Hörspielrezension: «Mark Brandis - Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas» (Folgenreich/Interplanar)


1966 unternahmen Cliff Allister McLane und die Besatzung des schnellen Raumkreuzers Orion in Folge 3: Hüter des Gesetzes der kultigen SF-Fernsehserie Raumpatrouille einen Abstecher zum Planetoiden Pallas, um Unregelmäßigkeiten in Zusammenhang mit einer dort angesiedelten Bergwerkskolonie auf den Grund zu gehen. Heute nun, 50 Jahre später, verschlägt es den jungen Mark Brandis in Mark Brandis – Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas ebenfalls dorthin. Und wenngleich er es im Unterschied zu McLane nicht mit revoltierenden Robotern zu tun bekommt, so steht ihm doch alles andere als ein Spaziergang bevor. Das Hörspiel hat eine Laufzeit von ca. 54 Minuten und kommt heute offiziell in den Handel.

Mark Brandis und Rodrigo Rojas sind zum Dienst auf einer verlassenen Raumstation im Inneren des Asteroiden Pallas abgestellt. Als beide sich bereits an die langweilige Routine gewöhnt haben, lässt ein vermeintlicher Republikenangriff auf die afrikanische Stadt Nairobi und JUSTITIA bei Mark alle Alarmglocken läuten. Sind Attentäter vielleicht schon unterwegs, um ihn als Augenzeugen des Mordes an Präsident Bähler zu beseitigen? Den beiden Raumkadetten bleibt nur wenig Zeit, um sich auf alle Möglichkeiten vorzubereiten ... (Klappentext)

Im Bereich der Fernsehserien kennt man den Begriff der Bottle Episode. Dabei handelt es sich um Folgen, die ausschließlich in bestehenden Sets und mit einem Minimum an Darstellern (zumeist nur der Stammbesetzung) realisiert werden. Ein typischer Vertreter einer Bottle Episode wäre beispielsweise eine Geschichte, in der zwei Hauptdarsteller in einem Lift festsitzen und sich über frühere Erlebnisse austauschen, während sie darauf warten, dass eine Rettungsmannschaft sie aus ihrer misslichen Lage befreit. Gedreht werden solche Bootle Episodes aus organisatorischen, kreativen und auch aus finanziellen Gründen - zum Beispiel dann, wenn Geld eingespart werden muss, weil andere Folgen durch Außendrehs, namhafte Gaststars oder viele Statisten überdurchschnittlich teuer in der Herstellung waren.

Als Hörspielserie benötigt Mark Brandis – Raumkadett natürlich keine Sets und hat auch keinen Bedarf an Aufnahmen außerhalb des Studios, doch fühlt sich Folge 9: Endstation Pallas zunächst wie eine Bottle Episode an. Der Plot ruht quasi ausschließlich auf den Schultern von Mark Brandis (Daniel Claus) und Rodrigo Rojas (Arne Kapfer); einzig der Part von Katrin Decker als Valéria Alvarez fällt noch etwas größer aus. Der Rest der Besetzung (Leon Boden, Marius Clarén, Sebastian Kluckert u.a.) absolviert nur Kurzauftritte. Kammerspielartig isoliert die Handlung die beiden Protagonisten in einer verlassenen Forschungsbasis auf Pallas, von Lt. Mercier, den Brandis und Rojas dort ablösen, bezeichnet als „die langweiligste Station diesseits des Saturn“. Doch weil es eben „unser (gemeint ist: die Union) Stückchen Irgendwas im großen Nichts innerhalb eines halbhohlen Asteroiden“ ist, wie Mercier sich ausdrückt, muss sie vor dem Zugriff durch die Republiken geschützt werden, da der Konflikt zwischen den beiden Machtblöcken auf der Erde weiterhin keiner friedlichen Lösung entgegensieht. Die Tristesse an Bord der Station vermag das Hörspiel gut zu vermitteln, ehe der Angriff auf Nairobi und die Zerstörung von JUSTITIA der Geschichte eine überraschende Wendung sowie eine ganz neue Dynamik gibt, weil Brandis' Abkommandierung auf diesen entlegenen Posten plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheint. Während Brandis schwant, was auf ihn zukommt, ist Rojas komplett ahnungslos und muss daher erst einmal ins Bild gesetzt werden. Die perfekte Gelegenheit für die Story, den Bogen bis ganz zu den Anfängen zurückzuschlagen und noch einmal zu rekapitulieren, wie das damals war, als Präsident Bähler starb (Folge 3: Tatort Astronautenschule), Brandis von Bengasi überraschend freigelassen wurde (ebenda) und wie er zusammen mit seinen Freunden bei JUSTITIA eine Zeugenaussage hinterlegt hat, die ihm bis jetzt die Verschwörer, die Bähler auf dem Gewissen haben, vom Hals hielt (Folge 6: Woran Du glaubst...). Auf diese Weise bekommt die Folge die Zeit herum bis zum Auftauchen der Antagonistin – einer Figur aus Folge 1: Aufbruch zu den Sternen, die nun ihr Comeback gibt. Getreu dem Motto: Wenn wir schon im Recap-Modus sind, dann auch konsequent. Ihr gegenüber geht Brandis zwar in einer für untypischen, extrem brutalen Gangart vor, doch Autor Balthasar v. Weymarn war so clever, Mark Brandis – Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas mit einer Einleitung durch den reifen Mark Brandis zu versehen, in der dieser zum Ausdruck bringt, sein damaliges Verhalten auf Pallas gehöre zu jenen Momenten, die ihm bis heute als Stein auf der Seele lägen.

Die diversen Rückbezüge auf vorangegangene Folgen sind natürlich ein Fest für regelmäßige Hörer, die sich zudem darüber freuen dürfen, dass der Handlungsstrang um die Verschwörung zur Ermordung von Präsident Bähler nun seinen Abschluss findet. Und Fans der Urserie werden dankbar zur Kenntnis nehmen, dass das Prequel immer erwachsener wird, indem es ethisch-moralische Fragen auswirft, ohne auf sie einfache Antworten zu geben. Zwar lässt sich Brandis' Vorgehen mit dem ehrbaren Ziel rechtfertigen, das er damit verfolgt. Doch heiligt der Zweck wirklich jedes Mittel? Zumal die „Behandlung“, die Brandis seiner Gegnerin angedeihen lässt, nicht der Phantasie des Autors entsprungen ist, wie dem Booklet zu entnehmen ist. Da kann einem ganz anders werden...

Mark Brandis – Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas unterscheidet sich im Aufbau her deutlich von den ersten beiden Geschichten der zweiten Staffel, womit die Serie ihre Flexibilität beweist. Der Plot ist dicht, setzt die richtigen Akzente und zeigt den jungen Mark Brandis einmal von einer anderen Seite, nämlich als einen Menschen, der in die Ecke gedrängt drastische Maßnahmen ergreift. Eine rundum gelungene Folge und aus meiner Sicht eine klare Hörempfehlung.



