Akira: Realverfilmung steht vor dem Aus! Kann Jonathan Nolan sie retten?


Eigentlich sah es zwischenzeitlich ganz so aus, als könnte es endlich klappen mit einer Realverfilmung des bekannten Animes Akira: Warner Bros. hatte mit Jaume Collet-Serra einen engagierten Regisseur gefunden und nach Streichungen betrug das Budget gerade einmal noch moderate 90 Mio. Dollar, womit man die Vorgaben des Studios traf. Zudem konnte mit Garrett Hedlund ein erster Hauptdarsteller für den Film präsentiert werden, der SF-Fans aus dem Streifen Tron: Legacy bekannt ist. Seit letzter Woche sind jedoch dunkle Wolken über dem Projekt aufgezogen und es ist fraglich, ob und wie es mit der Realverfilmung weitergehen wird.

So berichtet der Blog Heat Vision, dass Warner die Produktionsbüros in Vancouver hat schließen lassen, alle Angestellten wurden vorerst nach Hause geschickt. In den nächsten zwei Wochen wollen der Regisseur und die Produzenten sich das Skript noch einmal vornehmen. Ihr Ziel: Noch mehr Geld sparen! 

Angeblich soll die Zielvorgabe dieses Mal sein, das Budget des Streifens um erneut 20 bis 30 Millionen Dollar zu senken. Was die Gründe für diese Forderung angeht, so munkeln Insider, dass Warner nicht daran glaubt, dass ein Streifen ohne einen kassenstarken Star den bislang veranschlagten Etat wieder einspielen kann. Garrett Hedlund ist zwar gut, aber kein Kassenmagnet, was auch für Michael Pitt gilt, der als Kandidat für die Besetzung der zweiten männlichen Hauptrolle gehandelt wird, bislang aber nicht unterschrieben hat. Auch auf  Kristen Stewart (Twilight), Ken Watanabe (Inception) und Helena Bonham Carter trifft dies zu, die ebenfalls umworben werden, aber immer noch nicht zugesagt haben. Zwar hat es nicht an Versuchen gefehlt, einen großen Namen für das Projekt zu begeistern (ursprünglich sollte Keanu Reeves die Hauptrolle spielen und auch Chris Pine war im Gespräch), doch alle Versuche blieben ergebnislos. Als Konsequenz soll nun an der Kostenschraube deutlich gedreht werden.

Parallel zieht man aber wohl auch in Betracht, es mit einem neuen Skript zu versuchen, das den Budgetvorgaben entsprechen soll. So meldet nun Variety, dass Jonathan Nolan (The Dark Knight Rises, Person of Interest) und Michael Green (Green Lantern) ganz oben auf der Wunschliste des Studios für einen neuen Anlauf stehen sollen für den Fall dass es in den kommenden vierzehn Tagen nicht gelingt, das bisherige Skript auf die neuen Anforderungen zu zuschneiden. Wenn man bedenkt, dass Regisseur Albert Hughes (Book of Eli), der den Film ursprünglich inszenieren sollte, einen finanziellen Rahmen von 180 Millionen Dollar veranschlagt hatte, kann man sich vorstellen, dass es fast ein Ding der Unmöglichkeit ist, die Adaption von Akira mit einem Drittel der Summe zu stemmen.

Noch will Warner Akira nicht abschreiben, doch die Chancen, dass wir endlich eine Realverfilmung des Stoffes sehen, scheinen wieder in weite Ferne gerückt. Die nächsten Wochen werden darüber entscheiden, wie es mit dem Projekt weitergeht. Daumen drücken ist also angesagt.


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