Was geht? News aus der Welt der Science-Fiction


SF im Fernsehen:

Für die Space Opera im TV zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. Wie Hollywood Reporter meldet, hat der amerikanische Kabelsender Syfy die beiden Serien Killjoys und Dark Matter, die dieses Jahr neu an den Start gingen, um jeweils eine weitere Staffel verlängert. Killjoys bekommt demnach 10 neue Folgen, bei Dark Matter sind es 13.

Dark Matter handelt von sechs Söldnern, die an Bord des betagten Raumschiffs Raza erwachen, ohne sich daran erinnern zu können, wer sie sind und wieso sie sich eigentlich überhaupt an Bord befinden. Die erste Staffel sahen durchschnittlich 1,8 Millionen Zuschauer. Killjoys erzählt von den Abenteuern eines Trios interplanetarer Kopfgeldjäger, dass im Quad operiert, einem sich am Rande eines Krieges befindenden Sternensystems. Die Auftaktstaffel lockte im Durchschnitt 1,5 Millionen Zuschauer an.


Der Watchman meint: Um von einer Trendwende hin zu einem Comeback der Space Opera im Fernsehen zu sprechen, ist es sicherlich noch zu früh. Aber es stimmt positiv, dass Dark Matter und Killjoys sich zügig eine ausreichend große Fanbase erarbeiten konnten, um für eine neue Staffel verlängert zu werden. Das dürfte dem Sender das Gefühl geben, mit seiner Neuausrichtung, in deren Zusammenhang die beiden Serien bestellt wurden, auf dem richtigen Weg zu sein. Ein wichtiges Signal, das weiteren Space-Serien den Weg ebnen könnte.


Am 19. September startet bei BBC One in Großbritannien die neue Staffel von Doctor Who. Peter Capaldi und Jenna Coleman verkörpern erneut die Hauptrollen. 12 Folgen gibt es zu sehen, an die sich am 25. Dezember das traditionelle Christmas-Special anschließt. Auf ihrer Website hat die BBC nun verkündet, dass in der Weihnachtsepisode eine gute Bekannte ihre Rückkehr feiern wird.

Die Rede ist von River Song, die 2008 ihr Debüt in der Serie gab, und seither in 15 Folgen zu sehen war. Verkörpert wird die Zeitreisende wie gehabt von Alex Kingston. Es ist die erste Begegnung von Rover Song mit dem aktuellen Doctor. Das Weihnachtsspecial wurde geschrieben von Showrunner Steven Moffat und wird produziert von Nikki Wilson. Auf dem Regiestuhl sitzt Douglas Mackinnon.

Der Watchman denkt sich: Mal schauen, wie dem Doctor sein Weihnachtsgeschenk gefällt...


SF im Kino:

Nachdem er nun schon seit Jahren in Comic-Form eine gute Figur macht, soll der Anti-Held Deadpool bald auch die große Leinwand erobern. Der beliebte Söldner mit der großen Klappe bekommt zu diesem Zweck im nächsten Jahr seinen verdienten Film spendiert, in dem er mit geladenen Knarren und brachialem Humor ordentlich aufräumt. Ryan Reynolds schlüpft in das bekannte rote Kostüm der Comicfigur und bekommt noch Verstärkung durch u.a. Morena Baccarin, Ed Skrein und T.J. Miller.

Nun gibt es zum Film den ersten deutschsprachigen Trailer und das Teaser-Plakat.



Deadpool ist ein Film von 20th Century Fox, basierend auf dem gleichnamigen Heftserie von Marvel Comics. Der Film, bei dem Tim Miller die Regie hatte, kommt am 11. Februar 2016 in die deutschen Kinos.

Der Watchman meint: Nachdem sich Fox mit dem Reboot von "Fantastic Four" mal so richtig aufs Gesicht gelegt hat, ist nun erst einmal Wundenlecken angesagt. Mit "Deadpool" scheint das Studio einen Film in petto zu haben, der nicht nur die wirtschaftliche Katastrophe namens FF vergessen macht, sondern auch die inhaltliche. Der Trailer sieht auf jeden Fall sehr gut aus... 


SF-Literatur:

Mit Garlyn: Das Schattenspiel erschien 2013 der erste Roman der Schattenraumtrilogie - einem Spin-Off der Hörspielserie Rick Future, in dessen Zentrum der ehemalige Weltraumpirat und Ricks Freund Garlyn steht. Demnächst findet die Trilogie mit Garlyn: Das Schattenherz ihren Abschluss und Autor Dane Rahlmeyer hat in seinem Blog bereits das Cover seines neuesten Romans veröffentlicht, das von Colin Winkler geschaffen wurde.


Der aktuelle Podcast zur Serie Rick Future enthält zudem eine längeren Auszug aus dem Roman, gelesen von Tim Gössler.


Garlyn: Das Schattenherz wird als Taschenbuch und Ebook erhältlich sein. Den Klappentext des Romans will man zeitnah zur Veröffentlichung präsentieren.

Der Watchman findet: Die ersten zwei Romane dieser Trilogie konnten mich absolut überzeugen. Die Erwartungen an das Finale sind dementsprechend groß. Aber wenn Dane Rahlmeyer seinem Stil treu bleibt, dürfte eigentlich nichts schiefgehen. 


SF-Hörspiele:

Am 18. September erscheint die nächste Folge der SF-Hörspielserie Fraktal. Fraktal 5: Trojaner lautet der Titel der Produktion, zu der Gigaphon inzwischen sowohl den Klappentext als auch eine Hörprobe online gebracht hat.

"Wer sind wir? Wo kommen wir her? Sind wir allein im Universum? Wenn wir einer fremden Zivilisation begegnen, was wird uns erwarten? Der erste Schritt in eine neue, existentielle Wahrnehmung? Oder der nicht aufzuhaltende Untergang?"

Die Besatzung der Skyclad fängt eine Rettungskapsel ab und staunt nicht schlecht, als dieser ein fremdartiges, aber faszinierendes Wesen entsteigt: Kari, eine Prinzessin vom Planeten Kintaru. Captain Pierce bietet ihr an, sie zu ihrer Heimat zu bringen. Damit durchkreuzt er allerdings die finsteren Pläne eines im Verborgenen lauernden Aggressors, der nun zum Handeln gezwungen wird…


Der Watchman dazu: Mit Fraktal hat Gigaphon eine SF-Serie am Start, die sich in ihren bislang vier Folgen als eine spannende und gut gemachte "Space Opera in Inner Space" präsentiert hat. Folge 5 steht deshalb ohne Frage auf meiner Mus-Hear-Liste. 


Im März diesen Jahres übernahm das Unternehmen Highscore Music GmbH des Produzenten und Verlegers Sebastian Pobot das Traditionslabel Maritim und wertet dessen umfangreichen Katalog an Hörspiele aller Art nun Schritt für Schritt digital aus. Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang für die SF-Fans ist, dass dadurch auch einige Genreklassiker zur Wiederveröffentlichung kommen. 

So u.a. die drei Hörspiele der Serie Die Zeitmaschine und die ebenfalls drei Folgen umfassende Reihe Science Fiction Documente



Zudem sind die Serien Das Sternentor (die Fortsetzung der Commander-Perkins-Serie von Europa) und Raumstation Alpha-Base wieder verfügbar. 



Erhältlich sind die Hörspiele als Download bei den bekannten Anbietern oder auch als Stream über die gängigen Plattformen. Nähere Informationen gibt es auf der Website des Labels Maritim.  

Der Watchman findet: Maritim beweist mit diesen Veröffentlichungen wirklich ein Herz für SF-Fans. Klasse!

DVD-Kritik: «Doctor Who - Die fünf Doktoren» (ab 28. August im Handel)


Im Jahre 1983 beging die britische SF-Serie Doctor Who ihren zwanzigsten Geburtstag. Und um dieses Ereignis gebührend zu feiern, strahlte die BBC im Anschluss an reguläre Staffel die Jubiläumsfolge The Five Doctors aus, in welcher der fünfte Doctor (Peter Davison) auf seine vier vorangegangenen Inkarnationen traf. Dank Pandastorm Pictures kann man sich dieses besondere Doctor-Who-Abenteuer in Deutschland erstmals auf DVD nach Hause holen. Am 28. August 2015 kommt Doctor Who – Die fünf Doktoren offiziell in den Handel.

Nach zahlreichen überstandenen Abenteuern plant der fünfte Doctor zusammen mit seinen Begleitern Tegan und Turlough einen wohlverdienten Urlaub auf einem abgelegenen Planeten. Aber schon nach kurzer Zeit ist es mit der Entspannung vorbei, denn unvorhergesehene Ereignisse zwingen den Time Lord, seinen Heimatplaneten aufzusuchen: Seine früheren Inkarnationen und einige ihrer Companions wurden von einem Unbekannten aus ihren Zeitebenen entführt und in die Todeszone auf Gallifrey teleportiert. Dort warten neben dem geheimnisvollen Drahtzieher auch noch die Daleks, die Cybermen und der Master auf die Doktoren, die sich nun gemeinsam ihren Gegnern stellen, um eine gewaltige Gefahr von Gallifrey abzuwenden.

Um die Geschichte The Five Doctors tatsächlich erzählen zu können, musste das Team um Produzent Jonathan Nathan-Turner und Drehbuchautor Terrance Dicks einige Kunstgriffe anwenden. Der erste Doktor, William Hartnell, war 1975 verstorben und der vierte Doktor, Tom Baker, weigerte sich, an dem Special mitzuwirken. Während man auf Material aus der nie fertiggestellten Folge Shada zurückgriff, um Tom Baker auftreten lassen zu können, verpflichtete man für den Part des ersten Doctors den erfahrenen Schauspieler Richard Hurndall. Und in der Tat gelingt Hurndall einen überzeugende Verkörperung dieser Rolle. Hartnell selbst ist einer Vortitel-Sequenz zu sehen, für die man auf Archiv-Material aus dem Jahre 1964 verwendete. Patrick Troughton und Jon Pertwee (die Doktoren 2 und 3) hingegen kehrten für dieses Special noch einmal in ihre alten Rollen zurück - und es macht großen Spaß, sie in Aktion zu sehen, denn die beiden machen im Hinblick auf die Darstellung des Doktors einfach da weiter, wo sie 1969 bzw. 1974 aufgehört haben. Doch das Wiedersehen beschränkt sich eben nicht nur auf die ehemaligen Darsteller des Time Lords, sondern auch frühere Companions wie Carole Ann Ford (als Susan), Nicholas Courtney (als Brigadier Lethbridge-Stewart) oder Elisabeth Sladen (als Sarah Janes Smith) sind mit von der Partie. Die Begleiter des fünften Doctors, Janet Fielding (als Teagan) und Mark Strickson (als Turlough), komplettieren neben Anthony Ainley (als der Master), Lalla Ward, Philip Latham, Dinah Sheridan und Paul Jerricho die Besetzung dieses 90-minütigen Specials. Die Geschichte hält für jeden der Doktoren starke Szenen bereit, wird kurzweilig erzählt und belohnt langjährige Fans von Doctor Who zudem mit einer Vielzahl an Verweisen auf frühere Abenteuer des Time Lords. Es ist eine sympathische Art und Weise, wie sich die Serie selbst Reverenz erweist.

Doctor Who – Die fünf Doktoren kommt als DVD-Set mit drei Scheiben daher. Enthalten sind neben der originalen britischen TV-Version auch die deutsche Schnittfassung (sie fällt kürzer als die UK-Version aus) und die komplett überarbeitete Special Edition aus dem Jahre 1995. Die deutsche Tonspur liegt in DD 2.0 vor, die englische in DD 2.0 (TV-Fassung) bzw. DD 5.1 (Special Edition). Untertitel sind für beide Sprachen wählbar. Das Bonusmaterial kann sich wirklich sehen lassen, denn es beginnt mit Audiokommentaren und umfasst zudem (auf der dritten DVD) mehrere Dokumentationen, Outtakes sowie eine Reihe von Ausschnitten aus zeitgenössischen BBC-Sendungen, in denen die Darsteller des Specials zu Gast waren, um über die Jubiläumsfolge zu sprechen. Das mehrseitige Booklet, in dem u.a. Drehbuchautor Terrance Dicks zu Wort kommt, rundet das Paket an zusätzlichen Material ab.

Doctor Who – Die fünf Doktoren ist für die Fans des Time Lords ohnehin ein Must-Have. Und das Zusammentreffen von gleich fünf Doktoren macht dieses DVD-Set ideal für alle, die einen Blick in die Historie diese Ausnahmeserie werfen wollen.


Doctor Who – Die fünf Doktoren ist ab dem 28. August im Handel erhältlich.


Fotos: © BBC

In eigener Sache: Der Watchman im Interview!


Heute ist für den Watchman ein wirklich besonderer Tag, denn zum allerersten Mal ist ein Interview mit mir erschienen. Die Website Lukes Meinung wollte es schon seit längerer Zeit mit mir führen, doch nun hat es endlich geklappt. Es hat mir viel Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten und ich hoffe, ihr habt genau so viel Spaß beim Lesen. 

Wenn ihr auf das unten stehende Bild klick, gelangt ihr direkt zum Interview. Über Kommentare und Anmerkungen würde ich mich sehr freuen.

 

Doctor Who: Neuer Trailer zur neunten Staffel




Am 19. September kehrt die Serie Doctor Who auf die Bildschirme zurück. Es ist die neunte Staffel der New Series und die zweite mit Peter Capaldi als Time Lord. An seiner Seite erneut Jenna Coleman als Clara Oswald, die seit 2012 zur Besetzung von Doctor Who gehört. Anfang Juli veröffentlichte die BBC einen ersten Trailer zur neuen Staffel, dem man nun einen weiteren hat folgen lassen.

Hier sind die beiden Trailer:  



Wie die Trailer offenbaren bekommt es der Doctor nicht nur erneut mit seiner Gegenspielerin Missy (Michelle Gomez) zu tun, sondern auch mit den Daleks, anderen klassischen Feinden, Monstern und sogar einem Drachen. Der Time Lord hat also alle Hände voll zu tun und selbst Clara muss zwischenzeitlich zum Raketenwerfer greifen. Es geht also ordentlich die Post ab in den neuen Folgen, auf die sich die Doctor-Who-Fans schon seit Monaten freuen.

Ab dem 19. September werden sie endgültig wissen, ob die neunte Staffel ihre Erwartungen erfüllt.


Coming Attractions: Neuer Trailer zu «Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste» und erster Teaser zu «Westworld» von HBO




Am vergangenen Wochenende fand in Köln die Gamescom statt. Und von Twentieth Century Fox wurde nun ein Trailer im Minecraft-Stil zum kommenden Film Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste veröffentlicht.

 Hier ist er:


Im zweiten Kapitel der Maze-Runner-Saga sind Thomas (Dylan O’Brien) und seine Mitstreiter auch nach dem Entkommen aus dem Labyrinth immer noch nicht in Sicherheit. Stattdessen wartet eine neue Herausforderung auf sie: Betrogen von der geheimnisvollen Organisation WCKD landen sie in der Brandwüste, einer trostlosen Landschaft, in der sie sich erneut unglaublichen Gefahren stellen müssen. Die Gruppe um Thomas verbündet sich mit Widerstandskämpfern, auf die sie treffen, um die schockierenden Pläne der mächtigen Institution WCKD zu enthüllen und das Rätsel, um die Brandwüste und warum sie hier sind zu lösen…

Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste startet am 24. September 2015 in Deutschland im Kino.


Nächstes Jahr läuft bei HBO die neue Serie Westworld an, die auf Michael Crichtons gleichnamigem Roman aus dem Jahre 1973 basiert. Die Handlung spielt in einem futuristischen Vergnügungspark, in dem die Besucher mit Hilfe von Androiden, die äußerlich von Menschen quasi nicht zu unterscheiden sind, ihre dunkelsten Fantasien ausleben können. Doch dann geht etwas fürchterlich schief...

HBO hat nun einen Teaser zu Westworld an den Start gebracht:


Westworld ist eine Serie von Jonathan Nolan (dem Bruder von Christopher Nolan) und Lisa Joy. An der Produktion sind zudem J.J. Abrams, Jerry Weintraub und Bryan Burk beteiligt. Die Besetzungsliste ist sehr namhaft und umfasst u.a. James Marsden, Evan Rachel Wood, Thandie Newton, Anthony Hopkins, Jeffrey Wright und Ed Harris

Westworld soll 2016 bei HBO anlaufen.

Filmkritik: «Mission: Impossible - Rogue Nation» (seit dem 6. August im Kino)


Geheimagenten können sich zwar eigentlich nie über Beschäftigungsmangel beklagen, doch in politisch instabilen Zeiten haben sie regelrecht Hochkonjunktur. Und zwar nicht nur im realen Leben, sondern auch auf der großen Leinwand. Im März diesen Jahres lief bereits Matthew Vaughns Kingsman – The Secret Service, Codename: U.N.C.L.E. startet am 13. August und am 5. November nimmt es James Bond mit Spectre auf. Sich angesichts dieser Konkurrenz in der Topriege der Geheimdienstler zu behaupten, ist verdammt schwierig. Manche würden solch eine Mission sogar als unmöglich bezeichnen. Tom Cruise haben diese Aussichten allerdings nicht davon abgehalten, zum nunmehr fünften Mal in die Rolle des Agenten Ethan Hunt zu schlüpfen. Im Gegenteil, die Konkurrenzsituation scheint den inzwischen 53-Jährigen eher noch zu beflügeln. Mission: Impossible: Rogue Nation läuft seit dem 6. August 2015 in den deutschen Kinos.

Gerade erst hat sich Ethan Hunt (Tom Cruise) auf die Spur der extrem gefährlichen Organisation namens "Das Syndikat" gesetzt, da löst der US-Senat die IMF auf. Hunt ermittelt ohne Rückendeckung weiter und muss schnell erkennen, dass sein Gegner hervorragend aufgestellt und dessen bestens ausgebildeten Spezialagenten ihm immer einen Schritt voraus sind. Als klar wird, dass "Das Syndikat" versucht, durch gezielte Anschläge eine neue Weltordnung schaffen und alle ehemaligen Mitglieder der IMF auslöschen will, wendet sich Hunt an die einzigen drei Menschen, denen er noch trauen kann: den Techniker Benji Dunn (Simon Pegg), den Computer-Hacker Luther Stickell (Ving Rhames) und Agent William Brandt (Jeremy Renner). Unerwartet Hilfe bekommt das Quartett Unterstützung von der geheimnisvollen Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson). Doch auf welcher Seite steht sie wirklich?

Mit Mission: Impossible (dt.: Kobra, übernehmen Sie!) schuf Bruce Geller 1966 einen Klassiker der Fernsehgeschichte, der es bis 1973 auf auf sieben Staffeln und 171 Folgen brachte. 1988/1990 gab es mit In geheimer Mission (im Original weiterhin Mission: Impossible) eine Neuauflage, ehe 1996 der Startschuss für die M:I-Filmserie mit Tom Cruise als Ethan Hunt in der Hauptrolle fiel, deren fünfter Teil nun seit letztem Donnerstag in den deutschen Kinos zu sehen ist. Doch im Gegensatz zu anderen Reihen, die von Sequel zu Sequel immer schwächer werden, schafft M:I das Kunststück, genau diesen Trend umzukehren, denn die neueste unmögliche Mission ist mit Abstand die beste. Drehbuchautor und Regisseur Christopher McQuarrie wartet mit einem Plot voller Wendungen auf, der Elemente klassischer Agentengeschichten mit den typischen M:I-Ingredienzen zu einem extrem spannenden Cocktail mischt, aus Jägern Gejagte macht und 132 Minuten lang in Sachen Action Vollgas gibt.

Die Cruise-McQuarrie-Connection, die sich bereits u.a. bei Jack Reacher und Edge of Tomorrow bewährt hatte, funktioniert nicht zuletzt deshalb wieder tadellos, weil Tom Cruise (gleichzeitig einer der Produzenten des Films) als Hauptdarsteller keinerlei Ermüdungserscheinungen zeigt. Im Gegenteil: Als hätte er etwas zu beweisen, turnt er als Ethan Hunt über ein Frachtflugzeug, steckt jede Menge Prügel ein, geht auf Tauchgang und absolviert Verfolgungsjagten auf zwei sowie vier Rädern, die so rasant sind, dass sein Ritt auf einem TGV im ersten Mission:Impossible-Film dagegen wie eine Karussellfahrt wirkt. Die Kehrseite der Medaille besteht allerdings darin, dass Simon Pegg, Ving Rhames und Jeremy Renner sich damit zufrieden geben müssen, mehr als deutlich die zweite Geige zu spielen. Ihre Charaktere arbeiten Hunt zu, der der Boss ist und den Ton angibt. Eine echtes Teamwork aller Beteiligen entsteht eher selten. Rebecca Ferguson ergeht es da besser, denn sie ist in Mission: Impossible – Rogue Nation die Frau mit den undurchsichtigen Motiven. Auf welcher Seite sie steht, lässt die intelligent gestrickte Geschichte lange offen. Und bis dahin werden zahlreiche falsche Fährten gelegt, die das Publikum bei der Stange halten und zum miträtseln animieren. Für zusätzliche Spannung sorgt die Tatsache, dass der Film für Hunt mit Solomane Lane dieses Mal einen äußerst intelligenten und gnadenlosen Gegner bereit hält, der bedenkenlos Menschen auslöscht und über erhebliche Ressourcen verfügt, mit denen er seinen perfide ausgeklügelten Plan konsequent immer weiter umsetzt. Eine Zeit lang sieht es so aus, als könne er den ehemaligen IMF-Agenten scheinbar beliebig zusetzen und Hunt und Co vor sich hertreiben. Doch dann gelingt es dem Quartett, das Heft in die Hand zu bekommen und Stück für Stück den Spieß umdrehen. Die Rolle des Schurken ging an Sean Harris, der Lanes Gefühlskälte und dessen Gewissenlosigkeit überzeugend zu vermitteln versteht. Solomone Lane ist übrigens Brite - und das ist nicht das Einzige, was ihn mit einem gewissen Agenten ihrer Majestät verbindet, denn er teilt auch dessen Vorliebe für teure Autos, gutes Essen und schöne Frauen. Und auch gewisse optische Ähnlichkeiten sind nicht zu leugnen. Ein gekonnter, aber nicht respektloser Seitenhieb gegen den Konkurrenten mit der Lizenz zum Töten. Das Kräftemessen zwischen Hunt und Lane um das Schicksal der Welt wurde von McQuarrie an Orten wie Wien, London oder dem marokkanischen Agadir packend und unglaublich dynamisch, bisweilen aber auch augenzwinkernd in Szene gesetzt. Damit sorgt der Drehbuchautor/Regisseur dafür, dass bei aller Dramatik der Humor keineswegs auf der Strecke bleibt. 

Mission: Impossible – Rogue Nation ist ein ausgesprochen packender Agentenfilm - eine perfekte Symbiose aus einer intelligenten Story und einem wilden Ritt auf der Action-Achterbahn, mit dem die M:I-Filmreihe den Beweis antritt, dass mit ihr auch knapp 20 Jahre nach Teil 1 immer noch zu rechnen ist. Mission erfüllt! Uneingeschränkt empfehlenswert!



Mission: Impossible – Rogue Nation läuft seit dem 6. August 2015 in den deutschen Kinos.

Filmkritik: «Fantastic Four» (ab dem 13. August 2015 im Kino)


Zusammen mit Spider-Man, den Avengers und den X-Men bilden die Fantastic Four das Fundament des Marvel-Universums. 1961 erschaffen von Stan Lee und Jack Kirby haben Reed Richards, Sue Storm (später Richards), Johnny Storm und Ben Grimm seither unzählige Abenteuer erlebt, und das Team erfreut sich bei seinen Fans bis heute großer Beliebtheit. Nachdem die FF in den Jahren 2005 und 2007 bereits einmal zu Leinwandehren kamen, wagt sich 20th Century Fox in Zusammenarbeit mit Marvel Entertainment und in Co-Produktion mit Constantin Film nun an ein Reboot. Auf den Titel Fantastic Four hört es, von Josh Trank stammt es und ab dem 13. August 2015 läuft es offiziell in den deutschen Kinos.

Fantastic Four erzählt von vier jungen Außenseitern, die in ein gefährliches Paralleluniversum teleportiert werden. Die neue und ungewohnte Umgebung hat immense Auswirkungen auf die physische Konstitution des Teams. Ihr Leben wird unwiderruflich auf den Kopf gestellt und die vier müssen nicht nur lernen mit ihren neuen, angsteinflößenden Fähigkeiten umzugehen, sondern auch Seite an Seite zu kämpfen, um die Welt vor einem neuen Feind zu retten.

Betrachtet man sich die Comicvorlage, dann bringt sie alles mit, was man für eine Verfilmung braucht: Die Vier verfügen nicht nur über interessante Superkräfte und eine ansehnliche Zahl an Gegnern, sondern wurden von ihren Vätern mit solch unterschiedlichen Mentalitäten ausgestattet, dass Spannungen innerhalb der Truppe vorprogrammiert sind und spannendem Character Drama nichts im Wege steht. Trotz dieser Voraussetzungen und hunderter zur Verfügung stehender FF-Geschichten, durch die sich das Autoren-Trio hätte inspirieren lassen können, schaffen es Jeremy Slater, Simon Kinberg und Josh Trank einfach nicht, das Potenzial des Ausgangsmaterials abzurufen. Stattdessen verlegen sie sich darauf, aus den Fantastic Four eine Variante der X-Men zu machen und den Protagonisten dafür eine deutliche Verjüngungskur angedeihen lassen. Portraitierten die früheren Verfilmungen das Quartett noch als eine Gruppe gestandener Erwachsener, so sind Reed und Co nun gerade einmal alt genug, um die Teenagerjahre knapp hinter sich gelassen zu haben. Und da solch junge Leute natürlich einen Mentor brauchen, Prof. X aber gerade mit seinen Mutanten beschäftigt war, übernimmt Doktor Franklin Storm, seines Zeichens Vater von Sue und Johnny, diesen Job. Die Frage, wie das Studio auf die Idee kommen konnte, einem FF-Film mit dieser Prämisse grünes Licht zu erteilen, ist schnell geklärt wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass Trank 2012 mit Chroinicle – Wozu bist Du fähig? einen überzeugenden Film über junge Erwachsene mit paranormalen Fähigkeiten vorlegte und es sich bei Kinberg um jenen Mann handelt, von dem das Drehbuch zu dem letztjährigen Hit X-Men: Zukunft ist Vergangenheit stammt, den er auch produzierte. Nun wurden beide von 20th Century Fox zusammengespannt, um für Fantastic Four ihr Talente und ihre Erfolgsformeln zu kombinieren. Doch gerade dieser Cominc-of-Age-Ansatz sorgt dafür, dass man ständig das Gefühl hat, diesen Film schon einmal gesehen zu haben. Ein Eindruck, der nicht zuletzt dadurch verstärkt wird, dass Fantastic Four wie weiland 2005 die Origin Story des Teams erzählt und der Gegner erneut Victor von Doom heißt. Die Aufgabe, die Entstehungsgeschichte des Gespanns zu erzählen, meistert der Film, und die Idee, dass das Militär in den FF Prototypen für Soldaten der Zukunft sieht, ist nicht schlecht. Doch anstatt sich auf diesen Aspekt zu konzentrieren, schiebt man gegen Ende noch die Konfrontation mit Doom ein, damit auch der Punkt, ihn als megalomanischer Bösewicht etabliert zu haben, auf der To-Do-Liste abgehakt werden kann. Als finaler Katalysator für die Formierung des Teams spielt Doom zweifelsohne eine Rolle; als großer Gegenspieler bleibt er jedoch leider äußerst blass.

98 Minuten reichen dem Film, um seine Geschichte zu erzählen – und er tut dies nach kurzem Anlauf in einem angenehm zügigen Schritt, den er auch bis zum Schluss durchhält. Die Hauptrollen wurden mit Miles Teller (Reed), Kate Mara (Sue), Michael B. Jordan (Johnny) und Jamie Bell (Ben) besetzt, die allesamt einen positiven Eindruck hinterlassen. Gleiches gilt Reg E. Cathey, der als Dr. Franklin Richards mit von der Partie ist und den man wie Kate Mara aus der Netflix-Serie House of Cards kennt. Toby Kebbell (Victor von Doom) mimte 2014 in Planet der Affen: Revolution Koba, den Rivalen von Caesar; und einen Hollywood-Veteranen holte man für die Rolle des verschlagenen Dr. Allen an Bord, denn diesen spielt Tim Blake Nelson, der schon in über 50 Filmen (u.a. in Minority Report) zu sehen war. Der Cast mimt sich souverän durch den Film – mehr können und müssen die Beteiligten angesichts des Skripts aber auch nicht tun. Denn weder fordert es mehr, noch lässt es mehr zu. Dies ist offensichtlich auch Regisseur Josh Trank klar, der deshalb erst gar keinen Versuch unternimmt, aus seinen gestandenen Schauspielern Höchstleistungen herauszukitzeln. Stattdessen bettet er deren routinierte Performance in seine ebenfalls mittelprächtige Inszenierung des Films ein und setzt darauf, dass die Effekte es im Zweifelsfall für den Zuschauer richten werden. Diese können sich durchaus sehen lassen (insbesondere die Darstellung von Ben Grimm als Das Ding ist sehr schön gelungen), heben sich aber nicht von dem ab, was man inzwischen an Effektgewittern von den Comicverfilmungen der letzten Jahre gewohnt ist. Obwohl die Effekte denen der ersten beiden FF-Filme überlegen sind und trotz der sauberen Arbeit der Crew um Visual-Effects-Supervisor Kevin Mack, will sich deshalb ein optisches Aha-Erlebnis leider nicht recht einstellen.

Fantastic Four ist ein zutiefst durchschnittlicher Film, für dessen Existenz es handfeste lizenzrechtliche und damit wirtschaftliche Gründe gibt. Dieses Reboot auch inhaltlich zu rechtfertigen, gelingt seinen Machern hingegen nicht. Josh Trank und Co scheitern daran, dem Stoff wirklich neue Seiten abzugewinnen und ergehen sich in einer Variation dessen, was schon vor 10 Jahren im damaligen Streifen gleichen Titels zu sehen war. Weder rufen sie auf diese Weise das Potenzial des Ausgangsmaterials ab, noch geben sie dem Comicfan damit einen plausiblen Grund, sich diese Neuauflage im Kino anzuschauen. Belanglosigkeit, dein Name ist Fantastic Four.



Fanatstic Four kommt am 13. August in die deutschen Kinos.

Veranstaltungstipp: «1001 Hörspielnacht» im Zoo Palast Kino Berlin am 7. August 2015




Hörspiele kann man auf ganz unterschiedliche Arten erleben: Man kann ihnen zu Hause über die Stereo- oder Surroundanlage lauschen oder sie sich auch unterwegs über das Smartphone zu Gemüte führen. Ich selbst war sogar schon einmal bei der Aufführung eines SF-Hörspiels in einem Planetarium zugegen. Und ein Hörspiel zusammen mit einer Reihe von anderen Fans zu hören, war eine überaus spannende Sache. Am 7. August findet in Berlin mit der HOERnacht eine Veranstaltung statt, auf die ich daher nur zu gerne einmal hinweisen möchte.

Unter dem Motto 1001 Hörspielnacht lädt Veranstalter Falk T. Puschmann am 7. August 2015 ab 20:00 Uhr Hörspielbegeisterte ins Berliner Zoo Palast Kino ein, um gemeinsam die Fantasy-Leckerbissen Dragenbound Folge 11 – Die Legende von Katarak und Narbenhaut – Ein Instrument der Furcht zu genießen. Dass er gerade diese Location gewählt hat, erklärt Puschmann damit, dass für ihn Hörspiele ohnehin ein tolles Medium und darüber hinaus auch die perfekte Verbindung aus Buch und Film seien. Man wolle im Rahmen der HOERnacht das Medium und seine Vielseitigkeit feiern und habe mit dem Clubkino B des Zoo Palasts den entsprechend würdigen Rahmen gefunden.

Wer Lust darauf hat, Hörspiele einmal ganz anders zu erleben, nun neugierig geworden ist und mehr über die HOERnacht erfahren möchte, der wird auf der Website der Veranstaltung fündig. Dort sind neben Trailern zu den beiden Hörspielen auch alle Informationen zu den Tickets für die 1001 Hörspielnacht zu finden. Wenn die Veranstaltung vom Publikum gut angenommen wird, soll sie übrigens im vierteljährlichen Rhythmus fortgesetzt werden. 




Coming Soon: Neue Trailer zu «Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2» und «Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste»




Am 19. November erreicht der zweite Teil des großen Finales der Saga um die Tribute von Panem die deutschen Kinos. Wie schon Teil 1, so basiert auch Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 auf dem dritten Band der Panem-Trilogie von Suzanne Collins. Die drei Romane zählen weltweit zu den größten Buchhits der letzten Jahre.

Nachdem sie zum Gesicht der Rebellion ernannt wurde, bricht Katniss Everdeen zusammen mit Gale, Peeta, Finnick und einer Einsatztruppe aus Distrikt 13 ins Kapitol auf, um Panem von Präsident Snows Schreckensherrschaft zu befreien. Doch Snows Obsession Katniss zu vernichten, die heimtückischen Fallen, die überall auf sie lauern und die moralischen Entscheidungen vor die Katniss gestellt wird, übertreffen bei weitem die Gefahren, denen sie in der Arena der letzten beiden Hungerspiele ausgesetzt war. Katniss realisiert, dass es nicht mehr nur ums bloße Überleben geht, sondern dass die Zukunft ihres ganzen Landes auf dem Spiel steht.

Zum Film gibt es mittlerweile einen weiteren Trailer:


Neben den Stars Josh Hutcherson, Liam Hemsworth und der Oscar- und Golden Globe-Preisträgerin Jennifer Lawrence, sind auch die Hollywood-Größen Woody Harrelson, Oscar-Preisträgerin Julianne Moore, Stanley Tucci, Donald Sutherland und Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman in dem Streifen zu sehen. Der letzte Teil der Bestsellerverfilmung enthält unter anderem in Berlin gedrehte Szenen und kommt in 3D in die Lichtspielhäuser.

Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2 startet in Deutschland am 19. November 2015.


Ebenfalls um eine Literaturverfilmung handelt es sich bei den Filmen der Maze-Runner-Reihe. Nach dem überaus erfolgreichen ersten Teil Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth kehren die jugendlichen Maze Runner am 24. September in der Fortsetzung Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste zurück und das spannende Action-Abenteuer geht in die zweite Runde.

Nach dem Entkommen aus dem Labyrinth sind Thomas (Dylan O’Brien) und seine Mitstreiter noch immer nicht in Sicherheit. Stattdessen wartet eine neue Herausforderung auf sie: Betrogen von der geheimnisvollen Organisation WCKD landen sie in der Brandwüste, einer trostlosen Landschaft, in der sie sich erneut unglaublichen Gefahren stellen müssen. Die Gruppe um Thomas verbündet sich mit Widerstandskämpfern, auf die sie treffen, um die schockierenden Pläne der mächtigen Institution WCKD zu enthüllen und das Rätsel, um die Brandwüste und warum sie hier sind zu lösen…

Nun ist der zweite Trailer zum Film online:


Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste ist ein Film von Wes Ball nach dem gleichnamigen Roman von James Dashner mit Dylan O'Brian,Thomas Brodie-Sangster, Kaya Scodelario, Ki Hong Lee, Patricia Clarkson, Aidon Gillen und Giancarlo Esposito in den Hauptrollen. Ab dem 24. September 2015 bringt ihn 20th Century Fox ihn in den deutschen Kinos.