Mark Brandis - Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas ist eine Produktion von Interplanar für Folgenreich. Das Hörspiel ist ab dem 1. Juli 2016 offiziell im Handel erhältlich.



Gewinnspiel: «THINGS TO COME · Science · Fiction · Film»




Gewinnspiel zum Buch

THINGS TO COME 
Science · Fiction · Film



Das Science-Fiction-Genre boomt. Immense Budgets und klingelnde Kinokassen kennzeichnen seinen Siegeszug. Die unendlichen Weiten des Weltalls, Landungen auf fremden Planeten, Begegnungen mit Aliens sowie der technische und wissenschaftliche Fortschritt sind populäre Themen. Wie schon beim ersten Hype in den 1950er Jahren lassen sich in den Filmen zahlreiche Verweise auf gesellschaftliche Themen finden.

Das Buch Things to Come · Science · Fiction · Film gibt einen Überblick über das Genre und die Ursachen des aktuellen Erfolgs. Die Publikation versammelt unveröffentlichte Abbildungen und exklusive Werk- und Szenenfotos aus der internationalen Filmgeschichte. Anschauliche Beiträge sowie zahlreiche Interviews mit renommierten Experten komplettieren das Buch und schaffen einen ebenso unterhaltsamen wie reflexiven Zugang zum Genre Science-Fiction.



Mit freundlicher Unterstützung des Kerber Verlags verlose ich drei Exemplare des Buches, das anlässlich der Ausstellung Things to Come · Science · Fiction · Film (Laufzeit: 30. Juni 2016 bis 23. April 2017) der Deutschen Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen in Berlin erschienen ist.

Wer von Euch eines der drei Bücher gewinnen möchte, sollte die Antwort auf folgende Frage kennen: Wo findet die Ausstellung Things to Come · Science · Fiction · Film statt?



Die Teilnahmebedingungen: 

Das Gewinnspiel endet am 17. Juli 2016 um 23:59:59 Uhr. Um zu an der Verlosung teilzunehmen, schickt Ihr eine E-Mail mit der richtigen Antwort auf die Gewinnspielfrage, Eurer Adresse und dem Betreff "Things to Come" an die E-Mail-Adresse scifiwatchman@gmx.de. Nach dem Ende der Aktion werden von mir sämtliche personenbezogenen Daten komplett gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Auszahlung des Gewinns in bar ist nicht möglich. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren mit deutschem Wohnsitz. 


 Der SciFiWatchman wünscht euch viel Glück!

Buchbesprechung: «Things to Come · Science · Fiction · Film» (Kerber Verlag)


Von heute an und noch bis zum 23. April 2017 zeigt die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Berlin die Ausstellung Things to Come · Science · Fiction · Film. Pünktlich zur Eröffnung ist beim Kerber Verlag das begleitende Buch erschienen, das weit mehr ist als ein Ausstellungskatalog, sondern ein prächtiger, reich bebilderter Hardcoverband mit 176 Seiten Umfang, der dem Leser einen reflexiven Zugang zum Genre Science-Fiction ermöglicht.

Seit seinen Anfangstagen hat der Science-Fiction-Film das Weltall als schier grenzenlosen Forschungs- und Eroberungsraum für den Menschen präsentiert, gesellschaftliche Zustände sowie die Auswirkungen des technologischen Fortschritts kritisch reflektiert und der tief verwurzelten Angst vor dem Fremden in Form von Alien-Invasionen Ausdruck verliehen. Gleichzeitig haben sich die Filmschaffenden stets modernster technischer Mittel für die Gestaltung fremder Welten oder zukünftiger irdischer Gesellschaften bedient. Und während manche Autoren/Regisseure sich in ihrer Fabulierfreude von den immer neuen Erkenntnissen der Weltraumforschung unbeeindruckt geben, machen andere sie ganz bewusst zur Grundlage ihrer Produktionen. Interessante Wechselwirkungen, denen Kristina Jaspers, Nils Warnecke und Gerlinde Waz in dem von ihnen herausgegebenen Buch nachspüren. Die drei Kuratoren der Deutschen Kinemathek orientieren sich dabei an der Struktur der Ausstellung, die sich in die Abschnitte Der Weltraum, Die Gesellschaft der Zukunft und Der Fremde gliedert, und räumen jedem Teilbereich in etwa den gleichen Raum ein. Jedes Kapitel wird dabei von einer kurzen Einführung eröffnet, an die sich jeweils mehrere Essays und Interviews anschließen. Die Essays wurden sowohl von den Herausgebern selbst als auch von mehr als einem halben Dutzend weiterer Film- und Medienwissenschaftler, darunter Rolf Giesen, Beatrice Behn und Marc Bonner, verfasst; in den Interviews kommen Experten wie der Astronaut Ulrich Walter, der Production Designer Arthur Max (Prometheus, The Martian), der Robotik-Forscher Manfred Hild, der Drehbuchautor Lars Lundström (Real Humans) oder die Kostümbildnerin Monika Bauert (Enemy Mine) zu Wort, gewähren aufgeschlossen Einblick in ihre Arbeit und gehen darüber hinaus der Frage nach, was von dem, das heute noch Science-Fiction ist, in Zukunft tatsächlich Realität werden könnte.

Inspiriert durch zeitgemäße Ausstellungskonzepte, ist die Struktur des Buches weitgehend offen gestaltet. Dem Leser wird zwar eine Reihenfolge angeboten, in der er sich die einzelnen Themenbereiche erschließen kann, gleichzeitig steht es ihm frei, problemlos eigene Schwerpunkte zu setzen und eine persönliche Marschroute zu verfolgen. Doch ganz gleich, welchen Weg er einschlägt, stets sind eine große Zahl von teilweise seltenen Abbildungen sein Begleiter. Mit 205 farbigen und 15 schwarzweißen Fotos und Zeichnungen ist Things to Come · Science · Fiction · Film illustriert, wobei nicht allein die Menge und die getroffene Auswahl Lob verdienen, sondern auch die Platzierung innerhalb der Texte: Die Wechselwirkung zwischen Science Fact und Science-Fiction dokumentierend, sind beispielsweise ein Foto von Matt Damons Raumanzug aus The Martian und eines, das Dava Newman in dem von ihr entwickelten BioSuit zeigt, in unmittelbarer Nähe zu einander angeordnet, so dass der Leser sich auch unabhängig vom begleitenden Text selbst ein Bild davon machen kann, wie aktuelle technische Entwicklungen vom SF-Film aufgegriffen werden. Und eine Gegenüberstellung einer Aufnahme von Ulrich Walter im SpaceLab mit einem Szenenfoto aus Gravity macht deutlich, wie viel Wert die Filmemacher auf eine realistische Darstellung der Schwerelosigkeit an Bord einer Raumstation gelegt haben. Die Essays ihrerseits zeugen von der großen Fachkunde der Verfasser, die in ihren Texten einen eher nüchtern-sachlichen, mitunter auch wissenschaftlichen Sprachstil pflegen, der einen auch ohne den Blick ins mit Kurzbiographien ausgestatteten Autorenverzeichnis den beruflichen Background der Beteiligten erahnen lässt. Einer unterhaltsamen Lektüre steht der Duktus aber zu keiner Zeit im Wege, sondern regt im Gegenteil zu einer näheren Beschäftigung mit den behandelten Themen an, die eine große Bandbreite aufweisen, reichen sie doch vom kinematographischen Raumschiffdesign im Wandel Zeit über die Gestaltung von Zukunftsstädten bis hin zur Faszination, die von der Möglichkeit außerirdischen Lebens ausgeht. Dabei wahren die Autoren zwar durchweg eine kritische Distanz zum Science-Fiction-Film, lassen aber nie einen Zweifel daran aufkommen, dass er für sie eine legitime Form der Auseinandersetzung mit der Frage darstellt, was in Zukunft so alles auf die Menschheit zukommen könnte. Abgerundet wird Things to Come · Science · Fiction · Film durch einen Anhang, der die Exponate der gleichnamigen Ausstellung bebildert und nach Filmen sortiert auflistet.


