dass er zur Phase 2, die mit Iron Man 3 nächstes Jahr eingeläutet wird, kreativ beitragen soll. 

Dies klingt recht vage, weshalb bereits darüber spekuliert wird, wie dieser Beitrag denn konrekt aussehen soll. Denkbar ist, dass Marvel Joss Whedon als zentrale Instanz in kreativen Belangen einsetzt, eine Art Mastermind, bei dem alle Fäden, die Inhalte der Streifen betreffend, zusammenlaufen. Dies würde ja auch Sinn machen, denn Iron Man 3, Cap 2 und Thor 2 steuern bekanntlich wieder auf Avengers 2 hin, weshalb eine ordnende Hand von Nöten wäre. Möglicherweise soll Whedon sich auch in der Frage einbringen, welche Helden man in den nächsten Jahren auf die Leinwand bringen sollte.

Wesentlich konkreter ist hingegen ein anderer Teil des Jobs, den Whedon demnächst erledigen soll: In Zusammenarbeit mit dem Sender ABC, der ebenfalls Disney gehört, soll eine neue Live-Action TV-Serie an den Start gebracht werden. Über dieses Projekt hatte es bereits Ende Juli erste Berichte gegeben (Link). Nun hat man mit Whedon, der ja durchaus erfahren im Entwerfen von TV-Serien ist (er schuf Buffy, Angel, Firefly und Dollhouse), einen Mann bei der Hand, der dieses Format in erfolgreiche Bahnen lenken soll. 

Die Zukunft von Marvel im Kino und im Fernsehen wird also in der nächsten Zeit deutlich die Hanschrift von Joss Whedon tragen.


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