2075 - Verbrannte Erde: Zukunftsszenario heute Abend im ZDF

Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender eine besondere Fähigkeit haben, dann besteht diese darin, interessante Filme auf denkbar ungünstige Sendeplätze zu legen. Ein schönes Beispiel in der Film 2075 - Verbrannte Erde, den das ZDF heute ab 23:30 Uhr zeigt.

Es ist das Jahr 2075. Zehn Milliarden Menschen leben auf der Erde, der Großteil davon in Städten. Die globale Durchschnittstemperatur ist im Vergleich zur Jetzt-Zeit um vier Grad gestiegen. Dadurch hat sich nicht nur die Flora und Fauna verändert, sondern auch die Tierwelt. Zahlreiche Tierarten wie Gorillas, Tiger oder Wale gelten bereits als ausgestorben. Das Wetter ist immer unbeständiger geworden. Auf dem afrikanischen Kontinent herrscht neben großer Hitze eine Dürre, die die Bevölkerung gen Norden flüchten lässt. Dort sorgt sintflutartiger Regen in regelmäßigen Abständen für Überschwemmungen und Klimakatastrophen. 

Die Vorhersagen der Klimaforscher sind 65 Jahre in der Zukunft Wirklichkeit geworden. Die Dokumentation beschreibt vier Schicksale in vier Regionen dieser Zukunftsvision und zeigt welche Auswirkungen der Klimawandel auf ihr Leben hat.  

  
(Bilder: Copyright ZDF)

Der Film ist eine deutsch-kanadisch-französische Koproduktion. In den Hauptrollen sind Nancy Tate, Tantoo Cardinal, Vernon Dobtcheff , David Lahaye und Carrie Colak zu sehen.

Ein hochaktueller Film, der ein größeres Publikum verdient hätte, als er zu nachtschlafender Zeit wohl erreichen wird. Schade.

Kommentare:

  1. Gern geschehen. Es würde mich interessieren, wie dir der Film gefallen hat.

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  2. Also mir hat er nicht gefallen. Ich bin dabei eingepennt.Erstens war es eine dieser neuen Mischungen aus dokumentarischen und erzählenden Elementen. Liegt wohl daran, dass man meint, Zuschauer würden keine Informationen ohne Story mehr verkraften. Außerdem hatte der ständige Kommentar aus dem Off den ziemlich penetranten und belehrenden Unterton der Weltverbesserer. War echt nicht mein Fall. Außerdem: Weil es wärmer wird, wird es kälter - neueste Erkenntnis der Klimaforscher!

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  3. Vielen Dank für deine Einschätzung. Leider ist der Film aus meiner Sicht eine vergebene Chance, weil drei Handlungsstränge für die kurze Laufzeit einfach zu viel waren. Kaum einer wurde richtig entwickelt. Der Plot um die Forscherin in Kanada machte irgendwie wenig Sinn.

    Das Hauptroblem des Films war aber, dass er nicht richtig wusste, was er eigentlich wollte. Statt ein total düsteres Bils zu zeichen, schwebte über der Story irgendwie auch das Feeling von "es geht schon irgendwie weiter". Wenn man schon keinen Wein mehr anbauen kann, dann eben Orangen. Um wirklich aufrütteln zu können, war mir der Film nicht konsequent genug. Schade.

    Technisch gesehen, auch wenn dies hier nicht im Vordergrund stand, war er hingegen gut gemacht, denn die CGIs waren professionell ausgeführt.

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  4. Wie gesagt, allzu viel verpasst hast du nicht :-)

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  5. Ich finde den Film toll, aber natürlich muss die Deutsche Fassung wieder mal total verkürzt sein - viele gute Szenen, die in anderen Ländern gezeigt wurden wurden einfach weggelassen!

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  6. Ich wusste gar nicht, dass es alternative Schnittfassungen des Films gibt. Da muss ich doch einmal recherchieren, wo man die bekommen bekommen kann.

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