Die "Space View" ist tot ! Oder doch nicht ?


Am Mittwoch vergangener Woche veröffentlichte Autor und Redakteur Christian Humberg auf seiner Internetseite einen Artikel, aus dem hervorging, dass der Heel Verlag die Space View mit der aktuell vorliegenden Ausgabe einstellt (siehe Cover rechts). Auch ich berichtete darüber und äußerte mich zu den möglichen Gründen für das Aus der Publikation, die sich immerhin 15 Jahre lang am Markt halten konnte (Link).

Obwohl es bislang so aussah, scheint der Heel-Verlag mit dem Thema Space View doch noch nicht ganz durch zu sein, denn auf der Website von SF-Radio erschien heute ein Statement von Claudia Kern, die seit mehreren Jahren zur Redaktion der Zeitschrift gehört.

Demnach hat gestern ein Treffen mit dem Verlag stattgefunden, in dem es um die Einstellung der Space View ging. Die Verlagsleitung soll sich dahingehend geäußert haben, dass das Magazin nicht einfach verschwinden werde, sondern  nur in seiner bisherigen Form (also als ein vier Mal im Jahr erscheinendes Printmagazin) am Ende sei. Allerdings scheint der Verlag andere Möglichkeiten für ein Weiterleben der Space View zu sehen, denn angeblich gäbe es Optionen, die man in den nächsten Wochen noch diskutieren wolle. Worin diese Optionen bestehen sollen, wurde den anwesenden Redakteuren nicht näher erläutert. Auch einen Zeitpunkt, wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, wollte man nicht nennen. 

Diese Meldung regt natürlich zu Spekulationen an, wie eine Space View 2.0 aussehen und in welchem Medium sie erscheinen könnte. Da der Heel-Verlag überwiegend Bücher veröffentlicht, könnte die Space View vielleicht als Jahrbuch weitergeführt werden. Dem Problem, in Sachen Aktualität mit dem Internet konkurrieren zu müssen, ginge man so aus dem Weg. Auch könnten die Artikel von der längeren Vorbereitungszeit und der damit verbundenen tieferen Recherche profitieren. 

Es würde hingegen auch nicht überraschen, wenn Heel die Chancen der Space View als E-Paper ausloten würde, nachdem man zuletzt im Kampf Print vs. Internet unterlegen war. Sollte man wirklich die Zukunft im Wold Wide Web sehen, hätte man allerdings großen Nachholbedarf. Zwar hat die Space View eine eigene Internetseite, dort ist aber bis jetzt immer noch nichts davon zu sehen, dass die Zeitschrift in ihrer bisherigen Form nicht weitergeführt wird. Selbst der Bereich der Seite, wo man online ein Abo abschließen kann, ist noch aktiv. Webkompetenz sieht anders aus.

Es bleibt abzuwarten, in welche Richtung der Heel-Verlag das SF-Magazin steuern wird. Eines ist auf jeden Fall klar: Sollte die Space View, egal in welcher Form, wieder zurückkommen, dann wird es die letzte Chance sein, die der Verlag ihr geben wird. Scheitert der Relaunch, ist das Ende der Space View endgültig besiegelt. 


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