WatchDog: Aktuelle SF-News ("Star Trek 3", "Red Mars", Remake von "Blob", "Resident Evil: Last Chapter", "Suicide Squad")


Es ist eine Meldung, die aufhorchen lässt: Wie Entertainment Weekly unter Bezug auf Deadline berichtet, hat Paramount sich die Dienste von Simon Pegg und Doug Jung als Ko-Autoren des nächsten Star Trek-Films gesichert, der im Juli 2016 in die Kinos kommen soll. Pegg, der in den beiden ST-Filmen der Reboot-Ära als Scotty zu sehen war, besitzt bereits einige Credits als Drehbuchautor (u.a. Shaun of the Dead) und Regisseur von Kinofilmen, während Jung bislang vornehmlich fürs Fernsehen gearbeitet hat. So stammt von ihm die Krimiserie Dark Blue. Ob die beiden ein komplett neues Skript entwickeln oder auf dem bisherigen Drehbuch für Star Trek 3 (so der Arbeitstitel) von Roberto Orci, JD Payne und Patrick McKay aufbauen, ist unklar. Zuvor hatte das Studio Roberto Orci bereits als Regisseur des insgesamt 13. Films der Reihe abgezogen und durch Justin Lin (u.a. Fast & Furious) ersetzt. Eine Entscheidung, die bei vielen ST-Fans nicht sonderlich gut ankam. Ob die Verpflichtung von Simon Pegg als Ko-Autor die Wogen wieder etwas glätten kann, wird man sehen. Auf jeden Fall müssen sich die Schreiber etwas beeilen, denn die Dreharbeiten für Star Trek 3 sollen im April 2015 beginnen.

Der WatchDog meint: Paramount wird es niemals zugeben, aber man hat mit Roberto Orci ganz offensichtlich über viele Monate auf das falsche Pferd gesetzt. Dass nach einem neuen Regisseur jetzt auch noch zwei neue Autoren an Bord geholt wurden, macht Orcis Demontage nahezu komplett. Und auch deshalb "nahezu", weil er immer noch Produzent ist. Was Pegg und Jung angeht, so könnte ihr Input Star Trek in eine frische Richtung lenken. Allerdings haben es viele Fans des Franchises nicht so mit Veränderungen. Ganz gleich also, was die beiden sich also ausdenken, sie werden auf jeden Fall Gegenwind von Teilen des Fandoms bekommen. Darum: Hut ab vor dem Mut, sich auf dieses Projekt einzulassen. Es gibt mit Sicherheit einfachere Jobs.


In meinem letzten WatchDog-Artikel (Link) schrieb ich darüber, dass Tom Hardy nicht mehr zum Cast von Suicide Squad gehört. Als Ersatz war Jake Gyllenhaal im Gespräch. Nun meldet Variety, dass Gyllenhaal kein Interesse an dem Job haben soll. Das Studio Warner wollte die Nachricht nicht kommentieren.

Suicide Squad ist eine Comicverfilmung von David Ayer mit Will Smith, Margot Robbie, Jared Leto, Jai Courtney und Cara Delevingne in den Hauptrollen. Die Dreharbeiten sollen frühestens im April beginnen, als Starttermin für die USA ist der 5. August 2016 vorgesehen.

Der WatchDog meint: And the search goes on....


Eine Personalie klären konnte hingegen Spike TV. Im Oktober verkündete der Sender, dass man sich die Rechte an der Mars-Romantrilogie von Kim Stanley Robinson gesichert habe und diese möglichst zügig in Form einer Fernsehserie präsentieren wolle. Zu den Themen Cast, Crew und Release Date wollte man sich seinerzeit nicht äußern. Nun steht zumindest fest, wer das Drehbuch für Red Mars (so der Titel der TV-Serie) schreiben wird.

Dabei handelt es sich, wie Deadline meldet, um keinen Geringeren als J. Michael Straczynski, der in den 1990ern mit seiner Space Opera Babylon 5 in gleich mehrerer Hinsicht Ausrufezeichen setzen konnte. Aktuell beendet JMS die Dreharbeiten an seiner Netflix-Serie Sense8, die er zusammen mit den Wachowski-Geschwistern (Matrix, Jupiter Ascending) produziert. Anschließend wird er sich dann wohl um die Adaption von Robinsons Romanen kümmern. Wann mit der Serie zu rechnen ist, steht leider immer noch nicht fest.

Die Mars-Trilogie von Kim Stanley Robinson besteht aus den Romanen Red Mars, Green Mars und Blue Mars, die zwischen 1993 und 1996 erschienen. Erzählt wird die Geschichte der Kolonisierung und Terraformierung des Planeten Mars durch den Menschen. Die Romane wurden mit dem Nebula und dem Hugo Award ausgezeichnet und gelten bei vielen SF-Fans als die besten Werke zu diesem Thema.

Der WatchDog meint: Ein tolles Projekt, das man genau dem richtigen Autor übertragen hat. JMS kann epische Science-Fiction - das hat er eindeutig bewiesen. Und wenn der Sender genug Geld für eine überzeugende Umsetzung locker macht, dann könnte hier vielleicht eine Serie entstehen, die wieder einmal Maßstäbe setzt.   


Bleiben wir noch einen Moment bei Personalentscheidungen: Der Film Blob - Schrecken ohne Namen aus dem Jahre 1958 gehört zu den Klassikern des SF-Kinos. Im Jahre 1972 gab es mit Beware! The Blob ein Sequel und 1988 kam ein Remake des Stoffes in die Kinos, das am Box Office jedoch unterging. Demnächst soll ein weiterer Versuch einer Neuauflage unternommen werden. Für dieses Projekt hat man nun einen Regisseur gefunden.

Der Branchendienst Deadline hat erfahren, dass das Studio Goldcrest Films Simon West dafür gewinnen konnte, auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen. West, der Actioner wie Con Air und Expendables 2 inszenierte, soll das Blob-Remake im kommenden Sommer in Szene setzen. Als Produzenten sind Richard Saperstein und Brian Witten an Bord.  Blob - Schrecken ohne Namen handelt von einer gallertartige Masse, die mit einem Meteoriten auf die Erde gelangt. Sie verbreitet Schrecken und Terror, da sie sich sämtliches organisches Material einverleibt, verdaut und dadurch immer weiter wächst. Ein Teenager (im Original gespielt von Steve McQueen) kommt auf die rettende Idee, wie dem Alien der Gar ausgemacht werden kann.

Hier der deutsche Trailer zum Film:


Der WatchDog meint: Ob ich jemals wieder ein Jahr erleben werde, in dem nicht zu  Klassikern irgendwelche Remakes, Reboots und Sequels angekündigt werden, auf die nun wirklich absolut niemand wartet? Wahrscheinlich nicht...


Gute Nachrichten für die Fans des Film-Franchises Resident Evil. Wie Hauptdarstellerin Milla Jovovich nun via Facebook zu vermelden wusste, werden die Dreharbeiten zu Resident Evil: The Final Chapter im August 2015 starten. Der Film hat mit dem 2. September 2016 auch bereits ein Release Date für die USA. Für Anderson wird es das vierte Mal sein, dass er einen Film aus dem RE-Franchise in Szene setzt. Eigentlich war der Dreh für den mittlerweile sechsten Teil der Reihe bereits für den August letzten Jahres vorgesehen, wurde jedoch wegen Jovovichs Schwangerschaft verschoben.

Der WatchDog meint: Was wollen wir wetten, dass "Final Chapter" nichts anderes als "letzter Teil vor dem unausweichlichen Reboot" bedeutet?

Genre-TV: Der Stand der Dinge bei den US-Networks - Was bleibt & was geht?


Der Januar liegt nun fast wieder hinter uns, was auch bedeutet, dass in den USA die TV-Sasion 2014/2015 so langsam auf die Schlussphase zusteuert. Natürlich haben die Fans noch einige Wochen vor der Brust, doch von den Genre-Serien, die im September/Oktober 2014 zurückkehrten oder neu ins Rennen gingen, liegen inzwischen genug Folgen und deren Ratings vor, dass sich bereits jetzt einigermaßen belastbare Aussagen darüber treffen lassen, welche Serien uns wohl auch in der Saison 2015/2016 wiederbegegnen werden und welche eher nicht. Gehen wir die Network-Serien doch einmal durch.


ABC:

Von den Serien des Alphabet-Networks sind die Marvel-Serien Agents of S.H.I.E.L.D. und Agent Carter von Interesse. Auch in ihrer zweiten Staffel ist S.H.I.E.L.D. von den Quoten her nicht da, wo die Programmverantwortlichen die Serie gerne hätten. Doch die Quoten sind weiterhin so gut, dass es doch sehr wahrscheinlich ist, dass ABC eine dritte Staffel bestellen wird. Agent Carter hingegen ist bislang noch ein Wackelkandidat. Im Vorfeld wurde die Serie massiv beworben, was sich auch in guten Zuschauerzahlen für die Auftaktfolgen niederschlug. Danach ging es jedoch steil bergab. Da es sich um eine Limited Series mit nur wenigen Episoden handelt, wiegen schlechte Quoten natürlich besonders schwer. Würde die Serie nicht verlängert, dann wäre dies der erste Marvel-Flop. Vielleicht kommt das Studio dem Network preislich ja entgegen, um den Imageschaden abzuwenden, der mit einer Absetzung von Agent Carter verbunden wäre.

Die Serie Once Upon A Time wird übrigens so gut wie sicher eine weitere Staffel erleben.


CBS:

Genre-Serien (z.B. Under the Dome, Extant) haben bei diesem Network erst im kommenden Sommer wieder einen Platz im Programm. Nächste Saison könnte dies anders sein, wenn CBS sich entscheiden sollte, die DC-Serie Supergirl ab September oder Oktober 2015 zu zeigen. Vieles deutet darauf hin, eine definitive Entscheidung ist offiziell aber noch nicht gefallen.


CW:

Das kleinste der US-Networks hatte bisher eine wirklich gute Saison und verlängerte bereits vorzeitig quasi das gesamte Line-Up. Dies bedeutet, dass sowohl Arrow eine weitere Staffel bekommt, wie auch der Newcomer The Flash. Beides sind Adaptionen von DC-Comics. Weitere Folgen wird es ebenfalls von The 100 geben, was nicht zuletzt deshalb bemerkenswert ist, weil die Serie nach der letzten Saison ein Kandidat für die Absetzung war. Es hat sich also für das Network gelohnt, Durchhaltevermögen bewiesen zu haben.

Ebenfalls verlängert wurden übrigens auch das Historien-Drama Reign (stand ebenfalls letztes Jahr auf der Kippe), die Dauerbrenner Supernatural und Vampire Diaries und das VD-Spin-Off The Originals. Einzig Hart of Dixie wird in die ewigen Serienjagdgründe eingehen.


FOX:

Bei Fox erwies sich der Neuzugang Gotham sofort als Hit. Dass in einer Serie, die im Batman-Universum spielt, Batman (noch) gar nicht vorkommt, war offenbar kein Problem. Schon nach wenigen Folgen war klar, dass es eine zweite Staffel geben wird.

Was die Serie Sleepy Hollow angeht, so sah es einige Zeit sehr gut aus, doch je länger die Saison dauert, um so mehr verdunkelt sich der Quotenhimmel über der Serie. Zwar läuft es im Moment noch sehr in Richtung Verlängerung um eine weitere Staffel, doch ganz so absolut sicher wie bisher kann man sich mittlerweile nicht mehr sein. Grund zur Panik besteht allerdings nicht.


NBC:

Das Network hat schon seit längerer Zeit mit Quoten- und Reichweitenproblemen zu kämpfen. Keine Frage, dass man deshalb auf das Trend-Thema Comicverfilmung setzte, um endlich wieder in die Spur zu kommen. Geholfen hat es jedoch nicht, denn die DC-Adaption Constantine floppte beim Publikum und ist de facto abgesetzt, wenngleich das Aus noch nicht offiziell verkündet wurde.

Der Veteran Grimm hingegen dürfte nächste Saison wieder an den Start gehen.


Fazit: 

Gäbe es die Comicverfilmungen nicht, dann könnte man sich das Programm der US-Networks fast komplett schenken, denn SF in "Reinkultur" ist absolute Mangelware. Von Space Operas fehlt sogar jede Spur. Die gute Nachricht ist jedoch: Was von den Sendern verlängert oder neu ins Programm genommen wurde, kommt beim Publikum überwiegend ordentlich und sogar teilweise sehr gut an und bleibt uns daher mit großer Wahrscheinlichkeit (im Mai wissen wir es dann ganz genau) vorerst erhalten. Und fest steht bereits, dass neue Serien bestellt wurden (Supergirl) oder sich in der Entwicklung befinden (z.B. Minority Report), die für Genre-Fans durchaus von Interesse sind. Und da sich auch bei den Kabelsendern, im Pay-TV und den Streaming-Portalen einiges in Pipeline befindet, sieht es trotz mancher Unkenrufe gar nicht mal so schlecht aus. Dass immer noch mehr geht, ist ja keine Frage.



WatchDog: News der letzten Tage bissig kommentiert (Avatar-Sequels, Suicide Squad, Batman v Superman, Oscar-Verleihung 2015)


Am Mittwoch berichteten die Branchendienste (u.a. Coming Soon) unter Bezug auf Associated Press über den Stand der Dinge im Bezug auf die geplanten Avatar-Sequels. Die schlechte Nachricht für die Fans: Wie James Cameron nun verlauten ließ, wird sich der Start von Avatar 2 um ein Jahr auf den Dezember 2017 verschieben, weil noch an dem Drehbuch für diesen und die anderen beiden Fortsetzungen gearbeitet wird, die alle gleichzeitig gedreht werden sollen. Die gute Nachricht für alle Anhänger der SF: Durch seine Entscheidung deutet James Cameron an, dass er sich offenbar endlich wieder daran erinnert hat, dass Effekte allein keinen großartigen Film ergeben, sondern man außerdem eine anständige Story braucht. Für den Erstling reichte es ja bekanntlich aus, den Plot von Pocahontas ins Weltall zu verlegen, doch gleich drei Filme mit übergreifendem Handlungsbogen zu plotten, ist da schon deutlich schwieriger. So schwierig, dass Cameron alleine für das Skript von Avatar 2 nach eigener Aussage sechs Monate brauchte. 

Der WatchDog meint: JC kann sich ruhig alle Zeit der Welt für die Drehbücher nehmen. Hauptsache, er hat im Gegensatz zu seinen letzten Filmen endlich mal wieder etwas zu erzählen und nicht nur zu zeigen. 


Bei einem Blick auf seinen Terminkalender ist Tom Hardy (dieses Jahr zu sehen in Mad Max: Fury Road) aufgefallen, dass er für die Dreharbeiten zu Suicide Squad gar keine Zeit hat. Ersetzen in der Rolle des Rick Flagg soll ihn angeblich Jake Gyllenhaal, wie TheWrap erfahren hat.

Der WatchDog meint: Warum habe ich bloß das Gefühl, dass Warner einem Film, auf den eigentlich niemand wirklich wartet, dadurch Relevanz zu verschaffen versucht, indem das Studio jede Menge A-List Schauspieler (Will Smith, Margot Robbie, Jared Leto, Jai Courtney, Cara Delevingne und Viola Davis) rankarrt? Wahrscheinlich liegt es daran, dass es einfach den Tatsachen entspricht.


Henry Cavill ist übrigens der Meinung, dass Batman v Superman: Dawn of Justice Kinogeschichte schreiben wird, weil der Film Supes und Bats zusammenbringt und Zack Snyder die Regie führt. Außerdem möchte er den Mann aus Stahl noch soi oft wie möglich spielen. Angrsprochen darauf, ob er für Ben Affleck, der in dem Film Batman spielt, einen Ratschlag hätte, antwortete Cavill: "Wir reden hier über Ben Affleck. Der braucht keine Ratschläge von mir." (Coming Soon) 

Der WatchDog meint: Der Streifen kommt zwar erst 2016 in die Kinos, doch man kann bekanntlich nie früh genug damit anfangen, die Werbetrommel zu rühren. Cavill Aussagen sind zwar PR-Sprech aus dem Lehrbuch, doch zu seiner Verteidigung muss eines auch mal gesagt werden: Wie soll er sich denn auch anders äußern, wenn den Journalisten nur so blöde Fragen einfallen?


Mittlerweile wurde die Liste der Nominierten für die diesjährige Oscar-Verleihung veröffentlicht, die am 22. Februar stattfindet. Die gute Nachricht: Wenn es wirklich optimal läuft, dann könnten Filme aus dem SF-Genre insgesamt 7 Goldjungen abgreifen. Und eine Statuette wird es auf jeden Fall für einen Science-Fiction-Film geben, da in der Kategorie Visual Effects ausschließlich Genre-Filme nominiert sind. Die schlechte: In den Kategorien der ersten Reihe (bester Film, bestes Drehbuch, bester Hauptdarsteller, beste Darstellerin) findet sich kein SF-Film oder ein Darsteller daraus. Auch nicht im Bezug auf die beste Nebenrolle (m/w). 

Nominiert wurden folgende SF-Filme (so schreibt Moviepilot): 

Big Hero 6 (Animated Feature)
Interstellar (Production Design, Music (Hans Zimmer), Sound Mixing, Sound Editing, Visual Effects)
Guardians of the Galaxy (Make-Up & Hairstyling, Visual Effects)
Captain America: The Winter Soldier
(Visual Effects)
Dawn of the Planet of the Apes (Visual Effects)
X-Men: Days of Future Past
(Visual Effects)

Der WatchDog meint: Man darf im Hinblick auf die Academy Awards nie vergessen, dass sie nicht Erfolg am Box Office prämieren, sondern Kunst. Und gelegentlich soll auch das eine oder andere politische Zeichen gesetzt werden. Das ist durchaus legitim, schafft aber irgendwie eine unschöne Distanz zwischen der Academy und dem Publikum. Doch dies ist ja kein neues Problem, sondern eines, das schon länger besteht. Seis drum. Wer mag, kann sich diese Nabelschau der Filmindustrie gerne anschauen. Ich werde die Nachstunden auf jeden Fall anders nutzen...
 

Trailer Review: "Marvel's The Avengers: Age of Ultron" & "Chappie"




In den letzten Tagen wurden neue Trailer zu zwei kommenden SF-Filmen vorgelegt, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Marvel's The Avengers: Age of Ultron auf atemlose Blockbuster-Action programmiert ist, kommt Neill Blomkamps Chappie eher sozial- und gesellschaftskritisch daher. Beide Filme eint allerdings, dass künstliche Intelligenzen im Mittelpunkt der Handlung stehen, die ein eigenes Bewusstsein entwickeln.Was aus dieser Entwicklung jedoch folgt, darauf geben die beiden Streifen ganz unterschiedliche Antworten. Schauen wir uns also mal an, was die neuen Trailer so zu bieten haben.


Hier der neue Trailer zu Avengers: Age of Ultron:


Rockte schon der erste Trailer zu Avengers: Age of Ultron mächtig, so schlägt auch der Nachfolger in die gleiche Kerbe: An allen Fronten wird gekämpft, Zivilisten rennen um ihr Leben und die Helden sind offenbar an einem absoluten Tiefpunkt angekommen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, der Film könnte ebenso gut den Titel Avengers: End of an Era tragen, denn das Team scheint an einem Wendepunkt in seiner Entwicklung stehen. Auf den Kampf zwischen Iron Man und dem Hulk entfallen auch im zweiten Film wieder zahlreiche Szenen, was die Erwartung schürt, dass diesem Fight eine zentrale Rolle in dem Streifen zukommt. Vielleicht will uns der Trailer aber auch nur in die Irre führen.

Wer genau hinschaut, dem werden gleich mehrere Personen auffallen, von denen bislang noch nie die Rede war. Um wen es sich bei dem Mann und den beiden Frauen handelt, darüber schießen nun die Spekulationen ins Kraut. Ich will mich daran aber gar nicht beteiligen, denn es muss ja auch Dinge geben, die man noch nicht im Vorfeld weiß. Ansonsten wiederholt der zweite Trailer zu Avengers: Age of Ultron noch einmal die zentralen Prämissen des Films, die schon der erste Trailer und vermittelt hatte. Dieser Umstand macht das neue Material nicht uninteressant, aber etwas weniger aufsehenerregend als das des Vorgängers. Bis zum Start des Films (in Deutschland ist es am 30. April soweit) sind es noch dreieinhalb Monate - Zeit genug also, um noch den einen oder anderen Trailer zu bringen, der den Fokus etwas anders legt. Warten wir mal ab, ob Marvel diese Chance nutzt.


Neill Blomkamps Chappie geht bei uns hingegen schon am 5. März an den Start. Zwei neue Trailer geben nun einen sehr guten Ausblick darauf, was uns in dem Streifen erwartet:



Neill Blomkamp wurde 2009 durch seinen Film District 9 bekannt und legte mit Elysium 2013 einen weiteren SF-Film nach. Nun also möchte er, dass wir uns für einen Roboter namens Chappie interessieren. Und das klappt richtig gut! Schon durch die Trailer wächst einem der Kerl dermaßen ans Herz, dass man sich unwillkürlich fragt, wie einem wohl erst ergehen wird, wenn man sich den ganzen Film anschaut, anstatt nur zwei Minuten daraus. Blomkamp hat wieder so weit wie möglich vor Ort gedreht, anstatt sich in ein Studio zurückzuziehen, was den Film in unserer Gegenwart erdet. Ein Eindruck, der zusätzlich noch dadurch gesteigert wird, dass im ersten Trailer Anderson Cooper auftritt, der tatsächlich als Anchor für CNN tätig ist. 

Natürlich wäre es Unsinn, wenn man die Behauptung aufstellen würde, Blomkamp hätte für Chappie einen komplett neuen Ansatz für die Bearbeitung der dem Film zugrunde liegenden Thematik gefunden. Selbstredend steht der Film in der Tradition von Werken wie Nummer 5 lebt! oder auch RoboCop. Wobei es spannend ist, dass Blomkamp die Verhältnisse aus dem Klassiker von Paul Verhoeven offenbar umdreht: Sollte man seinerzeit mit dem Cyborg mitfiebern, der gegen den Kampfroboter ED-209 antreten musste, so gelten die Sympathien diesmal dem Automaten, auf den ein Roboterhasser Jagd macht. Dass Chappie auch noch in soziale Unruhen hineingerät, macht den Ausgang des Plots kaum absehbar. Happy End? Möglich, aber nicht zwangsläufig. Konzentrierten sich die ersten Teaser in erster Linie auf Chappie, so bringt das neue Material nun auch Hugh Jackman und Sigourney Weaver ins Spiel, wobei Jackman zum Baddie des Streifens aufgebaut wird. Eine Rolle, die man ihm durchaus abnimmt. Insgesamt zwei gelungene Trailer zum Film, die nicht zu viel verraten, aber immerhin genug, dass man neugierig wird. So muss es sein.

Ghost in the Shell: Scarlett Johansson übernimmt Hauptrolle, Starttermin steht fest


Dass Mangas eine hervorragende Basis für Realverfilmungen darstellen, hat man in Hollywood längst erkannt. Nur mit der Realisierung solcher Adaptionen tun sich die Studios reichlich schwer. So wäre die Zahl der gescheiterten Anläufe, Katsuhiro Otomos Klassiker Akira mit Schauspielern aus Fleisch und Blut auf die große Leinwand zu bringen, mittlerweile einen eigenen Artikel wert. Ein weiterer berühmter Manga, der immer wieder Begehrlichkeiten in der Traumfabrik weckt, ist Ghost in the Shell von Masamune Shirow. DreamWorks Pictures sicherte sich vor einiger Zeit die Rechte an dem Stoff und glaubte, mit Margot Robbie eine Darstellerin für die Hauptrolle gefunden zu haben. Doch Mitte Oktober 2014 gab Robbie DreamWorks den Laufpass, um in der Comicverfilmung Suicide Squad die Rolle der Harley Quinn zu übernehmen. Ein Rückschlag für die GitS-Adaption, doch inzwischen in das Projekt wieder in der Spur, wie jüngste Entwicklungen zeigen.

Der Manga Ghost in the Shell von Masamune Shirow erschien 1989 erstmals in Japan. Angesiedelt im Jahre 2029, erzählt seine Geschichte von einer Gesellschaft, in der viele Menschen Cyborgs sind, weil bei ihnen Teile ihres Körpers (oder auch der ganze Leib) durch künstliche Austauschteile ersetzt wurden. Sogar das Gehirn lässt sich bis auf einige wenige Zellen durch ein sogenanntes Cyberbrain ersetzen. Verpackt in einer Biokapsel (Shell) stecken in jedem Cyborg menschliche Gehirnzellen mit seinem Geist (Ghost), der Identität und seiner Persönlichkeit. Womit dann auch der Titel des Mangas geklärt wäre. Die Gesellschaft kommt ins Schwanken, als es einem Hacker gelingt, die Sicherheitsbarrieren der Shell zu überwinden und einen Ghost mit seinem künstlichen Körper fremdzusteuern. Seine Opfer verlieren ihre Identität und begehen Verbrechen für ihn oder seine unbekannten Auftraggeber. Da der Hacker sogar wichtige Politiker unter seine Kontrolle bringen kann, wird die Spezialeinheit Sektion 9 unter Major Motoko Kusanagi auf die Jagd nach dem Hacker angesetzt. Kusanagi selbst besitzt einen  hochmodernen Cyborg-Körper mit übermenschlichen Kräften. Die Hatz auf den Hacker wird für sie dadurch nicht zuletzt auch eine sehr persönliche Angelegenheit.

Der Erfolg des Mangas ebnete den Weg für eine Adaption des Stoffes als Anime, der 1995 unter dem Titel Ghost in the Shell in die japanischen Kinos kam. Ihm folgten 2004 das Sequel Ghost in the Shell 2: Innocence und ab 2013 die Filmreihe Ghost in The Shell: Arise, in der neue Geschichten erzählt werden. Zudem gab es eine TV-Serie, einen Fernsehfilm und Videospiele. 

Und wie Disney (der Konzern wird den Vertrieb des Films übernehmen) nun bekannt gab, wird 2017 eine Realverfilmung des Stoffes den Reigen der Adaptionen von Shirows Manga ergänzen. Darüber berichtet u.a. Deadline. Das Studio hat sich dabei auf den 14. April 2017 als Termin für den Start des Films in den USA festgelegt. Die Hauptrolle in der Hollywood-Version von Ghost in the Shell wird - dies vermeldeten die Brachendienste schon vor einigen Tagen - Scarlett Johansson übernehmen, die für den Job angeblich 10 Mio. Dollar kassieren wird. Ob diese Zahl stimmt, sei mal dahingestellt. Realisitisch ist dieses Salär jedoch schon, denn die 30-Jährige ist nicht zuletzt wegen ihrer Beteiligung an Comicverfilmungen wie Marvel's The Avengers und demnächst Avengers: Age of Ultron dick im Geschäft. Außerdem wurde von den Studiobossen sehr aufmerksam registriert, dass Luc Bessons SF-Actioner Lucy, dessen Promotion primär auf die Tatsache setzte, dass Johansson in der Hauptrolle zusehen sein würde, im letzten Jahr ein großer finanzieller Erfolg war. Johansson und futuristische Action ist eine Mischung, die auf der Leinwand aufgeht.

Johanssons Verpflichtung für Ghost in the Shell sorgte natürlich für Spekulationen über ihre Zukunft im Marvel-Filmuniversum. Mit der Bekanntgabe des Starttermins von GitS für 2017 dürfte sich diesen Thema allerdings erledigt haben. Captain America: Civil War ist für 2016 geplant und Avengers: Infinity War Part 1 für 2018. Die Dreharbeiten zu GitS passen da problemlos zwischen. Außerdem ist noch nicht einmal offiziell geklärt, ob Johanssons Figur Black Widow in diesen Filmen überhaupt vorkommen wird. Einen Black-Widow-Solofilm hat Marvel ohnehin nicht auf der Agenda. Und da Disney sowohl bei Marvel als auch bei GitS seine Finger im Spiel hat, wird der Konzern im Zweifelsfall schon dafür sorgen, dass Johansson an allen Filmprojekten teilnehmen kann, für die man sie haben möchte und in denen sie auftreten will. 