Vorbericht: «Fantastic Four» (ab 13. August 2015 im Kino)




Am 13. August 2015 bringen 20th Century Fox und Marvel Comics die Fantastic Four zurück auf die Leinwand. Unter der Regie von Josh Trank unternehmen Reed Richards, Johnny Storm, Sue Storm und Ben Grimm einen Trip in eine gefährliches Paralleluniversum, dessen neue und ungewohnte Umgebung immense Auswirkungen auf die physische Konstitution des Teams hat. Wieder auf der Erde entdecken die vier ihre neuen, teilweise beunruhigenden Fähigkeiten und müssen nicht nur lernen mit ihren neuen Fähigkeiten umzugehen, sondern auch Seite an Seite zu kämpfen, um die Welt vor einem mächtigen Feind zu verteidigen.

Für alle, die sich mit den Fantastic Four vertraut machen möchten, seien die Charaktere einmal kurz vorgestellt:

Es war immer Reed Richards Traum, der erste Mensch der Geschichte zu sein, der sich von einem Ort zu einem anderen teleportiert. Er entwickelt eine Technologie, die es ermöglicht, andere Dimensionen zu bereisen. Nach der Reise, ist sein Körper so dehnbar und flexibel, dass er jede nur denkbare Form annehmen und Höhe erreichen kann. Das Genie, einst ein Außenseiter, muss nun als Mister Fantastic lernen, mit seinen neuen Kräften umzugehen.

Als Draufgänger und Adrenalinjunkie ist Johnny Storm der Rockstar des Teams. Seine Fähigkeiten als Human Torch erlauben es ihm, Feuerbälle zu schießen, in halsbrecherischen Geschwindigkeiten durch die Lüfte zu fliegen und in Flammen aufzugehen!



Sue Storm ist klug und wunderschön, unabhängig und sarkastisch. Die Fähigkeit als Invisible Woman unsichtbar zu werden, macht sie nun noch unnahbarer als jemals zuvor. Das hält ihre Freunde, vor allem Reed, aber nicht davon ab, es trotzdem zu versuchen.

Trotz der kalten und rauen Umgebung, in der er aufwachsen musste, hat sich Ben Grimm zu einer unglaublich empathischen Persönlichkeit entwickelt. Er ist ein Fels in der Brandung und ein loyaler Freund, auf den man sich immer verlassen kann. Sein steinerner Körper verleiht ihm als The Thing eine unglaubliche Stärke und macht ihn unzerstörbar.

Zur Einstimmung auf Fantastic Four sind hier zwei Trailer zum Film:



Miles Teller  (Die Bestimmung - Divengent), Michael B. Jordan (The Wire), Kate Mara (House of Cards)  und Jamie Bell (Jumper) übernehmen in der Verfilmung von Fantastic Four die vier Titelrollen von Reed Richards alias "Mister Fantastic", Johnny Storm alias "Human Torch", Sue Storm alias "Invisible Woman" und Ben Grimm alias "The Thing". Neben Toby Kebbell (Planet der Affen: Revolution), der Dr. Doom spielt, sind auch Reg E. Cathey als Dr. Franklin Sturm und Tim Blake Nelson als Harvey Elder als der "Mole Man" mit von der Partie. Die Regie übernimmt Josh Trank (Chronicle  - Wozu bist Du fähig?).

Fantastic Four kommt im Verleih der Constantin Film in die deutschen Kinos.


Bilder: obs/Constantin Film/© 2015 Constantin Film Verleih

Rezension: «Mark Brandis: Der Pandora-Zwischenfall» (Interplanar/Folgenreich)


Schluss. Aus. Vorbei. Nach acht Jahren und 32 Folgen sagt Mark Brandis mit Der Pandora-Zwischenfall nun seinem Publikum Adieu. Es ist ein geplanter Abschied, auf den Folgenreich und Interplanar die Fans schon vor Monaten vorbereitet haben. Nichtsdestotrotz wird vielen Anhängern der Abschied verdammt schwerfallen – vor allem deshalb, weil die Macher in diesem Hörspiel noch einmal alles von dem abrufen, weshalb die Fans sie so lieben.

2137: Auf dem Jupitermond Kallisto haben Republiken und Union gemeinsam einen langlebigen und hochintelligenten Kunstmenschentyp entwickelt. Zwei Dutzend dieser sog. Astraliden bereiten sich auf eine Expedition hinaus aus unserem Sonnensystem zu fernen Planeten vor. Als es zu Todesfällen in der Station Pandora auf Kallisto kommt, droht das Projekt zu scheitern. Mark Brandis soll nun die Leiterin der Station ablösen. Er überredet seine Frau Ruth O'Hara, Dr. Levy und seinen alten Gefährten Iwan Stroganow, ihn zu begleiten. Doch dann wird Pandora angegriffen...