Entlang der großen Themen der Science-Fiction, Der Weltraum, Die Gesellschaft der Zukunft und Der Fremde, macht Things to Come · Science · Fiction · Film auf anschauliche, informative und kurzweilige Art deutlich, wie der SF-Film über die Jahrzehnte Strömungen aufgegriffen und damit unser Bild von und die Erwartungen des Publikums an eine möglichen Zukunft geprägt hat. Er spiegelt die Hoffnungen der Zuschauer auf ein Utopia genauso, wie er in Dystopien der Furcht vor totalitären Zuständen oder der Zerstörung der Erde durch Krieg, Profitgier und Umweltkatastrophen Ausdruck verleiht. Er zelebriert den technischen Fortschritt als einen Weg zu den Sternen, um gleich darauf vor den Auswirkungen einer Technologie zu warnen, die dem Menschen über den Kopf wächst und von ihm nicht mehr länger kontrollierbar ist. Diese Ambivalenz unter ständiger Rückkopplung an den jeweiligen Zeitgeist ist es, die den ungebrochenen Reiz sowie den hohen Stellenwert des Science-Fiction-Films ausmacht. Und in Things to Come · Science · Fiction · Film erfährt er dafür jene Würdigung, die ihm in Deutschland insbesondere von der Filmwissenschaft und dem Feuilleton viel zu lange versagt wurde. Ein absolut lesenswertes Buch.


Aktueller Hinweis: Derzeit veranstalte ich ein Gewinnspiel zum Buch. Alle Infos dazu hier.


Die Fakten:

Titel: Things to Come · Science · Fiction · Film
Herausgegeben von: Kristina Jaspers, Nils Warnecke und Gerlinde Waz
mit Beiträgen von: K. Jaspers, N. Warnecke, G. Waz, Rolf Giesen, Beatrice Behn, Marc Bonner u.a.
Umfang: 176 Seiten
Format: Hardcover, gebunden (25 x 29 cm)
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-7356-0217-6
Preis: € 40,00


Vorschau: «Doctor Who – Sechster Doktor – Volume 3» (ab dem 29. Juli 2016 im Handel)


Den 29. Juli 2016 sollten sich alle Fans der klassischen Abenteuer von Doctor Who rot im Kalender anstreichen, denn an diesem Tag bringt Pandastrom die DVD-Box Doctor Who – Sechster Doktor – Volume 3 in den Handel. Volume 3 beinhaltet das bisher größte Abenteuer des Doktors in einem 14 Episoden umfassenden Handlungsbogen. Colin Baker kehrt als der schrille Zeitreisende zurück, Nicola Bryant als seine Begleiterin Peri und Bonnie Langford feiert ihr Debüt als Computerexpertin Mel.

Die verrückten Reisen des Doktors durch Raum und Zeit nehmen ein abruptes Ende, als er und seine TARDIS mitten aus dem Flug auf eine riesige Raumstation gezogen werden. Hier wird der Zeitreisende von seinem eigenen Volk vor Gericht gestellt: Er soll gegen das oberste Gesetz der Zeit verstoßen und in die Geschicke anderer Welten eingegriffen haben. Als Beweismaterial dienen drei Ereignisse aus dem Leben des Doktors. Eines aus seiner Vergangenheit, eines aus seiner Gegenwart und eines aus seiner persönlichen Zukunft. Doch sein bisher gefährlichstes Abenteuer steht ihm im Gerichtssaal bevor, wo er sich dem ruchlosen Valeyard stellen muss, dessen Identität ein schockierendes Geheimnis für den Doktor birgt.

Bakers finale Staffel als Time Lord (die insgesamt 23. der Serie) aus dem Jahre 1985 präsentiert Pandastrom als 5-Disc-Set im Hochglanzschuber, das neben den Folgen mit einer Laufzeit von ca. 315 Minuten auch wieder jede Menge Extras wie Featurettes, Making ofs, Deleted und Extended Scenes, Bildergalerien, Audiokommentare, Infotexte uvm. beinhaltet. Das Booklet wird eingeleitet mit einem Vorwort von Colin Baker sowie Nicola Bryant. Wie schon bei den bisherigen DW-Veröffentlichungen von Pandastrom, so dürften wohl auch dieses Mal in Sachen Bonusmaterial kaum Wünsche offenbleiben. Und auch hinsichtlich der Gaststars ist wieder einiges geboten, denn dieses Mal sind u.a. Patrick Troughton, Frazer Hines, John Stratton, Robert Ashby, Denis Carey, Paul Darrow, Terry Molloy, Eleanor Bron und Hugh Walters mit von der Partie.




Doctor Who – Sechster Doktor – Volume 3 erscheint am 29. Juli 2016.



Fotos: © BBC

Stargate: Roland Emmerich & Dean Devlin sprechen über die Rückkehr ins Kino


Am 24. Juni startet in den USA Independence Day: Rückkehr (org.: Independence Day:
Resurgence), bei uns ist es am 14. Juli 2016 soweit. Dementsprechend gefragt sind Regisseur/Drehbuchautor/Produzent Roland Emmerich und sein langjähriger Partner Dean Devlin als Interviewpartner. Doch obwohl bei den Gesprächen der Fokus dabei selbstredend stets auf dem anstehenden Streifen liegt, kommt auch immer wieder ein anderes Projekt zur Sprache, das schon lange in der Pipeline ist: die Fortsetzung von Stargate. So wie es aussieht, scheinen Emmerich und Devlin hinsichtlich eines neuen Stargate-Abenteuers inzwischen tatsächlich voranzukommen. Doch für die Fans des Originalfilms von 1994 hat die Sache allerdings einen Haken.

Independence Day: Rückkehr ist Emmerichs erstes Sequel. Doch wäre nach ihm gegangen, hätte er schon viel früher eines gedreht – nämlich Stargate 2, da die Stargate-Saga stets als Trilogie angelegt war. Bekanntlich kam es aber nie dazu, da MGM ab 1997 den Stoff lieber im Fernsehen auswertete. Und das ja auch mit großem Erfolg und über mehr als 10 Jahre lang. Dann jedoch schlief das TV-Franchise ein, und 2011 entschied das Studio es ins Kinos zurückzubringen. Und dies geht nach Ansicht der Verantwortlichen nur mir Emmerich und Devlin am Ruder. Die beiden sehen das genauso und möchten endlich jene Geschichte erzählen, die sie schon vor 20 Jahren erzählen wollten. Um dies zu tun, bedarf es jedoch erst einmal eines Schritts zurück, denn nach Ansicht von Devlin ergibt es keinen Sinn, dass Sequel nach über zwei Jahrzehnten jetzt noch nachzuschieben:

"It’s not a story that can take place 20 years later. So the only way to really tell that trilogy is to go back from the beginning and start the story all over again.", wird Deviln von Variety zitiert. Mit anderen Worten: Reboot! Die Saga startet mit dem Remake von Teil 1, ehe sie dann mit weiteren Filmen fortgeführt wird. Der Abschluss der Trilogie ist dabei aber lediglich ein Etappenziel. Auf die Frage, wie sich ihre Stargate-Pläne im Verlauf der letzten 22 Jahre verändert hätten, antwortete Devlin, einzig der Umfang sei heute anders als noch in den 1990ern. Seinerzeit hätten die Studios in einzelnen Filmen und/oder Trilogien gedacht, heute täten sie es in Filmuniversen (Cinematic Universes). Während der Arbeiten an der neuen Trilogie hätten sich viele Möglichkeiten gezeigt, wie sich der Stargate-Kosmos erweitern ließe. Und nun könne man diese Möglichkeiten auch nutzen.

Was das erzählerische Potenzial angeht, erzählt Devlin den Fans der Stargate-Fernsehserien natürlich nichts neues. Immerhin waren sie selber Zeuge, wie aus einem einzelnen Film ein umfangreiches langlebiges TV-Franchise wurde. Und Aspekte der Serien werden auch in das Reboot einfließen, wie Roland Emmerich während einer Fragestunde des Empire Magazine durchscheinen ließ. Im Gegensatz zum 1994er-Film werde sich die Neuauflage nicht primär auf die beiden Figuren Jack O'Neill und Daniel Jackson (seinerzeit verkörpert von Kurt Russell und James Spader) konzentrieren, sondern eine größere Gruppe ins Zentrum stellen. Also in der Art, wie es beispielsweise bei Stargate SG-1 praktiziert wurde, als zu O'Neill und Jackson auch noch Samantha Carter und Teal'c hinzukamen. Figuren in der Art von O'Neill und Jackson werde es zwar auch weiterhin geben, doch andere Charaktere würden in gleichem Maße wichtig sein. Insgesamt werde es sich um ein junges Team handeln. Russell und Spader würden vielleicht Cameos absolvieren. Geklärt sei das aber noch nicht.

Wie zu erwarten war, fanden diese neuen Infos bei den Stargate-Fans ein recht gemischtes Echo. Während die einen sich über die Rückkehr von Stargate auf die große Leinwand freuen, bedauern es andere, dass es in Form eines Reboots geschieht. Und wiederum andere sehen durch das Kino-Comeback die Chancen auf eine neue TV-Serie auf Null sinken. Letztes kann so sein, muss es aber nicht, wie die Entwicklung in Sachen Star Trek (Kinofilme und neue Serie ab 2017) zeigt. Unterm Strich dürfte der nun eingeschlagene Weg eines kompletten Neubeginns der richtige sein, gibt er den Machern doch die Chance, ihre Saga ohne den Ballast der Vergangenheit aufzuziehen.


Nicolas Wright und James A. Woods, die Drehbuchautoren von Independence Day: Rückkehr, arbeiten derzeit am Skript für das Stargate-Reboot. Wann mit dem Film zu rechnen ist, steht derzeit noch nicht fest.

Star Trek: Chekov-Darsteller Anton Yelchin gestorben!


Anton Yelchin, der in Star Trek, Star Trek Into Darkness und dem kommenden Film Star Trek Beyond Pavel Chekov verkörperte, ist tot. Der 27-Jährige starb am Sonntag in den frühen Morgenstunden infolge eines Autounfalls.

Der Banchendienst Variety meldet unter Bezug auf die Polzei von Los Angeles, Yelchin sei offenbar von seinem eigenen zurückrollenden Wagen erfasst worden, hinter dem er sich befand,
nachdem er ihn zuvor auf der abschüssigen Zufahrt zu seinem Haus verlassen hatte. Gefunden wurde der Schauspieler von Freunden, die sich Sorgen um ihn machten, da er zu einem Termin am Sonntag nicht erschienen war.

Anton Yelchin kam in Sankt Petersburg (seinerzeit Leningrad) als Sohn des Profi-Eiskunstlaufpaares Korina und Viktor Yelchin zu Welt, das in den USA politisches Asyl erhielt, als Anton gerade einmal sechs Monate als war. Seinen Durchbruch als Schauspieler hatte er 2006 mit Alpha Dog. 2009 spielte er in Terminator - Die Erlösung den jungen Kylie Reese. Mit Jennifer Lawrence stand er in Like Crazy (2011) vor der Kamera.

Als Pavel Chekov spielte er sich 2009 in Star Trek direkt in die Herzen der Fans und kehrte 2012 in Star Trek Into Darkness an Bord der U.S.S, Enterprise zurück. Ein letztes Mal wird er ab dem 21 Juli in Star Trek Beyond in dieser Rolle zu sehen sein.

Ab Oktober 2016: Panini bringt «Mark Brandis» als Comic


Zuerst war Mark Brandis die Hauptfigur einer Romanreihe von Nikolai v. Michalewski, deren 31 Bände zwischen 1970 und 1987 erschienen. Von 2007 an wurden seine Abenteuer dann von Interplanar im Rahmen einer Hörspielserie vertont, die 2015 ihren Abschluss fand (das Prequel Mark Brandis: Raumkadett wird weiterhin produziert; die neueste Folge Endstation Pallas erscheint am 1. Juli 2016). Und indem er ab dem 17. Oktober auch noch zum Helden einer eigenen Comicserie aus dem Hause Panini wird, erobert sich Brandis nun auch noch ein drittes Medium. Fehlen eigentlich nur noch Fernsehen und Kino.

In den Ausgaben 156 und 157 des Magazins Zack gab es 2012 bereits schon einmal eine MB-Comicgeschichte, eine Adaption des Jugendabenteuers Aufbruch zu den Sternen. Gezeichnet und getextet wurde sie seinerzeit von Michael Vogt. Und Vogt ist es auch, der sich der Aufgabe angenommen hat, die ersten vier Brandis-Romane, die zusammen den sog. Bürgerkriegs-Zyklus bilden, graphisch in Szene zu setzen, wobei jeder Comicband die Geschichte jeweils eines Romans erzählen soll. Eine echte Herausforderung für den Künstler.

Wie Michael Vogt sie gemeistert hat, davon können sich die Leser im Oktober dann ein Bild machen, wenn Mark Brandis - Band 1: Bordbuch Delta VII in den Handel kommt. Das vorläufige Cover wurde aber bereits publiziert, und wer Vogts DevianArt-Account besucht, findet dort weiteres Artwork zum Brandis-Comic, das sehr vielversprechend aussieht.




In einem Interview mit Comic Report im März 2016 anlässlich der bevorstehenden Präsentation des Herbstprogramms 2016 äußerte sich Panini-Vertriebsleiter Alexander Bubenheimer wie folgt über das Projekt:

"Es ist in jedem Bereich immer schön und befriedigend, auch deutsche Künstler im Programm zu haben, ein Stück weit sehen wir das auch als Verpflichtung gegenüber dem Markt, in dem wir agieren. Im Superheldenbereich geht das ja über einen Umweg, bei Cartoons und Graphic Novels machen wir das regelmäßig in jedem Programm. Und jetzt halt auch bei Alben. Aber die konkrete Antwort ist, dass Michael Vogt, der in enger Verbindung zu der Witwe des Mark Brandis-Autors steht, das Comicprojekt konzipiert hat und damit auf uns zukam. Das Konzept hat uns gleich überzeugt, zumal wir wissen, dass die Hörbuchreihe recht erfolgreich läuft, und eine Adaption als Comic bietet sich bei diesem Stoff wirklich gut an. Und deshalb hebt er jetzt ab."


Bei mehreren Händlern ist Mark Brandis - Band 1: Bordbuch Delta VII inzwischen gelistet und kann vorbestellt werden. Der Umfang beträgt demnach 64 Seiten, Hardcover, zum Preis von 16,99 Euro. Erstverkaufstag ist der 17. Oktober 2016. Ein Termin, den sich viele Mark-Brandis-Fans wohl rot im Kalender anstreichen werden.

Battlestar Galactica: Universal findet Drehbuchautorin und potenziellen Regisseur


Seit Jahren schon trägt sich Universal mit der Idee, eine Neuauflage von Battlestar Galactica auf die große Leinwand zu bringen. Und zwischenzeitlich sah es so aus, als würde Bryan Singer dabei auf den Regiestuhl sitzen, was er dann schließlich aber doch nicht tat. Stattdessen wandte der sich lieber den Superhelden zu; sein aktueller Film X-Men: Apocalypse läuft derzeit in den deutschen Kinos. Während für Singer das Thema BSG-Reboot keine Rolle mehr spielt, sieht es auf Seiten von Universal ganz anders aus. Dort dürfte das Projekt angesichts des großen Erfolgs von Star Wars: Das Erwachen der Macht sogar in der Prioritätenliste ziemlich weit nach oben gerutscht sein. Soweit nach oben, dass das Studio nach Informationen von Entertainment Weekly nun eine Drehbuchautorin unter Vertrag genommen und in Verhandlungen mit einem potenziellen Regisseur für das Revival von Battlestar Galactica eingetreten ist.

Dem Bericht zufolge handelt es sich bei der Autorin um Lisa Joy, zu deren Credits unter anderem HBOs kommende Serie Westworld gehört, die ebenfalls ein Remake eines SF-Filmklassikers ist. Grundsätzlich nicht abgeneigt, das Remake zu inszenieren, soll Francis Lawrence sein. Allerdings plant Lawrence, der bei den Teilen 2 bis 4 der Hunger Games-Saga die Regie führte, als nächsten Film eine Adaption von Homes Odyssee, wird also möglicherweise allein aus Zeitgründen nicht zur Verfügung stehen können. Die Gespräche zwischen dem Regisseur und Universal befinden sich angeblich in einem sehr frühen Stadium - von einer Verpflichtung ist man wohl noch weit entfernt.

So berechtigt sicherlich die Frage sein mag, ob es nach der originalen TV-Serie und der genialen Reimagination von Ron Moore noch einer weiteren Version von Battlestar Galactica bedarf, so naiv ist sie natürlich auch, denn von dem Gedanken "Davon gibt es schon ein Remake, wenden wir uns lieber einem anderen Thema zu" hat sich Hollywood noch nie leiten lassen. Die Studios wollen Kasse machen, und wenn sie dafür einen bereits zuvor schon einmal neuinterpretierten Stoff noch ein weiteres Mal beackern müssen, dann tun sie das eben. Und sie würden es auch noch ein viertes oder fünftes Mal machen, solange Aussicht auf finanziellen Erfolg besteht. 

Nun sind Remakes ja nicht per se etwas Schlechtes. Viele mögen vielleicht hinter den Erwartungen zurückbleiben, doch gerade Moores Battlestar Galactica hat gezeigt, was man aus einer bekannten Vorlage noch herausholen kann, wenn man sie intelligent weiterentwickelt. Darum habe ich kein grundsätzliches Problem damit, wenn Universal eine seiner alten SF-Fernsehserien als Neuauflage ins Kino bringen möchte. Doch statt BSG sollte das Studio sich meiner Ansicht nach lieber einer anderen Glen A. Larson-Produktion annehmen: Buck Rogers. Die Serie hat bis heute viele Fans, genießt durchaus Kultstatus und besitzt darüber hinaus jede Menge erzählerisches Potenzial. Der perfekte Kandidat für ein sequelfähiges Remake also. 

Mehr als ein Signal, dass Universal weiterhin Interesse an einer Kinoadaption von BSG hat, ist die jüngste Meldung vorerst nicht. Ein Skript, das Lisa Joy ja auch erst einmal noch schreiben muss, ist noch kein Film; und nicht jeder Regisseur, der mit einem Projekt in Verbindung gebracht wurde, hat den Streifen dann schließlich auch inszeniert. Warten wir mal ab, wie sich die Dinge in Zukunft entwickeln...


 

Ausblick: «Suicide Squad» (ab dem 18. August im Kino)


Der Nächste, bitte! Eine Comicverfilmung aus dem Hause Warner Bros. / DC Comics hatten wir dieses Jahr mit Batman v Superman: Dawn of Justice bereits. Eine weitere steht uns im August mit Suicide Squad noch bevor. Was ihre Protagonisten angeht, könnten beide Filme wohl kaum unterschiedlicher sein, denn während BvS die größten Helden des DC-Universums zusammenbrachte, stehen in David Ayers Suicide Squad Schurken im Mittelpunkt, die von der Regierung aus dem Gefängnis geholt werden, weil man sie als Elitesoldaten für ein Himmelfahrtskommando braucht. Wer bei dieser Beschreibung jetzt spontan an Das dreckige Dutzend denkt, liegt gar nicht so verkehrt. Dies ist quasi die DC-Variante davon.