Die Realverfilmung von Ghost in the Shell hat mit Rupert Sanders bereits einen Regisseur. Das Drehbuch stammt von  und Avi Arad, Ari Arad und Steven Paul zu den Produzenten gehören. 

Ghost in the Shell wird am 14. April 2017 in den USA anlaufen.

Genre-TV: News zu "Minority Report", "51st State", "Arrow", "Flash", "Supergirl", "Orphan Black" und "Humans"


Das Jahr 2015 ist ja noch jung, doch in Sachen Genre-TV sind bereits zu diesem Zeitpunkt einige Entscheidungen gefallen, die Auswirkungen auf den Rest des Jahres haben werden bzw. haben könnten.

So berichtet Variety, dass der Sender Fox den Pilotfilm zu einer potenziellen neuen Serie bestellt haben soll, die auf dem Film Minority Report basiert.  Solch eine Nachricht gab es im September 2014 schon einmal (ich berichtete), doch wurde sie nie durch den Sender bestätigt. Auch jetzt steht bislang solch eine offizielle Erklärung von Fox noch aus, weshalb man diesen Artikel des Branchendienstes vorerst mit einer gewissen Vorsicht genießen sollte. Was die Prämisse der MR-Serie angeht, so wiederholt Variety das, was man auch schon vor einigen Monaten zu erzählen wusste: Im Zentrum des Plots wird einer der drei Precogs stehen, der versucht, ein ganz normales Leben zu führen. Jedoch wird er von Visionen über die Zukunft gequält. Als er eine Polizistin trifft, die von ihrer Vergangenheit verfolgt wird, ergibt sich für den Precog eine Chance, seine Gabe sinnvoll einzusetzen. Der Pilot zu Minority Report wird geschrieben von Max Borenstein. An der Produktion sind neben Amblin Entertainment auch gleichermaßen Twentieth Century Fox TV und Paramount TV beteiligt. Sollte es zur Bestellung einer ersten Staffel kommen, wird diese wahrscheinlich im Herbst 2015 zu sehen sein.

Auch Syfy gibt in Sachen SF-Serien weiter Gas. Eine ganze Reihe von neuen Projekten wurde zwar schon in den letzten Monaten zur Entwicklung in Auftrag gegeben, doch möchte man noch etwas mehr Auswahl an Stoffen haben. Nun ließ der Sender verlauten, dass Autor Craig Borten (Dallas Buyers Club) seinen Vorschlag für eine Serie mit dem Titel 51st State zu einem Drehbuch für einen Pilotfilm ausarbeiten soll. Als Produzenten sind Peter Chernin (Dawn of the Planet of the Apes) und  Katherine Pope (New Girl) mit von der Partie. Produzierendes Studio ist in diesem Falle Fox 21 Television Studios. Darüber berichtet u.a. Coming Soon. 51st State spielt in einer Zukunft, in der die USA in Sachen Platz in den Gefängnissen an ihre Grenzen stoßen. Also kaufen sie kurzerhand Grönland und wandeln es in einen Knast um, in dem sich die Insassen in gewissen Grenzen frei bewegen dürfen. Doch natürlich wird dieses Versprechen - und auch andere - gebrochen und es kommt zur Revolte. In dem ganzen Chaos entpuppen sich einige Knackies als Helden wider Willen. Doch wofür kämpfen sie eigentlich genau? Wer bei der Beschreibung an den SF-Klassiker Escape from New York (dt.: Die Klappenschlange) denkt, liegt sicherlich nicht ganz falsch. Warten wir mal ab, was auch der ganzen Sache wird. Die Leute, die hinter dem Projekt stehen, sind auf jeden Fall namhaft. Eine Garantie, dass die Serie wirklich kommt, ist dies aber noch nicht.

Nachdem CW in den letzten Jahren so manche Nackenschläge einstecken musste, kann das Network mit der Performance seiner Serien über weite Strecken sehr zufrieden sein. Insbesonders auch mit jenen neuen Produktionen, die man mit Beginn der TV-Saison 2014/2015 ins Rennen geschickt hatte. Da überrascht es nicht, dass man bereits jetzt die Verlängerung gleich einer ganzen Reihe von Serien für die kommende Season 2015/2016 bekannt gegeben hat. Coming Soon hat die Meldung dazu. Für die Genre-Fans bedeutet dies, dass ihnen die Comicverfilmungen Arrow (bekommt eine 4. Staffel) und Flash (2. Staffel) erhalten bleiben. Aber auch der Wackelkandidat The 100 hat den Cut geschafft und geht in eine dritte Runde. Außerdem verlängerte CW die Serien  Jane the Virgin (Staffel 2), Reign (Staffel 3), Supernatural (Staffel 11), The Originals (Staffel 3) und The Vampire Diaries (Staffel 7). Weil nur Heart of Dixie abgesetzt wird, hat der Sender im Hinblick auf die kommende Saison kaum Bedarf an neuen Serien. Dennoch denkt man natürlich über neue Angebote nach. Angeblich überprüft man derzeit, ob man mit The Atom eine weitere Comicverfilmung aus dem Hause DC Comics ins Rennen schicken soll. Diese wäre dann ein direktes Spin-Off aus Arrow. Die Planungen sind aber noch in einem sehr frühen Stadium. Mehr als ein Planspiel dürften sie nicht sein.

Über das Stadium eines Planspiels ist die Serie Supergirl bei CBS inzwischen deutlich hinaus. Zwar hat man immer noch keine Schauspielerin für die Hauptrolle in dieser DC-Comicverfilmung gefunden, doch ansonsten sind die Planungen sehr weit fortgeschritten. Selbst das Kostün für die Heldin hat man bei Warner Bros. TV bereits fertig, doch zu sehen bekommen wir es wohl erst, wenn klar ist, wer drinstecken wird. Was der Sender ansonsten im Rahmen der Television Critics Association’s Press Tour in Pasadena zu der Serie zu sagen hatte, erspare ich euch. Denn über ein "Das wird total klasse. Das wird total toll!" kam man unterm Strich nicht hinaus. Wer es dennoch nachlesen will, kann sich den Bericht von Entertainment Weekly dazu anschauen. CBS hat von Supergirl direkt eine erste Staffel bestellt. Wann diese anlaufen wird, steht offiziell noch nicht fest. Der Herbst 2015 erscheint jedoch als ein sehr wahrscheinlicher Zeitraum.

Wann die dritte Staffel von Orphan Black bei BBC America zur Ausstrahlung kommt, wissen wir hingegen ganz genau. Am 18. April diesen Jahres wird es soweit sein, wie uns ein Teaser offenbart, der zu den neuen Folgen veröffentlicht wurde. 



Außerdem gibt es noch zwei Fotos aus der kommenden Staffel:


Das Klon-Drama Orphan Black hat auch hierzulande viele Fans, die der Fortsetzung der Geschichte gespannt entgegenfiebern. Die Serie war unter anderem bei ZDF_Neo zu sehen.

Via ARTE hingegen kam die schwedische SF-Serie Real Humans zu uns. Wie ich Mitte Oktober schon einmal berichtete (Link zum Beitrag), wird für den amerikanischen Sender AMC und den britischen Channel 4 eine Neuauflage mit dem Titel Humans produziert, die dieses Jahr starten soll. Sie folgt dabei der Prämisse des Originals: Erzählt wird von einer Gesellschaft in der nahen Zukunft, in der lebensecht wirklende Roboter - sogenannte Synth - als Hauspersonal der letzte Schrei sind. Doch manche dieser Roboter wollen sich mit ihrem Schicksal nicht einfach abfinden. Dies bekommt auch eine Familie zu spüren, die sich nichtsahnend einen Synth ins Haus holt.

AMC und Channel 4 haben nun ein Promofoto veröffentlicht, das Gemma Chan als einen Synth mit Namen Anita zeigt.


Der Cast der Serie kann sich sehen lassen, denn er enthält William Hurt, Katherine Parkinson, Tom Goodman-Hill, Colin Morgan, Rebecca Front, Neil Maskell und Gemma Chan. Einen genauen Termin für den Start von Humans haben die beteiligten Sender noch nicht mitgeteilt. 

Mark Brandis: Neue Infos und Hörprobe zu "Planetaktion Z"


Ende Januar setzen Interplanar und Folgenreich ihre SF-Hörspielserie Mark Brandis mit der neuen Produktion Planetaktion Z fort. Mitte Dezember 2014 ging ich bereits einmal auf dieses Hörspiel ein (Link zum Artikel) und präsentierte in dem Zusammenhang den Klappentext, das Cover, Besetzung usw.

Der Klappentext zu Planetaktion Z lautet bekanntlich wie folgt:

2136: Ein Notruf hat den Raumnotrettungskreuzer Florence Nightingale zur Barrakuda geführt. Im leeren Luxuskreuzer entdeckt Vormann Grischa Romen Spuren eines Verbrechens, das er sich nicht erklären kann. Als er zur Erde zurückkehrt, stellt er fest, dass sich das politische Klima der Union inzwischen verändert hat. Bereits ausgerottet geglaubte Fremdenfeindlichkeit ist wieder aufgeflackert, und bald muss der stolze Tzigan um sein Leben fürchten ...