Äußerlich merkt man dem Hörspiel nicht an, dass es sich um das letzte Abenteuer von Mark Brandis handelt, denn ein Banner mit der Aufschrift "Das große Finale" prangt nicht auf dem Front- oder Backcover. Einzig die eine ganze Seite des Booklets füllende Danksagung an mehrere Dutzend namentlich genannte Personen deutet an, dass diese Folge etwas Besonderes ist. Aber man belässt es bei einem simplen "Danke"; die Worte "Abschied" oder "Auf Wiedersehen" fallen nicht. Und das ist völlig in Ordnung so, denn auch die Geschichte von Der Pandora-Zwischenfall, die Balthasar v. Weymarn nach Motiven des gleichnamigen Romans von Nikolai v. Michaelewsky, ersonnen hat, ignoriert bis kurz vor Schluss die Tatsache, dass es keine Folge 33 geben wird. Anstatt den Plot um das Thema Abschied kreisen und mittels Rückblenden noch einmal die Highlights der Serie Revue passieren zu lassen, schickt der Autor Mark Brandis, dessen Frau Ruth sowie die Weggefährten Doktor Rebecca Levi und Iwan Stroganow auf eine neue, anspruchsvolle Mission, die dem Quatett einiges abverlangt. Noch einmal sind Brandis' Führungsqualitäten, Entschlossenheit und Erfahrung gefragt, wie auch sein Einfühlungsvermögen und seine Fähigkeit, die Dinge kritisch zu hinterfragen. Trotz aller Nackschläge, die er im Verlauf der Serie erfahren hat, geht er die neue Aufgabe mit Optimismus an und kämpft für das, woran er glaubt. 79 Minuten läuft Der Pandora-Zwischenfall, erweist sich aber trotz dieser Spielzeit inhaltlich als äußerst kompakt. In den ersten zwanzig Minuten müssen zwar zunächst einige Grundlagen geschaffen werden, doch geschieht dies kurzweilig und ohne den Hörer mit Informationen zuzuschütten. Auf diese Weise wird der Boden bereitet für den weiteren Verlauf einer spannenden temporeichen Story, in der zugleich aber auch Platz ist für ruhigere Momente, die der Vertiefung der Charaktere vorbehalten sind. Der Fokus liegt dabei auf den Astraliden M6 und M3, die das Dialogbuch schnell zu sehr interessanten Figuren entwickelt, deren Schicksal einen als Hörer nicht unberührt lässt. Mit dem Homo Factus gab es zwar gleich zu Beginn der Serie schon einmal ein Retortenmenschen, doch in Der Pandora-Zwischenfall wird das Thema des künstlich erzeugten Humanoiden von einer anderen Seite als zuvor beleuchtet. Die moralisch-ethische Komponente, derentwegen die Fans Mark Brandis so lieben, bleibt somit auch in der nun letzten Folge nicht unberücksichtigt und ergibt im Zusammenspiel mit einer ordentlichen Dosis handfester Action die typische Mark-Brandis-Mixtur, die noch einmal richtig stark zündet. Die letzte Szene ist dann ein definitiv bitter-süßer Moment, der aber die Folge (und damit die Serie) wunderschön und stilvoll abrundet.

Michael Lott, Dorothea Lott, Claudia-Urbschat-Mingues und Martin Wehrmann absolvieren ihre letzten Auftritte als Mark Brandis, Ruth Brandis, Doktor Rebecca Levi und Iwan Stroganow erneut mit Bravur. Erich Räuker ist als jener Col. Young zu hören, den er auch schon in den MB-Abenteuern Vorstoß zum Uranus und Raumsonde Epsilon verkörperte. Und natürlich darf auch Gerhard Hinze als John Harris nicht fehlen. Mira Christine Mühlenhof war über all die Jahre die Stimme des Bordsystems CORA. Im Serienfinale spielt sie jetzt die Stationsleiterin Ninni Persbrandt. Und wie Brandis höchstselbst herausfindet, hat es durchaus seine Bewandtnis damit, dass Persbrandt und CORA die gleiche Stimme haben. Die letzte MB-Folge beschert den Fans übrigens in stimmlicher Hinsicht ein Treffen zwischen dem älteren und dem jungen Mark Brandis, denn Daniel Claus, der im Prequel Mark Brandis: Raumkadett die Hauprolle spricht, ist in Der Pandora-Zwischenfall als Astralide M3 dabei. Anja Welzel, Mélanie Fouché, Hans-Eckart Eckhardt, Arne Stephan und Philipp Zieschang vervollständigen einen gut aufgelegten Cast, an dessen Leistung es nichts auszusetzen gibt. Wie gewohnt geben das Sounddesign und die Musik von Jochim-C. Redeker ebenfalls keinen Anlass zu Klage. Die Geräuschkulisse ist sehr detailreich und atmosphärisch; der Score wurde optimal auf die Szenen abgestimmt. Großes Kopfkino ist auf diese Weise garantiert.

Mit Mark Brandis: Der Pandora-Zwischenfall zeigt sich die Serie noch einmal in Bestform. Und das macht es umso schwerer, sich nun von ihr zu trennen. Doch immerhin durfte man acht Jahre und 32 Folgen lang an der Seite von Mark Brandis spannende Abenteuer in der Welt von Morgen erleben. Und wie das Sprichwort schon sagt: Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Balthasar v. Weymarn und Jochim-C. Redeker können auf jeden Fall stolz darauf sein, was sie mit dieser Serie, in der immer wieder Probleme unserer Gegenwart im Kontext der Zukunft erörtert wurden, erreicht haben. Mark Brandis mag nun abgeschlossen sein, doch man wird die Serie in bester Erinnerung behalten.  


Mark Brandis: Der Pandora-Zwischenfall ist eine Produktion von Interplanar im Vertrieb durch Folgenreich. Das Hörspiel ist ab dem 24. Juli 2015 offiziell im Handel erhältlich.  



Ab 28.8.15 im Handel: «Doctor Who - Die fünf Doktoren»


Fans der britischen Serie Doctor Who haben einen neuen Termin, den sie sich vormerken sollten: Am 28.08.2015 erscheint bei Pandostorm Pictures das Special Doctor Who - Die fünf Doktoren erstmals in Deutschland auf DVD!

Das große Jubiläumsspecial des britischen TV-Dauerbrenners Doctor Who aus dem Jahre 1983 präsentiert den Doktor in gleich fünffacher Bestform, denn der Timelord - verkörpert von Peter Davison - trifft in diesem Abenteuer auf seine früheren Inkarnationen, dargestellt von Richard Hurndall, Patrick Troughton, Jon Pertwee und Tom Baker. Gemeinsam begegnen die Doktoren in der Todeszone ihres Heimatplaneten Gallifrey den tödlichen Daleks, den unmenschlichen Cybermen und ihrem Erzfeind, dem Master. Doch die größte Gefahr droht aus einer anderen Richtung und ist für ihren Planeten verheerender, als die fünf Doktoren zu ahnen wagen. Bei diesem Special geben sich 20 Jahre britische Seriengeschichte die Klinke in die Hand und eine unsterbliche Kultserie feiert sich selbst.

Hier ist ein Trailer zum DVD-Realease:


Das DVD-Set enthält neben der Jubiläumsfolge in Spielfilmlänge auch die komplett überarbeitete Special Edition aus dem Jahre 1995 und die exklusive DVD-Premiere der deutschen TV-Fassung. Insgesamt bringt es dieses Set auf satte 427 Minuten Spielzeit.


Doctor Who - Die fünf Doctoren ist ab dem 28. August 2015 auf DVD im Handel erhältlich.