Das Team setzt sich zusammen aus Deadshot (Will Smith), Rick Flagg (Joel Kinnaman), Harley Quinn (Margot Robbie), Captain Boomerang (Jai Courtney), Enchantress (Cara Delevingne), Katana (Karen Fukuhara), Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje), El Diablo (Jay Hernandez) und Slipknot (Adam Beach). Amanda Waller, die Initiatorin der Suicide Squad wird gespielt von Viola Davis. Jared Leto ist der Joker. Den Fans der Comicvorlage sagen diese Namen natürlich etwas, doch dem allgemeinen Kinopublikum wohl kaum. Um dies zu ändern, hat Warner für den britischen Markt einen Spot mit dem Titel "Meet the Squad" aufgelegt, die Figuren so präsentiert, als wären es Spieler einer Fußballmannschaft. Ein origineller Einfall, der angesichts der anstehenden Fußball-EM natürlich nicht von ungefähr kommt.

Hier ist der Clip:




Darüber hinaus gibt es neue Gruppenbilder sowie einige Charakterposter. Und das das französische Magazin Cinema Teaser widmet Suicide Squad das Cover seiner neuesten Ausgabe.







Und zu guter Letzt hier der aktuelle Trailer zum Film:



Suicide Squad läuft ab dem 18. August 2016 in den deutschen Kinos.

Was auf die Ohren: SF-Hörspiele in den Monaten Juni bis August 2016 (und ein erster Ausblick auf den Herbst)


Normalerweise werfe ich in dieser Rubrik einen Blick auf die kommenden zwei Hörspielmonate. Dieses Mal fasse ich den Rahmen etwas weiter. Der Grund: Die Produzenten befinden sich zwar nicht kollektiv im Urlaub, doch lassen sie es über den Sommer etwas ruhiger angehen, um dann ab Herbst wieder richtig Gas zu geben.


Keine Angst vor dem Sommerloch hat dabei Mark Brandis. Seine Abenteuer als Raumkadett gehen am 1. Juli mit Folge 9: Endstation Pallas weiter.

Es herrscht Krieg zwischen der Union und den Vereinigten Orientalischen Republiken… Die jungen Raumkadetten Mark Brandis und Rodrigo Rojas sollen eine ehemalige Forschungsstation auf dem Asteroiden Pallas bewachen. Eigentlich stellen sich die beiden auf zwei langweilige Monate ein, doch dann erfährt Mark, dass das Institut "Justitia" in Nairobi bei einem Raketenangriff vollständig vernichtet wurde. Damit ist seine Lebensversicherung in Form einer Zeugenaussage über den Mord an Präsident Bähler zerstört, und die Angst, dass ihn die Attentäter aus dem Weg räumen werden, holt ihn wieder ein… Mark wird klar, dass er die Hintergründe der Tat aufdecken muss, um die ständig drohende Gefahr zu bannen. Da trifft er eine schwerwiegende Entscheidung, die ihn sein ganzes Leben lang beschäftigen wird und stellt sich als moralischer Mensch auch später noch als Erwachsener die Frage: Wie weit darf man gehen, um ein Verbrechen aufzuklären?

Der Cast der Folge umfasst:
Mark Brandis (Erzähler): Michael Lott
Mark Brandis: Daniel Claus
Rodrigo Rojas: Arne Kapfer
Maj. Richard Westhoff: Leon Boden
Lt. Antoine Mercier: Marius Clarén
Alec Delaney: Sebastian Kluckert
Valéria Alvarez: Katrin Decker
Robert Monnier: Sebastian Fitzner
Direktor Zarin Narayan: Reinhard Scheunemann

sowie Anja Jaramillo und Jessica Müller

Credits:
Unter teilweiser Verwendung von Charakteren erschaffen von Nikolai v. Michalewsky
Manuskript: Balthasar von Weymarn
Sounddesign & Musik: Jochim-C. Redeker
Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymarn
Artwork: Alexander Preuss
Spielzeit: ca. 54 Minuten
Eine Produktion von Interplanar für Folgenreich/Universal Music Family Entertainment

Eine Hörprobe aus Mark Brandis - Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas gibt es auch schon:




Ende Juli verschafft sich der Weltenbummler Phileas Fogg Abkühlung, in dem er in der fünften Folge der Serie Jules Verne - Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg dem Geheimnis der Eissphinx nachspürt. Das Cover zum Hörspiel gibt es schon, der Klappentext wird noch beizeiten folgen. Hier ist das Cover:


Jules Verne - Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg Folge 5: Das Geheimnis der Eissphinx erscheint am 29. Juli 2016 bei Maritim/Highscore.


Aus dem gleichen Hause stammt die Hörbuchserie Die Rückkehr von Captain Future. Ab Ende Juli geht sie mit dem Sechsteiler Erde in Gefahr weiter. Adaptiert wird für diese inszenierte Lesung eine Originalgeschichte von Edmond Hamilton, wobei die Sprecher der Zeichentrickserie in ihre alten Rollen zurückkehren. Außerdem erklingt die Musik von Christian Bruhn. Hier die Titel und Veröffentlichungstermine der einzelnen Folgen, die monatlich erscheinen sollen:

Folge 1 - Die Bedrohung aus dem All: 22. Juli 
Folge 2 - Friedhof der Raumschiffe: 26. August 
Folge 3 - Die Ankunft des Doktor Zarro: 23. September 
Folge 4 - Die Straße der Jäger: 13. Oktober 
Folge 5 - Welt der Illusionen: 17. November  
Folge 6 - In den Tiefen des Weltraums: 15. Dezember 


Der August erlebt dann eine neue Folge (die insgesamt sechste) der Serie Raumschiff Promet von Winterzeit. Es handelt sich um den Abschluss des Zweiteilers Dunkle Energie mit dem Titel Allein im Nichts. Der erste Teil erschien am 6. Mai und hieß Diener der Zukunft. Vertont wird der gleichnamige Promet-Roman von Vanessa Busse. Auch hier gibt es bereits das Cover. Weitere Infos stehen noch aus.



Noch ohne konkreten VÖ-Termin, jedoch für diesen Sommer angekündigt, ist ein neues SF-Einzelhörpsiel von Lindenblatt Records. Hamlet 2066 heißt das neue Werk der Macher von Humanemy, die sich dafür zwei sehr früher Kurzgeschichten von Erfolgsautor Wolfgang Hohlbein vorgenommen haben. Frankenstein & Co. beschreibt das Label als eine bizarre und fantastische SciFi-Story; Hamlet 2066 (ursprünglich Hamlet 2007) als feinsten dystopischen Cyberpunk. So sieht das Ankündigungsposter zu Hamlet 2066 aus:



Ebenfalls fortgesetzt wird die Space Opera Heliosphere 2265 von Greenlight Press und Interplanar. Wann genau, das steht noch nicht fest, doch das Booklet von Folge 6 gibt bereits einen Ausblick auf Folge 7: Die Opfer der Entscheidung:

"Noch nie war die Situation so aussichtslos. Die Parliden machen weiterhin Jagd auf die Hyperion, um sich für den Anschlag auf ihre Heimatwelt zu rächen und das Schiff kann nicht entkommen. An Bord herrscht inzwischen Chaos: Loyalisten des neuen Regimes kämpfen gegen die Rebellen. Captain Cross muss akzeptieren, dass seine Entscheidung weitreichende Konsequenzen hat und Opfer kosten wird."





Durch seine Hörspielproduktionen ist Audible im Kreis der Hörspielfans inzwischen zu einer festen Größe avanciert. 2013 legte man die Hörspieladaption von Orson Scott Cards Ender's Game vor - und im Herbst kommt nun Alien. Genauer gesagt handelt es sich um ein Hörspiel auf Basis des Romans Alien: Out of the Shadows von Tim Lebbon. Angesiedelt ist die Handlung zwischen Alien und Aliens - Die Rückkehr. In der amerikanischen Fassung, die eine Spielzeit von viereinhalb Stunden besitzt, sind Rutger Hauer, Corey Johnson, Matthew Lewis, Kathryn Drysdale, Laurel Lefkow, Andrea Deck und Mac McDonald zu hören. Über die deutschen Sprecherinnen und Sprecher ist dagegen noch nichts bekannt.

Mit diesem Bild stimmt Audible die Kunden hierzulande auf diese Produktion schon einmal ein:

 


Zum Abschluss noch ein Tipp aus der Kategorie "Rundfunkhörspiele": Der WDR hat hat die BR-Produktion Träumen Androiden aus dem Jahr 1999 wieder ausgegraben und sendet sie am 16. Juni 2016 zwischen 19.04 - 20.00 Uhr auf WDR 3. 

Nexus 5, die neuesten Androiden-Modelle, sind hochintelligent, extrem flexibel und verblüffend menschenähnlich. Immer mehr von ihnen brechen aus ihrer Rolle als Haus- und Industriesklaven der Mars-Kolonisten aus. 


Auf der Erde streben die Androiden bürgerliche Existenzen an. Dabei schießen sie jeden nieder, der sich ihnen in den Weg stellt. Der Prämienjäger Rick Deckard hatte bisher ein untrügliches Gespür dafür, selbst die menschenähnlichsten Maschinen zu enttarnen. Als er jedoch Rachel, der weiblichen Luxusausführung des Nexus-5-Modells, begegnet, beschleichen ihn zunehmend Zweifel an seiner Aufgabe und seinen Fähigkeiten. 

In dem vielschichtigen, alptraumartigen Roman von Philip K. Dick aus dem Jahr 1968 geht es um Realitäts- und Identitätsverlust und um die schwierige Definition des unverwechselbar menschlichen Wesens. Der Stoff wurde 1982 von Ridley Scott als Blade Runner mit Harrison Ford als Rick Deckard verfilmt. Mit Udo Wachtveitl, Annette Wunsch, Arne Elsholtz, Michael Mendl, Max Tidof u. a.


Soweit der ausblick auf die kommenden Monate. Wenn es zu den genannten Produktionen neue Informationen gibt oder Produktionen noch hinzukommen, auf die ich hier nicht eingegangen bin, mache ich entsprechende Updates. 


Postergallerie zu «Star Trek Beyond» (ab 21. Juli 2016 im Kino)


Es dauert noch etwas, bis am 21. Juli mit Star Trek Beyond der Jubiläumsfilm zum 50. Geburtstag von Gene Roddenberrys weltbekannter Space Opera in den deutschen Kinos anläuft. Was die Postergallerie zum Streifen angeht, so ist man jedoch schon am Ziel. Denn in den letzten Tagen wurden schubweise alle Plakate mit den Mitgliedern der Enterprise-Crew und zu den beiden neuen Charakteren Jaylah und Krall online gebracht. Ein guter Moment, um sie einmal gebündelt zu präsentieren.



Auch das Design des Hauptplakat zu Star Trek Beyond (links) ist mittlerweile bekannt. Zusätzlich zeige ich noch das Teaser-Poster, mit dem die IMAX-Kinos für den Film werben. Und zum Schluss ein durch das Plakat zu Star Trek - Der Film inspiriertes Poster, das zuerst  am 20. Mai von Paramount während des Fan-Events zum Star Trek-Jubiläum verteilt wurde. Inzwischen gehört es auch zur deutschen zur Promotion-Kampagne.



Unter der Regie von Justin Lin und produziert von J.J. Abrams bricht die Crew der Enterprise in Star Trek Beyond zu einem neuen Abenteuer auf. Während ihrer Forschungsmission gerät die Enterprise dabei in einen gnadenlosen Hinterhalt. Unter Dauerbeschuss kann die Crew um Captain Kirk nur in letzter Sekunde auf fremdem Terrain notlanden. Doch statt in Sicherheit befindet sie sich plötzlich zwischen den Fronten eines scheinbar ausweglosen Konflikts. Getrennt voneinander und ohne Kontakt zur Außenwelt ziehen Kirk und sein Team in den Kampf gegen einen mysteriösen und übermächtigen Feind. 

Auf der Brücke der Enterprise stehen nun zum dritten Mal Chris Pine, Zachary Quinto, Zoe Saldana, Simon Pegg, Karl Urban, John Cho und Anton Yelchin. Attraktiver Neuzugang in der Crew ist Sofia Boutella als Jaylah. Idris Elba übernimmt die Rolle des gefährlichen Gegenspielers Krall.


Star Trek Beyond startet in Deutschland am 21. Juli 2016.


Alle Bilder: Copyright Paramount

Filmkritik: «X-Men: Apocalypse» (seit dem 19. Mai 2016 im Kino)


Und weiter geht er, der Marsch durch die X-Men-Chronologie: Von den Anfängen in den 1960ern erzählte X-Men: Erste Entscheidung; wie es in den 1970ern weiterging, war Gegenstand von X-Men: Zukunft ist Vergangenheit; und nun sind wir mit X-Men: Apocalypse in den 1980ern angekommen. Zeitlich macht der Film aber erst einmal einen großen Sprung zurück ins alte Ägypten, wo ein Aufstand den bis dahin als Gott verehrten En Sabah Nur/Apocalypse nicht nur zu Fall bringt, sondern ihn auch unter Tonnen von Gestein begräbt. Die Welt vergisst den Über-Mutanten und dreht sich weiter. 1983 wird sie Zeuge seines Comebacks, und der Superschurke erst einmal Opfer eines gehörigen Kulturschocks: Die Zustände im späten 20. Jahrhundert gefallen ihm so gar nicht; insbesondere, dass zwei Supermächte über den Planeten beherrschen, was nach Apocalypse' Verständnis allein sein Vorrecht ist. Da muss schleunigst wieder Ordnung rein in die Verhältnisse. Und im Stile eines Studios, das eine festgefahrene Filmreihe zu altem Glanz zurückführen möchte verordnet der Fiesling der Erde ein komplettes Reboot, bei dem er als Produzent und Regisseur fungiert. Ausführende Produzenten sind neben ihm auch noch Erik Lensherr/Magneto, Ororo Munore/Storm, Angel und Psylocke. Überhaupt keine Lust auf den Streifen "Die neue Herrschaft des Apocalypse" haben allerdings Charles Xavier/Prof. X und seine X-Men, die sich dem Quintett darum entschlossen in den Weg stellen. Bühne frei für den große Fight um das Schicksal der Menschheit.

Auch wenn es heute nur noch schwer vorstellbar ist: Es gab eine Phase, in der die X-Men so unpopulär waren, dass Marvel keine neuen Comics mit der Mutantentruppe mehr herausbrachte. Von Anfang 1970 bis Mitte 1975 dauerte sie, in der die Serie zwar offiziell weiterlief, die Ausgaben #67 bis #93 jedoch nur Nachdrucke alter Geschichten enthielten. Ab August 1975 und Heft #94 druckte man dann wieder frisches Material, doch den eigentlichen Neubeginn markiert Giant Size X-Men #1 vom April desselben Jahres. Ein Versuchsballon, mit dem Marvel den Markt testete, indem man den Lesern ein fast vollständig neues Team präsentierte. Charaktere wie Colossus, Storm oder Nightcrawler feierten in diesem Comic, der in gut erhaltenem Zustand unter Sammler heutzutage Höchstpreise erzielt, ihre Premiere. X-Men: Apocalypse ist kein Versuchsballon, sondern der dritte Teil der aktuellen X-Men-Filmreihe, doch auch er etabliert jede Menge Charaktere. Neben Storm und Nightcrawler als Reverenz an Giant Size X-Men #1 tauchen nun auch erstmals Cyclops (gespielt von Tye Sheridan), Jean Grey (Sophie Turner), Psylocke (Oivia Munn) und Angel (Ben Hardy) auf. Der Film widmet sich den Newcomern zwar in unterschiedlichem Maße, lässt aber nie das Gefühl aufkommen, die Anwesenheit der Figuren diene allein dem Zweck, bei den Zuschauern zu punkten, indem man ihnen möglichst viele Superhelden gleichzeitig auf der Leinwand vorführt. Stattdessen findet die Geschichte einen organischen, schlüssigen Weg, die neuen Mutanten einzuführen, und weist ihnen relevanten Funktionen innerhalb der Handlung des Films zu. Batman v Superman oder The First Avenger: Civil War gelang das nicht so gut. Wiederkehrende Figuren wie Professor X (James McAvoy), Mystique (Jennifer Lawrence) oder Magneto (Michael Fassbender) brauchen sich jedoch keine Sorgen zu machen, dass ihnen ihr angestammter Platz streitig gemacht würde. Denn wie schon die beiden Vorgänger, so fokussiert sich auch X-Men: Apocalypse stark auf dieses Trio. Für Mystique hält der Film die Rolle eines Vorbilds für die junge Mutantengeneration bereit – eine Position, die sie nicht will, schließlich aber akzeptiert und dafür nutzt, die X-Men in die Schlacht zu führen. Charles Xavier hingegen muss erkennen, wie zerbrechlich all das ist, was er in den 10 Jahren seit den Ereignissen in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit aufgebaut hat. Fühlte er sich bislang immer als Beschützer seiner Schüler, sind diese es nun, die für ihren Lehrer durchs Feuer gehen und ihn gegen einen schier übermächtigen Apocalyse verteidigen , dem Xavier selbst nicht gewachsen ist. Seine Schützlinge sind erwachsen geworden – und Professor X wird am Ende des Streifens aus dieser Tatsache wichtige Konsequenzen ziehen. Die mit Abstand komplexeste Figur in X-Men: Apocalypse aber ist Erik Lehnsherr/Magneto. Lehnsherr, der nie wirklich an Xaviers Idee einer friedlichen Koexistenz von Menschen und Mutanten geglaubt hat, gibt ihr aber dennoch eine Chance, nur um erleben zu müssen, wie die Welt ihm alles nimmt, was er liebt. Voll Frust und Trauer ist wird er zum leichten Opfer der Verführungskünste von Apocalypse, der es nicht schwer hat Magneto zu beweisen, dass die Menschheit angesichts all dessen, was sie ihm zugefügt hat, kein Weiterbestehen in ihrem aktuellen Zustand verdient.

Mit dieser Vielschichtigkeit der Charaktere versteht es X-Men: Apocalypse sehr geschickt, den Zuschauer für sich einzunehmen. Byran Singers Film ist mit 144 Minuten nicht gerade kurz, doch stets kurzweilig. Er schafft es von Beginn an, das Publikum für die Protagonisten und Antagonisten zu interessieren, und hält die Aufmerksamkeit aufrecht, indem er mehrere Handlungsfäden webt, die er im Verlaufe des Films immer stärker mit einander verknüpft, ehe die Plotlinien in einem überaus dramatischen Finale kulminieren, das die Weichen für die nächste Etappe in der Entwicklung der X-Men stellt. Gespür beweist der Film aber nicht nur für die Entwicklung von Figuren und für optisch eindrucksvoll inszenierte Action, sondern auch für das Kolorit der Epoche, in der er angesiedelt ist: Da wird Pac-Man gespielt, während im Fernsehen Knight Rider läuft; die Mutanten sehen sich Die Rückkehr der Jedi-Ritter im Kino an; und wenn unzählige Nuklearraketen in den Himmel aufsteigen, dann wirkt es so, als stamme diese Szene direkt aus The Day After. Der Film erschien übrigens 1983 - also jenem Jahr, in dem X-Men: Apocalypse spielt. Die Ausstattung, die Kleidung, die Musik und auch die Frisuren – alles verströmt das Flair der 1980er, sorgt für Authentizität und versetzt den Zuschauer perfekt zurück in diese Ära.


Natürlich muss auch X-Men: Apocalyse sich manchen Blockbuster-Mechnismen beugen. Zum Beispiel dann, wenn die Effektkünstler mal wieder die ganz große Keule auspacken und Baudenkmäler eliminieren dürfen. Wenigstens ist es aber dieses Mal nicht Big Ben oder der Eiffelturm, der dran glauben muss. Ansonsten tut der Film aber sehr viel, um mehr zu bieten als eine große Keilerei zwischen Gut und Böse. Er nimmt seine Figuren ernst, begreift sie als facettenreiche Wesen und lässt sie entweder an Herausforderungen wachsen oder scheitern. Die Optik ist großartig und die Action toll choreographiert, doch neben diesen Popcornkino-Attributen es ist vor allem die menschliche Dimension, die X-Men: Apocalyse so sehenswert macht. Ein richtig guter Superhelden-Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.



X-Men: Apocalypse läuft seit dem 19. Mai 2016 in den deutschen Kinos.