Eine neue Pressemitteilung zum Hörspiel verrät nun einige zusatzliche Details über den Plot der Folge. Und wie schon 2011, als die Hörspiele Operation Sonnenfracht/Alarm für die Erde mit dem Reaktorzwischenfall von Fukushima zusammenfielen, so weißt die Handlung von Planetaktion Z  geradezu beängstigende Parallelen zu jüngsten Ereignissen in unserer Gegenwart auf:

"Nach der Zerstörung des auf die Erde stürzenden Meteors und der daraus resultierenden Atmosphärenverdunkelung herrscht seit Jahren große Hungersnot auf der Erde. In der Folge Planetaktion Z wird für ein Attentat von sechs rachsüchtigen Roma an einem hochrangigen Politiker gleich die ganze Volksgruppe verantwortlich gemacht und es kommt sogar zu Zwangsdeportierungen. Dies erfährt auch Mark Brandis‘ Freund, der Tzigan Grischa Romen am eigenen Leibe…"

Hier ist zudem eine Hörprobe aus dem kommenden Hörspiel:



Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Frankreich dürfte diesem Hörspiel vom Publikum sicherlich große Aufmerksamkeit entgegengebracht und seine Geschichte intensiv diskutiert werden. Eine Rezension von Planetaktion Z gibt es natürlich auch von mir wieder hier im Blog.

Mark Brandis: Planetaktion Z ist eine Produktion von Interplanar für Folgenreich. Ab dem 30. Januar 2015 ist das Hörspiel offiziell im Handel.



Capes and Trunks: News zu "Daredevil", "Gambit", "Ant-Man" und "Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D."


Obwohl das X-Men-Universum einen schier unerschöpflichen Vorrat an Charakteren zu bieten hat, kam bislang nur Wolverine in den Genuss eines Solo-Films. Dies soll sich aber nach dem Willen von 20th Century Fox bald ändern. Eines der angepeilten Projekte hat nun offiziell einen Starttermin erhalten. Wie Coming Soon meldet, gab das Studio bekannt, dass man am 7. Oktober 2016 einen Streifen mit dem Mutanten Gambit in die amerikanischen Kinos bringen wird. Verkörpern wird ihn Channing Tatum, der im nächsten Monat in Jupiter Ascending zu sehen ist. Mit dieser Ankündigung geht Fox endgültig für das Jahr 2016 zur Großoffensive in Sachen Comicverfilmung über, denn für den 12. Februar ist das Kino-Debüt von Deadpool geplant und für den 27. Mai des gleichen Jahres der Film X-Men: Apocalypse (alle Termine: US-Starts). Wenn das mal gut geht...


Ursprünglich von 20th Century Fox lizensiert, sind die Rechte an Daredevil mittlerweile zu Marvel Studios zurückgekehrt. Und dort weiß man sie sogleich für eine Realserie zu nutzen, die demnächst bei Netflix zu sehen sein wird. Genauer gesagt ab dem 10. April 2015, wie der Streaming-Anbieter nun erklärte. Die Hauptrolle des blinden Anwalts Matt Murdock, dessen andere Sinne aber außergewöhnlich stark entwickelt sind, wird dabei von Charlie Cox verkörpert. Als Superheld Daredevil geht er im Dunkel der Nacht auf Verbrecherjagd in Hell's Kitchen, New York.

Hier ist ein Teaser-Video zur Serie.


In weiteren Rollen sind Rosario Dawson, Vincent D’Onofrio, Deborah Ann Woll und Elden Henson. Daredevil eine Produktion von Marvel Television und ABC Studios.


Bereits in ihrer zweiten Season befindet sich hingegen Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. . Wer sich für die Serie interessiert, aber auf eine Free-TV Premiere gewartet hat, sollte sich den 14. Februar 2015 im Kalender ankreuzen. Denn ab diesem Termin läuft die Serie immer samstags ab 20:15 Uhr, wie Quotenmeter erfahren hat. Zum Auftakt wird gleich ein Dreierpack geboten; die erste Staffel umfasst insgesamt 22 Folgen.


Im Rahmen der Ausstrahlung der ersten beiden Folgen von Agent Carter wurde von Marvel der erste Trailer zum Film Ant-Man ausgestrahlt, der am 23. Juli 2015 in den deutschen Kinos anläuft. Wer ihn von euch noch nicht kennt, kann ihn sich hier anschauen:


Paul Rudd, Michael Douglas und Evangeline Lilly spielen die Hauptrollen in dieser Marvel-Comicverfilmung von Peyton Reed. Um der Wahrheit wie immer die Ehre zu geben: Für einen ersten Trailer ist das Material gar nicht schlecht, doch umgehauen hat es mich nicht. Bislang konnte ich noch keinen echten Bezug zum Protagonisten aufbauen. Wobei das überstrapazierte Klischee vom Knackie, der die Chance bekommt, sich zu rehabilitieren, in dieser Hinsicht auch nicht sonderlich hilfreich war. Aber es ist ja noch etwas Zeit und anschauen werde ich mir den Streifen wohl ohnehin. Ganz gleich, ob mich die Trailer bis dahin vollständig überzeugt haben oder nicht.

Rezension: Rick Future 6 (Second Edition): Kampf der Brüder / Rick Future 7 (SE): Die fünfte Prüfung


Hätte Sven Matthias, als er sich im Jahre 2011 dazu entschloss, den Folgen ersten Staffel der von ihm ersonnenen und produzierten SF-Hörspielserie Rick Future eine Neuauflage in Form sogenannter Second Editions zu verpassen, bereits gewusst, dass dieses Unternehmen erst im Januar 2015 seinen Abschluss finden würde, er hätte es vielleicht sein gelassen. So aber schickte er zusammen mit seinen Mitstreitern Dane Rahlmeyer und Tim Gössler Ende Januar 2012 mit Rick Future 1 (SE): Planet der Träumer die erste Second Edition ins Rennen und ließ noch im gleichen Jahr Rick Future 2 (SE): Die Masken der Loth folgen. Im Jahre 2013 kamen dann Rick Future 3 (SE): Die vergessenen Krieger sowie Rick Future 4 (SE): Zeitsturm. Das Jahr 2014 erlebte schließlich Rick Future 5 (SE): Roter Sand und außerdem mit Rick Future 6 (SE): Kampf der Brüder die erste Folge eines Zweiteilers, dessen Abschluss Rick Future 7 (SE): Die fünfte Prüfung nun seit dem 6. Januar 2015 ebenfalls zum kostenlosen Download bereitsteht. Und weil Folge 7 zugleich das Staffelfinale repräsentiert, wäre er damit also vollbracht, der Kraftakt namens Second Edition Staffel 1. Gratulation! Doch was taugt der Zweiteiler RF 6 (SE) / RF 7 (SE) inhaltlich? Hat sich das Warten für die Fans gelohnt?

In RF 6 (SE): Kampf der Brüder kommt es nach dem Absturz der Eric (siehe: RF 5: Roter Sand) zwischen Rick und Hubert zu erheblichen Spannungen und die langjährige Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Selbst Evi scheint den Streit nicht schlichten zu können. Doch dann sieht sich Hubert unerwartet mit den Schatten seiner familiären Vergangenheit konfrontiert und es verschlägt ihn auf seine Heimatwelt Golwonia. Rick folgt ihm dorthin, kann seinem Freund aber leider keine richtige Hilfe sein, weil der Terraner selbst schnell in ernsthaften Schwierigkeiten steckt. In RF 7 (SE): Die fünfte Prüfung spitzt sich die Situation dann immer weiter zu, der Konflikt mit dem Völkerbund droht zu eskalieren und auf ihrer Jagd nach dem legendären Eiswurm erkennen Hubert und sein Bruder Letreus die wahre Natur ihrer Mission, auf die sie von ihrem Vater geschickt wurden. Rick macht derweil die Bekanntschaft mit einem gewissen Raumpiraten namens Garlyn...

Wenngleich es sich im Gegensatz zu den Second Editions der Folgen 1 bis 5 bei dem Zweiteiler RF 6 (SE) / RF 7 (SE) nicht um eine komplette Neuproduktion handelt, so ist es doch eine wirklich weitreichende Überarbeitung, die das Team um Sven Matthias diesen Episoden hat angedeihen lassen. Als Resultat dieser Anstrengungen dürfte es wohl keine einzige Szene in diesen Hörspielen mehr geben, deren Klangkulisse nicht wirkungsvoll ergänzt wurde. Darüber hinaus wurden manche Sequenzen umgestellt und sogar einzelne Szenen vollständig entfernt, die in der ursprünglichen Fassung den Erzählfluss eher gehemmt als gefördert hatten. Außerdem kommen beide Produktionen mit einem komplett neuen Soundtrack aus der Feder von Tim Gössler daher, der dem Geschehen einen stimmungsvollen Rahmen gibt. Ebenfalls neu ist übrigens auch der eigens von Dane Rahlmeyer für die Second Edition geschriebene Epilog am Ende von Folge 7, mit dem der Bogen zu den Ereignissen in Staffel 2 geschlagen wird. Eine schöne Idee, die für zusätzliche innere Geschlossenheit innerhalb der Serie sorgt. Colin M. Winkler schuf für die beiden Folgen zudem neue Cover. Es gibt also auch für jene, die mit den ersten Fassungen vertraut sind, jede Menge Neues zu entdecken, und alle Hörer – ob alte RF-Hasen oder Neueinsteiger - kommen in den Genuss einer definitiven Fassung dieser Geschichte, die deutlich kompakter, flüssiger und damit packender ist als zuvor.

Was die Besetzung angeht, so führt Markus Raab als Erzähler durch die Geschichte, während Sven Matthias, Ralf Searge Pappers, und Michelle Martin wie gehabt in den Hauptrollen zu hören sind. In Folge 7 stößt der von Tom Steinbrecher gesprochene Garlyn zu diesem Trio. Detlef Tams absolviert einen erneuten Auftritt als Huggins, Helmut Krauss leiht Huberts Vater Trankadios seine Stimme. Thomas Kramer, Tom Westerholt, Robert Kerick, Hannah Jöllenbeck, Martin Otto Wertsch, Michael Gerdes, Matthias Ubert, Marco Schmidt, Kaya Dogan, Jan Schroeder, Ron Bühler und Sylvester Beck vervollständigen einen Cast, zu dem auch noch Mica Wanner, Sabrina Heuer-Diakow, Joachim Klotz und Dorle Hoffmann gehören. Alle Sprecherinnen und Sprecher liefern eine wirklich überzeugende Leistung ab, wobei sich Tim Gössler ein zusätzliches Lob verdient hat, denn er verkörpert gleichzeitig die Charaktere Grennit, Marvis und Bolk, ohne dass es einem direkt auffällt. Das muss man erst einmal so hinbekommen.

Mit der Veröffentlichung von Rick Future 7: Die fünfte Prüfung liegt die Serie nun wieder lückenlos vor. Wie eingangs beschrieben, war es ein ganz schöner Weg bis hierhin, doch lässt sich eines ohne jede Einschränkung feststellen: Der Aufwand und nicht zuletzt die Zeit, die von der Produktionscrew in die Neufassungen der Episoden 1 bis 7 von Rick Future investiert wurden, haben sich auf ganzer Linie gelohnt. Denn durch die Second Editions kommen nun auch die ersten Folgen der Serie in jener hohen Qualität daher, wie sie Langzeithörer bereits von den Staffeln 2 und 3 gewohnt sind. Und neuen Fans präsentiert sich die Serie damit von Beginn an auf Top-Niveau, was sie noch reizvoller macht, als sie es vorher ohnehin schon war. Der Zweiteiler RF 6 (SE): Kampf der Brüder / RF 7 (SE): Die fünfte Prüfung bildet dabei einen gelungenen Abschluss der ersten Staffel, weil er nicht nur intensiv den Charakter von Ricks Freund Hubert und die Verhältnisse auf dessen Heimatwelt Golwonia beleuchtet, sondern gleichzeitig auch eine ganze Reihe von Weichen für die zweite Staffel stellt. Es handelt sich also um zwei Folgen mit großer Bedeutung für die Serie, und an dem Aufwand, der für Überarbeitung der ursprünglichen Fassungen getrieben wurde, lässt sich ablesen, dass die Macher sich dieser Tatsache jederzeit voll bewusst waren. Und das Resultat braucht Vergleiche mit anderen Hörspielen aus dem Science-Fiction-Genre absolut nicht zu scheuen.


Rick Future ist eine Hörspielserie von Sven Matthias in Zusammenarbeit mit Dane Rahlmeyer und Tim Gössler, mit freundlicher Unterstützung von hoerspielprojekt.de. Die Folgen der Serie stehen auf der offiziellen Website von Rick Future zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Ab Februar auf Blu-Ray: "Predestination" - Zeitreise-Thriller mit Ethan Hawke


Ein bekannter Hauptdarsteller ist ja leider schon seit geweisser Zeit keine Garantie mehr dafür, dass man einen Film hierzulande im Kino erleben kann. Letztes Jahr traf es beispielsweise Under the Skin mit Scarlett Johansson. Im Februar nun erlebt mit Predestination eine Produktion in Deutschland ihre Premiere direkt auf BD/DVD, die in den USA am 9. Januar 2015 in die Kinos kommt.

In dem Film von Michael und eter Spierig geht es um einen Zeitreise-Agenten (gespielt von Ethan Hawke), dessen Missionen darauf abzielen, zukünftige Killer von ihren Taten abzuhalten. Jeder Agent kann nur eine gewisse Zahl an Zeitreisen unternehmen, und für dem Protagonisten steht sein letzter Auftrag bevor. Und dieser hat es in sich, denn der Agent muss einen Kriminellen stoppen, der ihm immer wieder durch die Lappen gegangen ist. Schafft er es nicht, wird es zu einem verheerenden Anschlag kommen, dem Tausende zum Opfer fallen werden.

Hier ist ein deutscher Trailer zu Predestination:


Dass Skript der Spierig-Brüder basiert auf der Kurzgeschichte All You Zombies, die von keinem Geringeren als Robert A. Heinlein verfasst wurde. Von ihm stammen auch Klassiker der SF-Literatur wie Starship Troopers oder Stranger in a Strange Land. Neben Ethan Hawke spielen Sarah Snook, Noah Taylor und Christopher Kirby die weiteren Hauptrollen in Predestination.

Predestination kommt am 5. Februar 2015 in Deutschland offiziell in den Handel. 

Ausblick auf das Kinojahr 2015: Was schaut sich der Watchman an ?


Ich habe es mir vor einiger Zeit zur Gewohnheit gemacht, in den ersten Tagen eines neuen Jahres eine Aufstellung der Genre-Filme zu erstellen, die in den kommenden 12 Monaten in unsere Kinos kommen. Ich tue dies einerseits, um ganz grundsätzlich den Überblick zu behalten, andererseits aber auch, um bereits eine Vorauswahl darüber zu treffen, welche Produktionen ich in jeden Fall im Kino sehen will (Kategorie 1), welche vielleicht (Kategorie 2) und welche mit großer Wahrscheinlichkeit eher nicht (Kategorie 3). Letztes Jahr habe ich euch das Ergebnis meines Auswahlprozesses hier im Blog vorgestellt, und nun will es hinsichtlich des Kinojahrs 2015 erneut tun. Meine Entscheidungen basieren auf dem Material, das bis zum jetzigen Zeitpunkt vorliegt. Es ist daher durchaus denkbar, dass ich Filme im Verlauf der nächsten Zeit noch einmal neu bewerte - zum Beispiel dann, wenn zu Streifen noch derart gute Trailer vorgelegt werden, dass es mich entgegen ursprünglicher Planung doch reizt, sie im Kino zu gucken.

Hier also nun mein persönlicher Ausblick auf das Kinojahr 2015. Um die Sache etwas spannender zu machen, fange ich mit der der Kategorie 3 an - also mit jenen Filmen, die ich mir mit großer Wahrscheinlichkeit schenken werde. In Klammern gebe ich zu eurer Orientierung immer die im Moment aktuellen Starttermine an. Bedenkt bitte: Auch diese Daten können sich noch ändern.

Was lässt den Watchman kalt?

Dass es im Zuge des Erfolgs der Hunger-Games-Filme Trittbrettfahrer-Produktionen geben würde, war ja abzusehen. Und mit Divergent sowie Maze Runner kamen sie 2014 dann auch in die Kinos. Da mich diese Streifen aber nicht hinterm Ofen hervorlocken konnten, sind die Sequels Insurgent – Die Bestimmung (19. März) und Maze Runner 2 – Die Auserwählten in der Brandwüste (29. September) dieses Jahr für mich ebenfalls kein Thema. Der Superhelden-Streifen Max Steel (9. April) ist hingegen für mich gar nicht mal ohne Reiz, wird aber Opfer des Überangebots, da es dieses Jahr drei Comicverfilmungen gibt, die mich deutlich mehr interessieren. Und wenngleich die Trailer und Fotos zu Mad Max 4: Fury Road zahlreiche Fans in Verzückung versetzt haben, geht es mir definitiv nicht so. Vielmehr fiel es mir sogar richtig leicht, diese tumbe Materialschlacht auf die Liste jener Streifen zu setzen, die ich mit größter Wahrscheinlichkeit nicht sehen werde.

Welches sind die Wackelkandidaten?

Wie in den Vorjahren, so gibt es 2015 erneut gleich mehrere Filme, bei denen ich noch unentschlossen bin. Da wäre beispielsweise Kingsman – The Secret Service (6. Februar). Die Trailer zu dieser locker-flockigen Agentenstory von Matthew Vaughn sehen nicht schlecht aus, doch der Funke ist bei mir bislang noch nicht richtig übergesprungen. Gleichzeitig habe ich für diesen Monat nur noch einen anderen Film auf dem Zettel. Vielleicht kann ich mich ja doch noch überwinden. Ebenfalls von Agenten handelt Codename U.N.C.L.E. (13. August), ein Remake des Serienklassikers Solo für U.N.C.L.E. aus den Jahren 1964 bis 1968. Regie führt Guy Ritchie, die Hauptrollen sind mit Henry Cavill und Armie Hammer besetzt. Eigentlich durchaus mein Ding, doch ich will erst noch die Trailer abwarten, ehe ich mich entscheide. Kaum Material gibt es bislang auch zu Tomorrowland – Projekt: Neuland (28. Mai). Brad Bird führt Regie, zum Cast gehört u.a. George Clooney. Auch in diesem Fall gilt: Nach den ersten Trailern fällt die Entscheidung. Transporter – The Legacy (18. Juni) ist eigentlich witzlos, da Jason Statham nicht mehr die Hauptrolle spielt. Da ich die Reihe aber mag, buche ich den neuen Film aber vorerst unter Vorbehalt ab. Und sollte der Sommer Ende August immer noch richtig heiß sein, ziehe ich mich einfach ins Kino zurück und schaue mir Hitman - Agent 47 (27. August) an.
 
Was schaut sich der Watchman denn nun definitiv an?

Kommen wir nun endlich auf jene Filme zu sprechen, die ich unbedingt sehen möchte. Dabei können wir einige offensichtliche Kandidaten gleich zu beginn abhandeln. Natürlich stehen Marvel's The Avengers 2: Age of Ultron (30. April) und Star Wars: Das Erwachen der Macht (17. Dezember) genauso auf meinem Zettel, wie auch Terminator: Genisys (9. Juli) und das neue 007-Abenteuer James Bond 007 - Spectre (5. November). Eigentlich schon für 2014 vorgesehen, kommt Jupiter Ascending (5. Februar) von den Wachowski-Geschwistern erst im Februar 2015 in die Kinos. Mit diesem Film werde ich mein Kinojahr einläuten, denn die opulente Optik hat mich wirklich überzeugt. Ob die Handlung da qualitativ mithalten kann? Ich will es hoffen. Was den Plot von Jurassic World angeht, so mache ich mir da allerdings keine falschen Hoffnungen, denn er wird sich nicht großartig vom dem unterscheiden, was in den ersten Filmen passierte. Ich setzte jedoch darauf, ein spannendes und humorvolles Action-Spektakel zu erleben. Die Comicverfilmungen Ant-Man (23. Juli) und Fantastic Four (6. August) will ich ebenfalls im Kino erleben. Ausgerechnet auf letzteren Film bin ich wirklich gespannt. Vielleicht gerade deshalb, weil er im Netz von so manchen Leuten ohne jeden sachlichen Grund schlechtgeredet wird. Und weil ich bisher jeden Film der Tribute-von-Panem-Serie gesehen habe, werde ich mir natürlich auch mit Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 (19. November) den Abschluss der Saga geben. Wenn schon, denn schon.

Als Drehbuchautor von Filmen wie 28 Days Later, Sunshine und vor allem Dredd hat Alex Garland bei mir einen ganz großen Stein im Brett. Dieses Jahr gibt er mit Ex Machina (23. April) sein Debüt als Regisseur, das ich mir nicht entgehen lassen will. Der Film mit Domhnall Gleeson und Alicia Vikander dreht sich um die Frage, wann eine künstliche Intelligenz die Schwelle zu einem eigenen Bewusstsein überschreitet. Das klingt zunächst einmal recht konventionell, doch Garland hat da bestimmt noch das eine oder andere Ass im Ärmel. Der Trailer sah auf jeden Fall so gut aus, dass er mich richtig neugierig gemacht hat. Ebenfalls ein guter Bekannter ist Neill Blomkamp. Mit District 9 konnte er mich vollkommen überzeugen, mit Elysium hingegen nicht so sehr. Sein neuer Film heißt Chappie (5. März), ist u.a. mit Hugh Jackman und Sigourney Weaver besetzt und handelt von einem Roboter, der über eine hochentwickelte künstliche Intelligenz verfügt. Damit weckt er das Interesse von Verbrechern, aber auch eine Menge Ängste bei Wissenschaftlern, Politikern und Militärs. Der Trailer vermittelte mir den Eindruck, Blomkamp habe ich sich wieder darauf besonnen, was District 9 im Jahre 2009 so erfolgreich gemacht hatte, und wolle nun wieder daran anknüpfen. Hoffentlich gelingt es ihm. Und an seine SF-Klassiker Alien und Blade Runner anschließen kann hoffentlich auch Ridely Scott mit seinem neuen Film The Martian (26. November). Matt Damon spielt den Astronauten Mark Watney, der auf dem Mars zurückgelassen wird, weil man ihn für tot hält. Doch dem ist nicht so. Watney lebt und beschließt, sich nicht mit seinem Schicksal abzufinden, sondern solange durchzuhalten, bis Hilfe kommt. Neben Matt Damon ist u.a. auch noch Jessica Chastain (aus Interstellar) mit von der Partie. Für Fans von Gravity und Interstellar (ich gehöre dazu) ist dieser Film ein Muss.

Gibt es auch ein Fazit?

Mit derzeit 12 Filmen, die ich in den kommenden Monaten auf der großen Leinwand erleben möchte, ist mein Kalender für das Kinojahr 2015 so gut gefüllt wie in den letzten Jahren auch. Meine Erwartungshaltung geht dahin, dass ich mich durchaus auf ein spannendes Jahr einstelle. Und auch aus meinen absoluten Favoriten will ich ebenfalls keinen Hehl machen: Avengers 2: Age of Ultron, Star Wars: Das Erwachen der Macht, The Martian und James Bond 007: Spectre sind die Filme, auf die ich mich schon heute gewaltig freue und die ich auf gar keinen Fall verpassen will. Gleichzeitig kann man natürlich nicht leugnen, dass wir es wieder einmal mit jeder Menge Fortsetzungen, Remakes und Reboots zu tun bekommen werden. Doch ich will dies vorderhand gar nicht so stark kritisieren, sondern erst einmal abwarten, was die Filme selbst taugen. Meckern kann ich hinterher ja immer noch. Denn eine faire Chance hat jeder Film zunächst einmal immerhin verdient – sei er ein origineller Stoff oder eine Remake, Reboot und Sequel. Vielleicht schafft es eine Produktion sogar, mich zu überraschen. Dann wäre es wirklich ein gelungenes Kinojahr 2015.


Was sagt ihr zu meinen Einschätzungen und mit welchen Gefühlen sehr Ihr dem Kinojahr 2014 entgegen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare oder diskutiert mit mir bei Facebook

Weitere Bilder zu "Mad Max: Fury Road" veröffentlicht


Mitte Mai kommt mit Mad Max: Fury Road ein Streifen in die deutschen Kinos, auf den sich die Fans des Franchises schon lange freuen. Der reichlich abgefahrene Trailer zum Film (ich besprach ihn hier) sorgte schon für einiges Aufsehen, und die neuen Fotos, die nun veröffentlicht wurden, dürften ebenfalls für Gesprächsstoff sorgen.

So präsentiert das Magazin Empire auf den beiden Covern seiner Februar-Ausgabe mit Tom Hardy den Hauptdarsteller des kommenden Films, der damit in die Fußstapfen von Mel Gibson tritt, welcher die Rolle in den drei vorangegangenen Streifen geprägt hatte.


Zudem sind im Netz Scans von Szenenfotos aus dem Film aufgetaucht. Eines zeigt Charlize Theron, deren Charakter Furiosa (Nomen est Omen) sich ihren Gegner auch ohne ihre Armprothese ganz schön zur Brust nimmt. Für eine größere Ansicht einfach die Bilder anklicken.


Weitere Bilder finden sich in einem Artikel bei Coming Soon.

Mad Max: Fury Road ist eine Film von George Miller, der bereits bei den anderen Streifen der Reihe Regie führte. In den Hauptrollen sind neben Tom Hardy und Charlize Theron auch noch Nicholas Hoult, Hugh Keays-Byrne, Nathan Jones, Zoe Kravitz, Riley Keough und Rosie Huntington-Whiteley zu sehen. 

Mad Max: Fury Road kommt am 14. Mai 2015 in 2D und 3D in die deutschen Kinos. Das US-Publikum bekommt ihn einen Tag später zu sehen.



Thunderbirds Are Go! - Erster Teaser und Foto zur Neuauauflage des Serienklassikers erschienen


Im Jahre 1965 schuf Gerry Anderson für das britische Fernsehen mit Thunderbirds eine Serie, die auf der Insel bis heute Kultstatus besitzt. In 32 Episoden erzählte die Serie von den Gebrüdern Tracy und ihren phantastischen Vehikeln, die immer dann zur Tat schreiten, wenn nur noch die Organisation International Rescue helfen kann. Wie schon bei Fireball XL-5 und Stingray waren die Hauptdarsteller keine Schauspieler aus Fleisch und Blut, sondern Puppen, die aufwandig in Szene gesetzt wurden. Supermarionation nannte Anderson dieses Verfahren, dem die Macher des Films Team America im Jahre 2004 auf ihre Art Reverenz erwiesen.

Nachdem 2004 der Versuch einer Realverfilmung der Puppentrickserie in einem reichlich miesen Film geendet hatte, an den sich kein Fan jemals wieder erinnern möchte, herrschte erst einmal Stille um die Thunderbirds. Doch bald werden die Tracys ein Comeback erleben, denn vom britischen Sender ITV wurde eine neue Serie mit dem Titel Thunderbirds Are Go! in Auftrag gegeben, die 2015 anlaufen soll. Auf Schauspieler setzt man dabei lieber nicht mehr, sondern kombiniert stattdessen reale Sets mit CGIs, für die mit WETA jene Effektschmiede verantwortlich zeichnet, deren Kreative schon Tolkiens Herr der Ringe auf der Kinoleinwand zum Leben erweckten.

Zu Thunderbirds Are Go! wurden nun ein erstes Teaser-Foto und ein Teaser Trailer veröffentlicht.




Den Figuren leihen einige bekannte Schauspieler ihre Stimme. So spricht Rosamund Pike (Gone Girl, James Bond 007: Stirb an einem anderen Tag) Lady Penelope, Thomas Brodie-Sangster (The Maze Runner) sricht die Tracy-Brüder Gordon und John, Rasmus Hardiker (Your Highness) die Tracys Scott und Alan. David Menkin ist als Virgil Tracy zu hören. Das Highlight für die Thunderbird-Fans Serie dürfte sicherlich die Tatsache sein, dass David Graham Aloysius Parker spricht. In dieser Rolle war er bereits vor 50 Jahren in der Originalserie zu hören.

Thunderbirds Are Go! läuft 2015 bei ITV in Großbritannien an.   

Jahresrückblick 2014: Mein persönliches Kinojahr


Nur noch wenige Tage sind es bis Silvester, weshalb es höchste Zeit wird, meinen Rückblick auf das Jahr 2014 fortzusetzen. Ging es in Teil 1 um mein Hörspieljahr 2014, so möchte ich nun auf das abgelaufene Kinojahr zurückschauen.


Rückblick auf den Ausblick:

Im Januar gab ich hier im Blog einen Ausblick auf die anstehende Kinosaison. Und wenn ich mir diesen Artikel nun noch einmal anschaue, dann ist es interessant festzustellen, dass vieles doch so gekommen es ist, wie ich es seinerzeit prognostiziert hatte. Manches kam allerdings jedoch auch anders. Damals teilte ich die Filme, die ich auf dem Zettel hatte, in drei Kategorien ein:

1. Filme, die ich auf jeden Fall sehen wollte
2. Filme, die ich vielleicht anschauen wollte
3. Filme, die ich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht besuchen wollte

Unter letzterer Kategorie hatte ich Under The Skin und Amazing Spider-Man 2 abgebucht, und in der Tat habe ich diese beiden Filme im Kino nicht gesehen. Was Under The Skin angeht, so wurde mir die Entscheidung jedoch ohnehin von Senator Film abgenommen, denn der deutsche Verleiher wollte (manche Stimmen sagen: konnte) das nötige Geld für eine Kinoauswertung dieses Streifens mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle nicht aufbringen, weshalb der Film hierzulande direkt auf BD/DVD seine Premiere erlebte. Und was das zweite Abenteuer von Andrew Garfield als Peter Parker/Spider-Man betrifft, so habe ich wohl auch nicht viel verpasst. Einen Kinobesuch waren mir zudem weder Maze Runner noch The Giver wert, die in meinem Ausblick noch nicht vorgekommen waren.

Die Wackelkandidaten (Kategorie 2) bestanden aus Transformers 4, Godzilla, Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1, Jupiter Ascending und Transcendence. Wie von mir bereits zu Jahresbeginn erwartet, hielt ich mich tatsächlich von der Riesenechse sowie den überdimensionierten Robotern fern und ließ Trancendence trotz Johnny Depp in der Hauptrolle aus. Jupiter Ascending wurde kurz vor dem Start vom Studio auf 2015 verschoben. Das vorletzte Kapitel der Hunger Games-Saga wollte ich mir hingegen dann doch nicht entgehen lassen. Immerhin hatte ich schon die ersten beiden Filme gesehen.

Einen guten Riecher hatte ich bei meiner Vorschau offenbar im Bezug auf jene Filme, die ich unbedingt sehen wollte. RoboCop, Edge of Tomorrow, Planet der Affen: Revolution und Interstellar hatte ich mir vorgenommen, wie auch die Comicverfilmungen Captain America: The Return of the First Avenger, X-Men: Zukunft ist Vergangenheit und Guardians of the Galaxy. Und alle diese Steifen habe ich mir tatsächlich auch auf der großen Leinwand gegönnt. Manche davon sogar mehrmals. Hinzu kam noch Lucy von Luc Besson. Ihn hatte ich bei meiner Vorschau noch gar nicht berücksichtigt.


Von Schatten und Licht:

Es waren also wieder eine ganze Reihe von Stunden, die ich dieses Jahr im Kinosessel verbrachte. Und dankenswerter Weise hielten sich die cineastischen Enttäuschungen in den zurückliegenden 12 Monaten durchaus in Grenzen. RoboCop riss mit Sicherheit keine Bäume aus, und ob es dieses Remake überhaupt hätte geben müssen, darf man mit Recht in Zweifel ziehen, denn an das Original von Paul Verhoeven kommt der Neuaufguss zu keiner Sekunde heran. Doch wer diesen Klassiker von 1987 gar nicht kannte, bekam mit mit der 2014er-Version immerhin einen solide gemachten Film geboten, der allerdings nicht großartig im Gedächtnis bleibt. Von meiner biologischen Festplatte löschen würde ich am liebsten auch die Erinnerungen an Lucy. Wenngleich mir manche Leser in den Kommentaren zu meiner Rezension heftig widersprochen haben: Der Plot des Films ist einfach nur ein großes Ärgernis und zudem stellt der Streifen eine Vergeudung der schauspielerischen Talente von Scarlett Johansson und Morgan Freeman dar. Besson mag irgendwann einmal ein großartiger Regisseur gewesen sein, doch nach diesem Film ist der Lack in meinen Augen erst einmal ab. Vielleicht sollte sich der Franzose noch einmal einige seiner alten Filme anschauen, ehe den nächsten in Angriff nimmt, um sich daran zu erinnern, wie man es richtig macht.

Deutlich mehr Spaß hatte ich hingegen an Edge of Tomorrow. Das Tom-Cruise-Vehikel, bei dem auch Emily Blunt mit von der Partie war, variierte das zentrale Motiv aus Täglich grüßt das Murmeltier auf spannende Weise und bot durchgehend kurzweilige Action. Cruise' vorangegangener SF-Ausflug Oblivion aus dem Jahre 2013 gefiel mir zwar deutlich besser, doch auch EoT war okay. Wer ihn verpasst hat, dem sei er für einen gemütlichen Filmabend zu Hause empfohlen. Wenngleich Die Tribute vonPanem – Mockingjay Teil 1 merklich besser als die beiden ersten Filme der Hunger-Games-Serie war, so kam auch er dennoch inhaltlich über das Niveau des gehobenen Mittelmaßes nicht hinaus. Wieder einmal wurde um den Film ein großer Hype veranstaltet, doch dieser fußt einzig auf dem Jennifer-Lawrence-Faktor und dem Bucherfolg, den die Filmserie im Rücken hat. Blendet man beides aus, dann bleibt schlicht und ergreifend ein Film, der zu unterhalten versteht, ohne jedoch zu beeindrucken oder sonst irgendwelche Ausrufezeichen zu setzen.

Die Filme Planet der Affen: Revolution und Interstellar hingegen vermochten dies zu tun – wenngleich auf ganz unterschiedliche Arten. Das Sequel von Planet der Affen: Prevolution überzeugte durch großartige bleibende Bilder und einen rasanten Plot, der jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung macht. Der Streifen stellt eine ganz klare Steigerung gegenüber dem Vorgänger dar, obwohl der ebenfalls schon sehr gelungen war. Christopher Nolans Space Opera hingegen entzog sich bewusst vielen Konventionen des Mainstream-Kinos und setzte stattdessen auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Theorien über den Kosmos als Fundament für seine Geschichte. Nicht bei jedem kam das gut an, doch mir gefiel es sehr, endlich einmal wieder einen solchen Film zu erleben, der einen nicht nur emotional sondern auch intellektuell begeistert.

Groß in Form waren dieses Jahr auch wieder jene Superhelden, deren Abenteuer ich im Kino verfolgte. Und abwechslungsreich war es zudem, da die Filme doch recht unterschiedlich gelagert waren. Captain America: The Return of the First Avenger war zur Hälfte eine Comicverfilmung, zum anderen Teil ein Politthriller mit einem toll agierenden Robert Redford, der sichtlich Freude daran hatte, auch einmal einen Bösewicht zu spielen. Mit den Mutanten ging es in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit zuerst einige Jahrzehnte in die Zukunft, dann zurück in die 1970er. Die Besetzung der ersten Trilogie und den Cast der neuen Reihe in einem gemeinsamen Film zu erleben, war für mich als Comic-Fan natürlich aufregend und machte richtig Spaß. Und einen mächtigen Fun-Faktor hatte auch Guardians of the Galaxy zu bieten, der nicht nur in Sachen Comicverfilmung die Messlatte mächtig hochlegte, sondern auch in Bezug auf Space Operas der rasanten, actiongetränkten Sorte. Man hatte bisweilen den Eindruck, als wolle Marvel mit den GotG Star Wars Konkurrenz machen. Mir soll es recht sein, denn Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.


Fazit:

Obwohl ich an sich keinen Grund habe, mich über das Kinojahr 2014 zu beschweren, so will ich dennoch eines nicht unerwähnt lassen: Sonderlich innovativ ging es in den zurückliegenden Monaten nicht zu. Und wäre es verboten, Stoffe aus anderen Medien zu adaptieren, käme das SF-Kino richtig in Schwierigkeiten. Von den 15 Filmen, die in dieser Rückschau zur Sprache kamen, waren vier Romanverfilmungen und weitere vier Comicverfilmungen. Insgesamt gab es sechs Sequels, bei zwei Filmen handelte es sich um Remakes. Zieht man alle diese Filme ab, so präsentierten einzig Transcendece, Lucy und Interstellar das, was man "originären Content" bezeichnen könnte. Das ist schon sehr wenig und gibt mir Anlass zum Grübeln. Dessen ungeachtet muss eines jedoch auch ganz klar gesagt werden: Rein wirtschaftlich steht das Genre-Kino sehr gut da. Zwar erlebte auch 2014 wieder seine Flops, doch die überwiegende Zahl der Filme fand ein großes bis sehr großes Publikum und spülte jede Menge Geld in die Kinokassen. Es ist also beileibe nicht so, dass SF im Kino nur bei einer kleinen Zahl von Hardcore-Fans hoch im Kurs steht. Wie die Zahlen vom Box Office nachdrücklich belegen, ist die SF vielmehr absolut ein Teil des Mainstreams. Da können die ewigen Apokalyptiker gerne weiterhin das Gegenteil behaupten.

Was persönliche Highlights angeht, so behalte ich aus dem abgelaufenen Kinojahr vor allem Captain America: The Return of the First Avenger, Interstellar, Planet der Affen: Revolution und Guardians of the Galaxy in bester Erinnerung und werde diese Streifen auch meiner Sammlung zuführen. Vier Filme sind eine ganz gute Quote, mit der ich durchaus zufrieden bin. Nun freue ich ich mich auf 2015, denn auch das kommende Kinojahr verspricht jede Menge interessante Filme. Einen Ausblick darauf gebe ich dann im Januar.


Und wie war Euer Kinojahr? Wenn ihr mögt, hinterlasst gerne einen Kommentar zum Thema.