SF-Autor Ray Bradbury verstirbt mit 91 Jahren


Die Welt der Science-Fiction ist um eine große Persönlichkeit ärmer, denn der amerikanische Schriftsteller und Drehbuchautor Ray Bradbury ist tot. Nach Angaben seiner Tochter Alexandra starb er bereits am Dienstagabend in Kalifornien. Bradbury wurde 91 Jahre alt. 

In den 1950er-Jahren wurde der Autor mit Science-Fiction-, Horror- und Fantasy-Romanen bekannt. Der Durchbruch gelang ihm 1950 mit dem Buch Die Mars-Chroniken, das eine fiktive Kolonisierung des Planeten in den Jahren 1999 bis 2026 beschreibt. Das Werk wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Bradburys berühmtester Roman ist sicherlich Fahrenheit 451, der bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. Er spielt in einem Staat, in dem es bereits ein schweres Verbrechen darstellt, Bücher zu lesen oder gar zu besitzen. 

Bradbury schrieb neben Romanen und unzähligen Kurzgeschichten auch Drehbücher, so zum Beispiel für den Film Moby Dick (1956) sowie für die Fernsehserie Twilight Zone stammt aus der Feder des US-Amerikaners. Für den SF-Klassiker It Came from outer Space (dt.: Gefahr aus dem Weltall) schrieb er ein Treatment, dass bereits so perfekt war, dass der später als Drehbuchautor geführte Harry Essex kaum noch etwas ändern musste. 

Bradbury, der nie eine Universität besuchen konnte und seine ersten Werke auf einer geliehenen Schreibmaschine verfassen musste,  erhielt für seine Werke zahlreiche Preise und Auszeichnungen. So wurde er unter anderem im Rahmen der Pulitzer-Preis-Verleihung 2007 in New York für sein Lebenswerk geehrt. 

Nicht nur die Science-Fiction Fans werden Bradbury nie vergessen.

0 Kommentare: