Rezension: Jack Slaughter 15 - Bedrohung aus dem All (Folgenreich)


Am kommenden Freitag (21. Oktober 2011) geht die Hörspielserie Jack Slaughter – Tochter des Lichts des Labels Folgenreich in eine neue Runde. Zwar eigentlich als Horror-Sitcom beworben, weckt der Titel Bedrohung aus dem All, den die Folge 15 trägt, aber auch das Interesse von Science-Fiction Fans. Deshalb nun an dieser Stelle ein genauerer Blick auf die Produktion.

Ein Meteorit ist in Jacksonville eingeschlagen. Die Regierung versucht etwas zu vertuschen. Als nach und nach die Kämpfer für das Gute nicht mehr sie selbst sind, wird eines klar: Die Körperfresser sind gelandet! Nur Bob, der eigentlich Robert Stark heißt und ein erfahrener Weltraum-Cop ist, kann die Gefahr aus dem Weltraum abwenden. Doch reicht ein einzelner Mann aus, um gegen eine ganze Armee von Gehirnsoldaten anzutreten? (Klappentext)
 
Dass man es mit einer Serie zu tun hat, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt, macht schon das Intro klar. Wirft man darüber hinaus einen kurzen Blick auf die Namen der Charaktere des Hörspiels, dann verstärkt sich dieser Eindruck noch deutlich, denn eine Geschichte, in der Figuren wie Jean-Claude van Helsing oder Professor Doom auftauchen, kann nur auf die Lachmuskeln des Publikums abzielen. Vom Barbesitzer Mr. Ming oder Chuck Novak, dem Bruder von Dr. Kim Novak (bei Filmsfans klingeln bereits die Alarmglocken) ganz abgesehen. So ist es auch keine Überraschung, dass sich die Handlung insgesamt sehr leichtfüßig gibt und die Aufmerksamkeit der Hörer dabei auch nicht überstrapaziert. Folgenreich hat mit dieser Serie eindeutig ein jüngeres Publikum im Blick, doch auch als Erwachsener fühlt man sich die 59 Minuten Laufzeit über gut und kurzweilig unterhalten. Der Plot ist eine Variante des bekannten Bodysnatcher-Themas, welches nun auf das Jack Slaughter-Universum angewendet wird. Zwar büßen die außerirdischen Invasoren deshalb einen Teil ihres bedrohlichen Charakters ein, doch mit einer kräftigen Prise Humor wird dieses Manko schnell wieder ausgeglichen. Die Story wird gradlinig erzählt und steuert zielbewusst auf ihr actiongeladenes Finale zu. Die zahlreich einbauten Gangs zünden in der Regel ganz ordentlich, das Horrorelement ist in Jack Slaughter 15 nicht sonderlich stark ausgeprägt bzw. es gruselt wohl eher die jungen Fans ab 12 Jahre.

Lars Peter Lueg, der als Autor für dieses Hörspiel verantwortlich zeichnet, nutzt die SF-Thematik für eine Reihe von Anspielungen auf bekannte Serien oder Filme, wie zum Beispiel Star Trek und dessen Fandom. Mit dem Weltraumcop Robert Stark greift er darüber hinaus ein weiteres beliebtes Motiv der Science-Fiction auf. Lueg kennt sich offensichtlich in der Materie ganz gut aus.

Dass Stark sich an einer Stelle im Hörspiel sagen lassen muss, er klinge wie James Bond, kommt dabei nicht von ungefähr, denn für diese Rolle wurde Dietmar Wunder, die deutsche Stimme von Daniel Craig verpflichtet. Auch der Rest der Besetzung kann mit Till Hagen, David Nathan, Sven Plate, Simon Jäger, Arianne Borbach, Andy Matern, Michael Pan, Lutz Mackensy, Thomas Nero Wolff, Ulrike Stürzbecher und anderen absolut sehen lassen. Auch das Sounddesign und die Musik sind von hoher Qualität und geben keinen Anlass zur Klage.


Jack Slaughter 15 – Bedrohung aus dem All ist eine unterhaltsame Produktion, ein gefälliger Horror-Sitcom Happen mit einer Prise Science-Fiction, den man sich gerne auch noch ein zweites Mal anhört.


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