Review: Torchwood Folge 1: Wie alles begann

Diese Review verzichtet weitgehend auf Spoiler! Allerdings gehe ich auf die grundsätzlichen Punkte der Handlung näher ein.

Am letzten Mittwoch (11. März 2009) begann der Sender RTL II mit der Ausstrahlung der englischen Serie
Torchwood. Die erste Staffel umfasst 13 Folgen. Derzeit wird an der dritten Staffel der Serie gearbeitet.


Die Story:


Im walisischen Cardiff stößt die junge Polizistin Gwen Cooper bei ihren Recherchen in einer Mordserie auf die Geheimorganisation
Torchwood und ihren mysteriösen Anführer Captain Jack Harkness. Die Aufgabe von Torchwood besteht darin, das Vereinigte Königreich vor der Bedrohung durch Außerirdische zu beschützen, die durch einen Dimensionsriss, der unter der Stadt verläuft, in unsere Welt kommen. Gemeinsam mit Jack Harkness gelingt es Gwen Cooper die Mordserie aufzuklären. Von ihren Fähigkeiten beeindruckt, bietet Harkness ihr die Mitgliedschaft in seinem Team an.


Kritik:


Die Serie
Tochwood ist ein Spin-Off von Doctor Who, was man zunächst für einen Nachteil halten könnte, denn Doctor Who lief zwei Staffeln lang mit nur geringem Erfolg bei ProSieben. Allerdings ist Torchwood absolut eigenständig und fordert deshalb vom Zuschauer keinerlei Vorkenntnisse.

Wer auch
Doctor Who gesehen hat, der wird sich über manch dezente Referenz an die Serie freuen. Wer völlig unbelastet einsteigt, dem wird alles erklärt, was zum Verständnis notwendig ist.

Die Serie wendet sich an ein erwachsenes Publikum. Dies wird recht schnell klar, denn der Humor ist nicht nur britisch trocken, sondern zuweilen recht makaber oder auch morbide, was aber durchaus den Charme der Serie ausmacht.

Von den Charakteren wurden bislang hauptsächlich Jack Harkness und Gwen Cooper näher beleuchtet, doch auch die sonstigen Figuren offenbaren bereits interessante Züge. Gwen Cooper, die von Eve Myles gespielt wird, steht hier stellvertretend für die Zuschauer. Genau wie diese stolpert sie in eine Parallelwelt, deren Existenz sie erst einmal verarbeiten muss. Doch schlägt sie sich sehr tapfer. Gerade die Tatsache, dass die ein echter Normalo ist, macht die nicht nur sympathisch, sondern erlaubt es, sich schnell mit ihr zu identifizieren.

Captain Jack Harkness gibt den Geheimnisvollen, der immer etwas über den Dingen steht. Dabei bleibt er gerade Gwen gegenüber immer charmant. Eine sehr sympathische Figur. Schauspieler John Borrowman, der Harkness auch schon in
Doctor Who gespielt hatte, kann in dieser Rolle absolut überzeugen. Dies gilt auch für den Rest des Casts.

Die Folge ist sehr zügig inszeniert und hat auch in Puncto Action etwas zu bieten. Die Spezialeffekte bewegen sich auf gutem Niveau.
Der Handlungsort Cardiff ist erfrischend unverbraucht und bietet ein tolles Setting für die Serie.


Fazit:


Die erste Folge ist ein guter Start für
Torchwood und macht Lust auf mehr. Gerade Fans der Science-Fiction, die sonst hauptsächlich amerikanische Produktionen zu sehen bekommen, dürften Torchwood als gelungene Abwechslung begrüßen.

0 Kommentare: