Filmkritik: «Star Trek Beyond» (ab dem 21. Juli 2016 im Kino)


Pünktlich zum 50. Geburtstag des Star-Trek-Franchises kehren Captain James T. Kirk und seine Mannschaft mit einem neuen Abenteuer auf die Leinwand zurück. Erneut angesiedelt in der Reboot-Zeitlinie des Abramsverse (inzwischen offiziell bezeichnet als Kelvin Timeline), bekommt die Crew der U.S.S. Enterprise unter der Regie von Justin Lin es dieses Mal mit einem Gegner zu tun, der alles ablehnt, wofür die Föderation eintritt. Um gegen ihn bestehen zu können, müssen sich Kirk, Spock, McCoy und Co auf das besinnen, was sie so stark macht: Teamwork. Star Trek Beyond läuft mit einer Spielzeit von ca. 120 Minuten ab dem 21. Juli 2016 offiziell in den deutschen Kinos.

Auf ihrer Forschungsmission gerät die Enterprise in einen gnadenlosen Hinterhalt. Unter Dauerbeschuss kann die Crew um Captain Kirk nur in letzter Sekunde auf fremdem Terrain notlanden. Doch statt in Sicherheit befindet sie sich plötzlich zwischen den Fronten eines scheinbar ausweglosen Konflikts. Getrennt voneinander und ohne Kontakt zur Außenwelt ziehen Kirk und sein Team in den Kampf gegen einen mysteriösen und übermächtigen Feind. (Ankündigungstext)

Es gibt sicherlich dankbarere Aufgaben als die, das Drehbuch für einen neuen Star Trek-Film zu schreiben. Gilt es doch, den extrem schweren Spagat zu meistern, einerseits den Erwartungen der Hardcore-Fans sowie anderseits jenen des Mainstream-Publikums gerecht zu werden, während man sich gleichzeitig mit der Frage beschäftigen muss, was es überhaupt noch gibt, das in fünf TV-Serien mit 700 Folgen und einem Dutzend Kinofilmen bislang nicht erzählen wurde. Die Antwort, die Simon Pegg und Doug Jung auf diese Herausforderung gefunden haben, besteht in einer Verbeugung vor bzw. einem Bekenntnis zum Grundgedanken von Star Trek im Gewand eines überaus rasanten Abenteuers zwischen den Sternen.

Trotz aller futuristischer Technologie standen bei Gene Roddenberry stets die Charaktere als Vertreter einer geeinten Menschheit auf friedlicher Forschungsmission in den Weiten des Weltalls im Mittelpunkt. Star Trek Beyond greift diesen Wesenszug des klassischen Star Trek auf und nimmt zu diesem Zweck die U.S.S. Enterprise auf dramatische Weise aus der Gleichung. Kirk und Co werden auf diese Weise zwar entwurzelt, sind jedoch nicht orientierungslos, da sich die Crew schnell auf ihre Grundtugenden besinnt: Man setzt sich für einander ein, arbeitet Hand in Hand und gewinnt durch Ehrlichkeit mit Jaylah eine wichtige Verbündete. Dem Antagonisten Krall hingegen sind solche Wesenszüge fremd: Er verachtet sie als Schwäche und setzt stattdessen auf rücksichtslose Gewalt zur Durchsetzung seiner Ziele. Zwei Wertesysteme stehen sich diametral gegenüber; gewissermaßen treten die Space Opera als Eroberungsgeschichte und Gene Roddenberrys Vision gegeneinander an. Wie es sich für einen Jubiläumsfilm gehört, wurden von den Autoren eine Reihe von Referenzen an den klassischen Star Trek in den Film eingebaut. So gibt es eine Sternenbasis namens Yorktown (die Enterprise hätte ursprünglich Yorktown heißen sollen) oder die Haltbarkeit von Kirks goldenem Uniformhemd wird in einer Szene auf die Probe gestellt (der Ausgang dürfte klar sein). Und auch darüber hinaus gibt es viel für die Fans zu entdecken. Erfreulich ist zudem, dass dieses Mal wirklich der gesamten Stammbesetzung viel Raum zur Betätigung gegeben wird. Nicht nur das Triumvirat Kirk-Spock-McCoy (Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban) hat alle Hände voll zu tun, sondern auch Uhura (Zoe Saldana), Scotty (Simon Pegg), Sulu (John Cho) und Chekov (der leider jüngst verstorbene Anton Yelchin) dürfen glänzen. Star Trek als Ensemblestück. Sofia Boutella als Jaylah hinterlässt einen positiven Eindruck, Idris Elba geht in seiner Rolle als Krall wirklich auf.


Um über den Kreis der Trekkies hinaus auch für das allgemeine Publikum attraktiv zu sein, setzt Star Trek Beyond neben optischen Leckerbissen vor allem auf jede Menge Action. Und damit letztere auf der Leinwand ordentlich zündet, wurde mit Justin Lin ein Regisseur verpflichtet, der mit seinen Fast & Furious-Filmen in der Vergangenheit bereits mehrfach unter Beweis stellen konnte, dass er ein Fachmann und Könner auf diesem Gebiet ist. Lin erfüllt die in ihn gesetzten Erwartungen vollauf, denn die Actionszenen besitzen hohe Dynamik und sind außerdem exzellent choreographiert. Zudem erweist er sich als ein vielseitiger Regisseur, indem er die Kameraführung gekonnt an den Charakter der jeweiligen Szenen anzupassen versteht. In ruhigeren Momenten verzichtet er auf jegliche Spielreihen und hält die Kamera still, um jegliche Ablenkung zu vermeiden, während er sie in den Actionsequenzen gerne mal von der Kette lässt, damit sie aus unterschiedlichen Perspektiven das Geschehen dokumentieren kann. Wer ein Ticket für Star Trek Beyond löst, um einfach einen packenden SF-Actionsfilm zu erleben, wird ebenfalls bestens bedient.

Star Trek Beyond versteht es, sowohl den Erwartungen der eingefleischten Star-Trek-Fans gerecht zu werden, als auch den Mainstream-Kinogängern jede Menge gute Gründe zu liefern, sich diesen Film im Kino anzusehen. Er erweist der klassischen Serie, auf deren Schultern er steht, zum 50. Geburtstag den ihr gebührenden Respekt und macht im selben Atemzug deutlich, dass die zentralen Gedanken von Star Trek bis heute nichts von ihrer Relevanz verloren haben. Und da er zudem als sowohl packender als auch humoriger SF-Actioner prächtig funktioniert, hält er das Franchise zeitgemäß und verschafft ihm damit ausgezeichnete Perspektiven für die Zukunft (Teil 4 wurde von Paramount, Skydance und Bad Robot bereits angekündigt). Star Trek Beyond ist der mit Abstand beste Film der neuen Ära - ein Film, den man gesehen haben sollte.



Star Trek Beyond läuft ab dem 21. Juli 2016 in den deutschen Kinos.


Bildmaterial: Copyright Paramount

Filmkritik: «Independence Day: Wiederkehr» (seit dem 14. Juli 2016 im Kino)


Manchmal kommen sie wieder: Neben Jurassic Park gehört Roland Emmerichs Independence Day (1996) zweifelsohne zu den prägensten Filmen der 1990er Jahre. Ein Box-Office-Magnet erster Güte, setzte der Streifen Maßstäbe in Sachen Spezialeffekte und begründete für den Ruf seines Regisseurs als Master of Desaster. Zwanzig Jahre ist dies nun her und seit gestern nun läuft die Fortsetzung Independence Day: Wiederkehr (org.: Independence Day: Resurgence) in den deutschen Kinos. Als James Bond nach mehrjähriger Abstinenz 1995 mit Goldeneye sein Comeback auf der Leinwand gab, lautete die Tag-Line: „You know the name. You know the number.“ Angewendet auf das ID4-Sequel wäre der passende Slogan wohl: „You know the title. You know the story.“

1996 attackierten Aliens die Erde. Vor allem der mutigen Mission des Piloten Steven Hiller und des Satellitentechnikers David Levinson war es seinerzeit zu verdanken, dass die Außerirdischen besiegt wurden. 20 Jahrte später starten die Außerirdischen einen neuen, noch verheerenderen Angriff auf den blauen Planeten Die Menschheit, die ein mit Alien-Technologie erweitertes Verteidigungssystem erschaffen hat, steht vor ihrer größten Herausforderung. Die Hoffnungen ruhen auf den jungen Kampfpiloten Jake (Liam Hemsworth) und Dylan (Jessie Usher)...

Betrachtet man sich die Filmographie von Roland Emmerich, dann fällt auf, dass der gebürtige Stuttgarter nie Fortsetzungen zu seinen Werke inszeniert hat. An Angeboten gab es sicherlich keinen Mangel, doch der Schwabe wollte sich stets lieber neuen Projekten zuwenden, anstatt Teil der Sequelmania-Maschinerie zu werden. Inzwischen ist Emmerich 60 Jahre und damit in einem Alter, in dem man manche Dinge neu bewertet. Oder vielleicht hat es ihn auch einfach gereizt, noch einmal zu beweisen, dass er es in Sachen Desaster Movie weiterhin drauf hat. Wie dem auch sei, für Independence Day: Wiederkehr hat Emmerich seine ablehnende Haltung gegenüber Sequels überwunden und sich selbst auf den Regiestuhl gesetzt. Herausgekommen sind 120 Minuten Eskapismus: So bildgewaltig wie sinnfrei und gleichermaßen spannend wie witzig. Popocorn-Kino in Reinkultur, das unglaublich Spaß macht und dabei absolut ehrlich ist. Dieser Film will unterhalten. Punkt. Aus. Daraus macht er zu keiner Sekunde einen Hehl. Und man muss schon zu jenen Spaßbremsen gehören, die auch an Fahrten mit der Achterbahn die Sinnfrage stellen, um ihm das ernsthaft zum Vorwurf machen.

Die vermeintliche Bürde, nach 20 Jahren an den Plot von Teil 1 anschließen zu müssen, wandelt Independence Day: Wiederkehr in einen Vorteil, indem seine Handlung eben genau diese Zeitspanne zwischen den Filmen reflektiert. Zwei Dekaden sind seit seit der Schlacht gegen die Aliens vergangen, und die Ära der zwischenstaatlichen Konflikte ist vorbei. Die Menschheit hat ihre Zivilisation wieder aufgebaut und sich dabei nicht zuletzt zurückgelassener außerirdischer Technologie bedient. Herausgesprungen ist dabei neben Hightech-Kommunikations- und Massenverkehrsmitteln vor allem ein enormes Arsenal an Waffen, mit der sich die Erde aus Furcht vor einer Rückkehr der Fremden aus dem All gerüstet hat. Und ausgerechnet an jenem Tag, als die Feierlichkeiten zum Gedenken an den großen Krieg vor zwei Jahrzehnten stattfinden sollen, zeigt sich, dass diese Angst berechtigt war. Was folgt, ist natürlich keine intensive Pendeldiplomatie von Vertretern der Erde, an deren Ende eine Verständigung mit den Aliens über eine friedliche Koexistenz steht, sondern sind Verwüstung (das Weiße Haus bleibt dieses Mal stehen, dafür geht London komplett baden) und ein Schlachtengetümmel, das auf den unvermeidlichen Endkampf hinausläuft. Wobei Endkampf hier ein relativer Begriff ist, da der Film viel tut, um der Fortsetzung den Weg zu ebnen: Nicht nur erläutert er die Motivation der Invasoren, der Erde überhaupt einen Besuch abzustatten, sondern führt außerdem eine dritte Partei in den Konflikt ein, durch die sich der ID4-Kosmos deutlich vergrößert und deren Enthüllungen die Grundlage für einen dritten Teil bilden, sofern es ihn dann geben sollte. Das Bemühen der Macher, ein ID4-Franchise zu schaffen, ist eindeutig erkennbar und natürlich eine Reaktion auf die aktuelle Kinolandschaft, in der massiv auf Filmserien gesetzt wird.

Um für seine filmische Zukunft gewappnet zu sein, setzt Independence Day: Wiederkehr auf einen jungen Cast mit Liam Hemsworth, Jessie Usher und Maika Monroe an der Spitze, der von zahlreichen alten Haudegen aus Teil 1 wie Jeff Goldblum, Bill Pullman, Brent Spiner und Judd Hirsch flankiert wird, wodurch dann zugleich auch der Brückenschlag zum ersten Teil gelingt. Der Besetzung gelingt es ganz gut, sich gegen die Effekte zu behaupten - doch es ist ein harter Kampf, denn ist die CGI-Dampfwalze erst einmal auf Touren gekommen, kennt sie kein Halten mehr. Emmerich ist lange genug im Geschäft, um genau zu wissen, dass die Menschen nicht der Dialoge wegen in seine Filme gehen, sondern wegen der Action. Also setzt er auf Tempo sowie sympathische Charaktere und lässt die Effekte den Rest erledigen. Das hat von 20 Jahren schon funktioniert, und auch jetzt klappt das wieder richtig gut.


Independence Day: Wiederkehr funktioniert als kurzweiliger, optisch sehr ansprechender SF-Actionfilm für einen entspannten Kinoabend wirklich prächtig. Geht man mit realistischen Erwartungen an den Streifen heran, dann schafft er es auch, diese zu erfüllen. Ich jedenfalls bin voll auf meine Kosten gekommen.



Independence Day: Wiederkehr läuft seit dem 14. Juli 2016 in den deutschzen Kinos.
    

Hörspielrezension: «Mark Brandis - Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas» (Folgenreich/Interplanar)


1966 unternahmen Cliff Allister McLane und die Besatzung des schnellen Raumkreuzers Orion in Folge 3: Hüter des Gesetzes der kultigen SF-Fernsehserie Raumpatrouille einen Abstecher zum Planetoiden Pallas, um Unregelmäßigkeiten in Zusammenhang mit einer dort angesiedelten Bergwerkskolonie auf den Grund zu gehen. Heute nun, 50 Jahre später, verschlägt es den jungen Mark Brandis in Mark Brandis – Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas ebenfalls dorthin. Und wenngleich er es im Unterschied zu McLane nicht mit revoltierenden Robotern zu tun bekommt, so steht ihm doch alles andere als ein Spaziergang bevor. Das Hörspiel hat eine Laufzeit von ca. 54 Minuten und kommt heute offiziell in den Handel.

Mark Brandis und Rodrigo Rojas sind zum Dienst auf einer verlassenen Raumstation im Inneren des Asteroiden Pallas abgestellt. Als beide sich bereits an die langweilige Routine gewöhnt haben, lässt ein vermeintlicher Republikenangriff auf die afrikanische Stadt Nairobi und JUSTITIA bei Mark alle Alarmglocken läuten. Sind Attentäter vielleicht schon unterwegs, um ihn als Augenzeugen des Mordes an Präsident Bähler zu beseitigen? Den beiden Raumkadetten bleibt nur wenig Zeit, um sich auf alle Möglichkeiten vorzubereiten ... (Klappentext)

Im Bereich der Fernsehserien kennt man den Begriff der Bottle Episode. Dabei handelt es sich um Folgen, die ausschließlich in bestehenden Sets und mit einem Minimum an Darstellern (zumeist nur der Stammbesetzung) realisiert werden. Ein typischer Vertreter einer Bottle Episode wäre beispielsweise eine Geschichte, in der zwei Hauptdarsteller in einem Lift festsitzen und sich über frühere Erlebnisse austauschen, während sie darauf warten, dass eine Rettungsmannschaft sie aus ihrer misslichen Lage befreit. Gedreht werden solche Bootle Episodes aus organisatorischen, kreativen und auch aus finanziellen Gründen - zum Beispiel dann, wenn Geld eingespart werden muss, weil andere Folgen durch Außendrehs, namhafte Gaststars oder viele Statisten überdurchschnittlich teuer in der Herstellung waren.

Als Hörspielserie benötigt Mark Brandis – Raumkadett natürlich keine Sets und hat auch keinen Bedarf an Aufnahmen außerhalb des Studios, doch fühlt sich Folge 9: Endstation Pallas zunächst wie eine Bottle Episode an. Der Plot ruht quasi ausschließlich auf den Schultern von Mark Brandis (Daniel Claus) und Rodrigo Rojas (Arne Kapfer); einzig der Part von Katrin Decker als Valéria Alvarez fällt noch etwas größer aus. Der Rest der Besetzung (Leon Boden, Marius Clarén, Sebastian Kluckert u.a.) absolviert nur Kurzauftritte. Kammerspielartig isoliert die Handlung die beiden Protagonisten in einer verlassenen Forschungsbasis auf Pallas, von Lt. Mercier, den Brandis und Rojas dort ablösen, bezeichnet als „die langweiligste Station diesseits des Saturn“. Doch weil es eben „unser (gemeint ist: die Union) Stückchen Irgendwas im großen Nichts innerhalb eines halbhohlen Asteroiden“ ist, wie Mercier sich ausdrückt, muss sie vor dem Zugriff durch die Republiken geschützt werden, da der Konflikt zwischen den beiden Machtblöcken auf der Erde weiterhin keiner friedlichen Lösung entgegensieht. Die Tristesse an Bord der Station vermag das Hörspiel gut zu vermitteln, ehe der Angriff auf Nairobi und die Zerstörung von JUSTITIA der Geschichte eine überraschende Wendung sowie eine ganz neue Dynamik gibt, weil Brandis' Abkommandierung auf diesen entlegenen Posten plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheint. Während Brandis schwant, was auf ihn zukommt, ist Rojas komplett ahnungslos und muss daher erst einmal ins Bild gesetzt werden. Die perfekte Gelegenheit für die Story, den Bogen bis ganz zu den Anfängen zurückzuschlagen und noch einmal zu rekapitulieren, wie das damals war, als Präsident Bähler starb (Folge 3: Tatort Astronautenschule), Brandis von Bengasi überraschend freigelassen wurde (ebenda) und wie er zusammen mit seinen Freunden bei JUSTITIA eine Zeugenaussage hinterlegt hat, die ihm bis jetzt die Verschwörer, die Bähler auf dem Gewissen haben, vom Hals hielt (Folge 6: Woran Du glaubst...). Auf diese Weise bekommt die Folge die Zeit herum bis zum Auftauchen der Antagonistin – einer Figur aus Folge 1: Aufbruch zu den Sternen, die nun ihr Comeback gibt. Getreu dem Motto: Wenn wir schon im Recap-Modus sind, dann auch konsequent. Ihr gegenüber geht Brandis zwar in einer für untypischen, extrem brutalen Gangart vor, doch Autor Balthasar v. Weymarn war so clever, Mark Brandis – Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas mit einer Einleitung durch den reifen Mark Brandis zu versehen, in der dieser zum Ausdruck bringt, sein damaliges Verhalten auf Pallas gehöre zu jenen Momenten, die ihm bis heute als Stein auf der Seele lägen.

Die diversen Rückbezüge auf vorangegangene Folgen sind natürlich ein Fest für regelmäßige Hörer, die sich zudem darüber freuen dürfen, dass der Handlungsstrang um die Verschwörung zur Ermordung von Präsident Bähler nun seinen Abschluss findet. Und Fans der Urserie werden dankbar zur Kenntnis nehmen, dass das Prequel immer erwachsener wird, indem es ethisch-moralische Fragen auswirft, ohne auf sie einfache Antworten zu geben. Zwar lässt sich Brandis' Vorgehen mit dem ehrbaren Ziel rechtfertigen, das er damit verfolgt. Doch heiligt der Zweck wirklich jedes Mittel? Zumal die „Behandlung“, die Brandis seiner Gegnerin angedeihen lässt, nicht der Phantasie des Autors entsprungen ist, wie dem Booklet zu entnehmen ist. Da kann einem ganz anders werden...

Mark Brandis – Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas unterscheidet sich im Aufbau her deutlich von den ersten beiden Geschichten der zweiten Staffel, womit die Serie ihre Flexibilität beweist. Der Plot ist dicht, setzt die richtigen Akzente und zeigt den jungen Mark Brandis einmal von einer anderen Seite, nämlich als einen Menschen, der in die Ecke gedrängt drastische Maßnahmen ergreift. Eine rundum gelungene Folge und aus meiner Sicht eine klare Hörempfehlung.



Mark Brandis - Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas ist eine Produktion von Interplanar für Folgenreich. Das Hörspiel ist ab dem 1. Juli 2016 offiziell im Handel erhältlich.



Gewinnspiel: «THINGS TO COME · Science · Fiction · Film»




Gewinnspiel zum Buch

THINGS TO COME 
Science · Fiction · Film



Das Science-Fiction-Genre boomt. Immense Budgets und klingelnde Kinokassen kennzeichnen seinen Siegeszug. Die unendlichen Weiten des Weltalls, Landungen auf fremden Planeten, Begegnungen mit Aliens sowie der technische und wissenschaftliche Fortschritt sind populäre Themen. Wie schon beim ersten Hype in den 1950er Jahren lassen sich in den Filmen zahlreiche Verweise auf gesellschaftliche Themen finden.

Das Buch Things to Come · Science · Fiction · Film gibt einen Überblick über das Genre und die Ursachen des aktuellen Erfolgs. Die Publikation versammelt unveröffentlichte Abbildungen und exklusive Werk- und Szenenfotos aus der internationalen Filmgeschichte. Anschauliche Beiträge sowie zahlreiche Interviews mit renommierten Experten komplettieren das Buch und schaffen einen ebenso unterhaltsamen wie reflexiven Zugang zum Genre Science-Fiction.



Mit freundlicher Unterstützung des Kerber Verlags verlose ich drei Exemplare des Buches, das anlässlich der Ausstellung Things to Come · Science · Fiction · Film (Laufzeit: 30. Juni 2016 bis 23. April 2017) der Deutschen Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen in Berlin erschienen ist.

Wer von Euch eines der drei Bücher gewinnen möchte, sollte die Antwort auf folgende Frage kennen: Wo findet die Ausstellung Things to Come · Science · Fiction · Film statt?



Die Teilnahmebedingungen: 

Das Gewinnspiel endet am 17. Juli 2016 um 23:59:59 Uhr. Um zu an der Verlosung teilzunehmen, schickt Ihr eine E-Mail mit der richtigen Antwort auf die Gewinnspielfrage, Eurer Adresse und dem Betreff "Things to Come" an die E-Mail-Adresse scifiwatchman@gmx.de. Nach dem Ende der Aktion werden von mir sämtliche personenbezogenen Daten komplett gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Auszahlung des Gewinns in bar ist nicht möglich. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren mit deutschem Wohnsitz. 


 Der SciFiWatchman wünscht euch viel Glück!

Buchbesprechung: «Things to Come · Science · Fiction · Film» (Kerber Verlag)


Von heute an und noch bis zum 23. April 2017 zeigt die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Berlin die Ausstellung Things to Come · Science · Fiction · Film. Pünktlich zur Eröffnung ist beim Kerber Verlag das begleitende Buch erschienen, das weit mehr ist als ein Ausstellungskatalog, sondern ein prächtiger, reich bebilderter Hardcoverband mit 176 Seiten Umfang, der dem Leser einen reflexiven Zugang zum Genre Science-Fiction ermöglicht.

Seit seinen Anfangstagen hat der Science-Fiction-Film das Weltall als schier grenzenlosen Forschungs- und Eroberungsraum für den Menschen präsentiert, gesellschaftliche Zustände sowie die Auswirkungen des technologischen Fortschritts kritisch reflektiert und der tief verwurzelten Angst vor dem Fremden in Form von Alien-Invasionen Ausdruck verliehen. Gleichzeitig haben sich die Filmschaffenden stets modernster technischer Mittel für die Gestaltung fremder Welten oder zukünftiger irdischer Gesellschaften bedient. Und während manche Autoren/Regisseure sich in ihrer Fabulierfreude von den immer neuen Erkenntnissen der Weltraumforschung unbeeindruckt geben, machen andere sie ganz bewusst zur Grundlage ihrer Produktionen. Interessante Wechselwirkungen, denen Kristina Jaspers, Nils Warnecke und Gerlinde Waz in dem von ihnen herausgegebenen Buch nachspüren. Die drei Kuratoren der Deutschen Kinemathek orientieren sich dabei an der Struktur der Ausstellung, die sich in die Abschnitte Der Weltraum, Die Gesellschaft der Zukunft und Der Fremde gliedert, und räumen jedem Teilbereich in etwa den gleichen Raum ein. Jedes Kapitel wird dabei von einer kurzen Einführung eröffnet, an die sich jeweils mehrere Essays und Interviews anschließen. Die Essays wurden sowohl von den Herausgebern selbst als auch von mehr als einem halben Dutzend weiterer Film- und Medienwissenschaftler, darunter Rolf Giesen, Beatrice Behn und Marc Bonner, verfasst; in den Interviews kommen Experten wie der Astronaut Ulrich Walter, der Production Designer Arthur Max (Prometheus, The Martian), der Robotik-Forscher Manfred Hild, der Drehbuchautor Lars Lundström (Real Humans) oder die Kostümbildnerin Monika Bauert (Enemy Mine) zu Wort, gewähren aufgeschlossen Einblick in ihre Arbeit und gehen darüber hinaus der Frage nach, was von dem, das heute noch Science-Fiction ist, in Zukunft tatsächlich Realität werden könnte.

