US-Luftwaffe testet eigenen Raumpendler

In der vergangenen Nacht hat die US-Luftwaffe mit einer Trägerrakete vom Typ Atlas V erstmals einen militärischen Raumpendler von Cape Canavaral aus ins Weltall geschossen.

Das unbemannte Testvehikel mit der Bezeichnung X37B – OTV hat eine Länge von neun Metern und soll in der Lage sein, bis zu neun Monate in rund 900 Kilometern Höhe in der Umlaufbahn zu verweilen. Der Rückflug erfolgt dann mittels Autopilot. bzw. Fernsteuerung. Das Landemanöver, genannt Touchdown, wurde bereits in der Vergangenheit erfolgreich geprobt.

Welchen Stellenwert die US-Regierung dem Projekt zumisst, lässt sich auch daran ablesen, dass man angeblich mehrere 100 Millionen Dollar für die Entwicklung der X37B locker gemacht hat. Über die Einsatzmöglichkeiten des Raumpendlers kann man derzeit nur Spekulieren. So könnte er dazu genutzt werden, um eigene Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen. Aus anderen Quellen ist zu entnehmen, dass es auch denkbar wäre, dass das Raumschiff Anti-Satelliten-Waffen ins Weltall befördern könnte.

Ob der jetzt gestartete Testträger bereits eine Fracht an Bord hatte, unterliegt der Geheimhaltung.


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