Rezension: Jack Slaughter 16 - Asmodianas Todesring (Folgenreich)


Mitte Oktober 2011 rezensierte ich an dieser Stelle die fünfzehnte Folge der Hörspielserie Jack Slaughter – Tochter des Lichts mit dem Titel Bedrohung aus dem All. Am 20. Januar kam nun mit Jack Slaughter 16: Asmodianas Todesring die nächste Episode in die Läden und da mir der Vorgänger sehr gefallen hatte, war dies Grund genug, erneut einen Blick über den Tellerrand zu werfen.

In Teufels Küche ist im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los, denn Lady Asmodiana und ihr Gemahl lassen sich scheiden, was den Herrn der Unterwelt ziemlich teuer zu stehen kommt. Die Hölle und die Hälfte aller Einnahmen (sprich: Verlorene Seelen) gehen an die unerbittliche zukünftige Ex-Gattin. Dieser Reichtum ist Asmodiana jedoch noch lange nicht genug: Sie strebt nach Ruhm und Unehre und verspricht im Bewusstsein ihrer Unbesiegbarkeit jedem, der sie in einem Turnier bezwingt, einen Wunsch zu erfüllen. Um seine totgeglaubten Eltern zu retten, stellt sich Jack Slaughter mit Barbiepuppe Ponytail zum Kampf. Aber auch Professor Doom, der hofft, seine Seele zurück zu gewinnen, meldet sich nebst Coach Basil Creeper und einer großen Kanne Kaffee zum Turnier an.

Jack Slaughter wird vom Label Folgenreich als Horror-Sitcom beworben und dieser Einschätzung kann man sich nach dem Anhören des jüngsten Hörspiels der Serie auch in vollem Umfang anschließen, wenngleich es eher jungen Hörern gruseln dürfte, während für das erwachsene Publikum der Spaß an den grotesken Situationen, den witzigen Dialogen und zahlreichen Anspielungen im Vordergrund stehen dürfte. Beide Fraktionen werden während der 65 Minuten Spielzeit gut bedient, denn die Handlung ist flott inszeniert und lässt somit keine Langeweile aufkommen. Angesichts der Altersfreigabe ab 12 Jahren ist die physische Gewalt ist auf ein vertretbares Minimum reduziert, wobei es manche Szenen durchaus in sich haben. Dennoch hat man sich hörbar bemüht, bestimmte Grenzen nicht zu überschreiten, damit Jack Slaughter nicht in ungewollte Gefilde abrutscht. Das Skript von Lars Peter Lueg ist erneut als kurzweiliger Mix aus Horror und Humor angelegt und gerade mit letzterem wird so manche Situation entschärft, ehe sie komplett ins Absurde abgleitet. Horror und Sitcom sind zwei Genres, die doch recht weit auseinander liegen und der Balanceakt zwischen den beiden ist nicht ganz einfach. Dem Autor kann man jedoch bescheinigen, dass ihm dieser ganz gut gelungen ist. Herausgekommen ist eine Story, welche die Aufmerksamkeit des Publikums nicht überstrapaziert, diejenigen allerdings gut unterhält, die sich auf sie und die bunt schillernden Charaktere einlässt. Dabei machen nicht nur die Protagonisten sehr viel Spaß, sondern auch ihre Gegenspieler wissen mit ihren Marotten und Attitüden zu gefallen Wirklich eine ungewöhnliche Truppe, die sich da in Jacksonville versammelt hat.

Was die Besetzung von Jack Slaughter 16: Asmodianas Todesring angeht, so gibt sich die Produktion absolut keine Blöße. Angeführt Simon Jäger als Jack Slaughter präsentiert sich ein homogener Cast, dem wie zuvor auch Till Hagen, Thomas Nero Wolff, Ulrike Stürzbecher, David Nathan und Arianne Borbach angehören. Als Hohepriester Chang ist diesmal Viktor Neumann zu hören und Denise Gorzelanny verkörpert großartig Lady Asmodiana. Lutz Mackensy, Gisela Fritsch, Fang Yu, K.Dieter Klebsch, Rainer Fritzsche und Andy Matern runden die überzeugende Sprecherriege ab. Auch in puncto Sounddesign, Regie und Schnitt hinterlässt dieses Hörspiel einen sehr guten Eindruck. LPL Records hat erneut sehr sauber gearbeitet.

Jack Slaughter 16: Asmodianas Todesring ist eine Produktion, die sehr viel Spaß macht und sich damit als kurzweilige Hörspielunterhaltung empfiehlt.


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