Quoten: Fringe und Co. mit schwachen Zahlen, 24 floppt weiter

Letzte Woche startete Human Target äußerst vielversprechend im Rahmen des Mystery-Montag bei ProSieben. Diese Woche folgte jedoch der jähe Absturz. Damit war die Serie jedoch nicht allein. Auch Fringe und Supernatural zeigten sich von ihrer schwachen Seite. Zu späterer Stunde konnte auch der Start der achten Staffel von 24 bei Kabel Eins nicht überzeugen.


So lief der Abend (Veränderungen zur Vorwoche):

Der Abend bei Prosieben begann mit einer neuen Folge von Fringe. Nachdem es in den letzten Wochen recht gut aussah, schauten gestern nur insgesamt 1,97 Mio. Menschen die Episode (-0,42 Mio.). Der Marktanteil am Gesamtpublikum lag mit 6,2 Prozent sogar unter Senderschnitt (-1,1%). In der Zielgruppe verlor man ebenfalls an Reichweite und unterhielt 1,55 Mio. werberelevante Zuschauer (-0,22 Mio.). Die Quote konnte sich mit 12,3 Prozent gerade noch über Senderschnitt halten (-0,9%).
Auch bedingt durch das schwache Lead-In musste Human Target erheblich Zuschauer abgeben. Insgesamt waren 1,96 Mio. Menschen dabei (-0,87 Mio.), was für einen Marktanteil von 6,5 Prozent reichte (-2,6%), er damit leicht unter Senderschnitt lag. In der Zielgruppe zeigte sich ein ähnliches Bild. Hier wollten 1,45 Mio. Zuschauer die neue Folge sehen (-0,62 Mio.). Mit 11,5 Prozent Marktanteil konnte man lediglich eine unterdurchschnittliche Quote einfahren (-1,8%).
Supernatural konnte sich nur bedingt gegen den Trend stemmen und konnte mit insgesamt 1,41 Mio. Zuschauern (-0,30 Mio.) den Senderschnitt von 6,7 Prozent beim Gesamtpublikum zumindest halten (-1,0%). In der Zielgruppe erreichte man 1,11 Mio. Fans (-0,26 Mio.) und musste sich mit einer Quote von 11,9 Prozent begnügen (-1,6%), die damit leider wieder unter den Senderschnitt fiel.

Bei Kabel Eins begann gestern die Ausstrahlung der achten und damit letzten Staffel von 24. Nachdem die siebte Staffel am Donnerstag nur mit begrenztem Erfolg lief, versucht man es nun auf einem neuen Sendeplatz. Doch eine Besserung stellte sich nicht ein. 
Den Staffelauftakt sahen insgesamt 0,72 Mio. Menschen, was einem Marktanteil von 3,3 Prozent entspricht. Den Senderschnitt konnte man auf diese Weise nicht erreichen. Dies gilt auch für die Zielgruppe, wo 0,42 Mio. Fans lediglich eine Quote von 4,4 Prozent bedeuteten.
Die zweite Folge des Abend wurde dann von insgesamt 0,53 Mio. Menschen gesehen. Der Marktanteil kletterte bedingt durch den späten Sendeplatz auf 4,0 Prozent. In der Zielgruppe konnte man mit 0,29 Mio. Fans eine Quote von 4,8 Prozent realisieren.


Ausblick:

Nächste Woche bekommen alle Serien die Chance sich zu steigern. In der Zwischenzeit wurde bekannt, dass ProSieben darüber nachdenkt, nach dem Ende der aktuellen Staffel von Fringe immer montags Doppelfolgen von Human Target zu zeigen. Ob es bei diesem Plan bleibt, ist derzeit noch offen.


Fazit:

Keine der besprochenen Serie hat sich gestern mit Ruhm bekleckert. Besonders deutlich fielen die Verluste von Human Target aus, doch ist ein deutlicher Rückgang der Zuschauerzahlen in der ersten Woche nach Serienstart nicht ungewöhnlich. Verstärkt wurde dieser Prozess durch das schwache Lead-In in Form von Fringe. Die achte Staffel von 24 befindet sich bereits zum Staffelstart im Quoten-Nirvana. Es wäre erstaunlich, wenn der Marktanteil sich nächste Woche signifikant verbessern würde. Aber es geschehen ja immer noch Wunder.


Quelle: Zuschauerzahlen im Teletext (erhoben von der GfK)

Kommentare:

  1. Kann man bei einer Serie wie 24 denn auf die Quoten schauen? Ich habe die Serie bis einschließlich Staffel 6 gesehen, mir aber keine einzige Folge im TV angeschaut, da ich keine Senderlogos, Einblendungen, Werbepausen, etc. mag. Ich habe immer gewartet bis die Serie dann als DVD erschienen ist und sie mir dann in Ruhe und unterbrechungsfrei angeschaut. Vielleicht machen das ja gerade bei US Serien immer mehr Leute so und vielleicht kann man daher anhand der Quoten im TV den Erfolg einer Serie zumindest im deutschen TV nicht mehr so gut messen.^^

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  2. @ sawmaniac,

    da es heute neben der TV-Ausstrahlung viele Wege gibt, sich eine Serie anzuschauen, kann man deren Erfolg nicht unbedingt allein an der Einschaltquote festmachen.

    Doch neben den ausgemachten Serienfans, die bereit sind, ihr Geld für Staffelboxen auszugeben, oder sich die Episoden aus dem Netz ziehen, gibt es das allgemeine Fernsehpublikum, das immer noch die Masse ausmacht und sich jeden Tag überlegt, womit es sich den Feierabend vertreiben will. Dies ist die Gruppe, die ich betrachte, wenn ich mich mit den Quoten beschäftige.

    Einer der Gründe für dieses Vorgehen liegt auch darin, dass für dieses Publikum unabhängig ermittelte Zahlen gibt. Wie oft eine Serie sich als DVD-Box verkauft hat oder auf der Website des TV-Senders angesehen wurde, ist nicht immer eindeutlig zu ermitteln bzw. die Zahlen werden nicht immer veröffentlicht.

    Ich teile deine Ansicht, dass es für deutsche TV-Sender immer schwieriger werden wird, US-Serien zum Erfolg zu machen, da zunehmend Zuschauer auf andere Vertriebswege ausweichen.

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