Inspiriert durch zeitgemäße Ausstellungskonzepte, ist die Struktur des Buches weitgehend offen gestaltet. Dem Leser wird zwar eine Reihenfolge angeboten, in der er sich die einzelnen Themenbereiche erschließen kann, gleichzeitig steht es ihm frei, problemlos eigene Schwerpunkte zu setzen und eine persönliche Marschroute zu verfolgen. Doch ganz gleich, welchen Weg er einschlägt, stets sind eine große Zahl von teilweise seltenen Abbildungen sein Begleiter. Mit 205 farbigen und 15 schwarzweißen Fotos und Zeichnungen ist Things to Come · Science · Fiction · Film illustriert, wobei nicht allein die Menge und die getroffene Auswahl Lob verdienen, sondern auch die Platzierung innerhalb der Texte: Die Wechselwirkung zwischen Science Fact und Science-Fiction dokumentierend, sind beispielsweise ein Foto von Matt Damons Raumanzug aus The Martian und eines, das Dava Newman in dem von ihr entwickelten BioSuit zeigt, in unmittelbarer Nähe zu einander angeordnet, so dass der Leser sich auch unabhängig vom begleitenden Text selbst ein Bild davon machen kann, wie aktuelle technische Entwicklungen vom SF-Film aufgegriffen werden. Und eine Gegenüberstellung einer Aufnahme von Ulrich Walter im SpaceLab mit einem Szenenfoto aus Gravity macht deutlich, wie viel Wert die Filmemacher auf eine realistische Darstellung der Schwerelosigkeit an Bord einer Raumstation gelegt haben. Die Essays ihrerseits zeugen von der großen Fachkunde der Verfasser, die in ihren Texten einen eher nüchtern-sachlichen, mitunter auch wissenschaftlichen Sprachstil pflegen, der einen auch ohne den Blick ins mit Kurzbiographien ausgestatteten Autorenverzeichnis den beruflichen Background der Beteiligten erahnen lässt. Einer unterhaltsamen Lektüre steht der Duktus aber zu keiner Zeit im Wege, sondern regt im Gegenteil zu einer näheren Beschäftigung mit den behandelten Themen an, die eine große Bandbreite aufweisen, reichen sie doch vom kinematographischen Raumschiffdesign im Wandel Zeit über die Gestaltung von Zukunftsstädten bis hin zur Faszination, die von der Möglichkeit außerirdischen Lebens ausgeht. Dabei wahren die Autoren zwar durchweg eine kritische Distanz zum Science-Fiction-Film, lassen aber nie einen Zweifel daran aufkommen, dass er für sie eine legitime Form der Auseinandersetzung mit der Frage darstellt, was in Zukunft so alles auf die Menschheit zukommen könnte. Abgerundet wird Things to Come · Science · Fiction · Film durch einen Anhang, der die Exponate der gleichnamigen Ausstellung bebildert und nach Filmen sortiert auflistet.


Entlang der großen Themen der Science-Fiction, Der Weltraum, Die Gesellschaft der Zukunft und Der Fremde, macht Things to Come · Science · Fiction · Film auf anschauliche, informative und kurzweilige Art deutlich, wie der SF-Film über die Jahrzehnte Strömungen aufgegriffen und damit unser Bild von und die Erwartungen des Publikums an eine möglichen Zukunft geprägt hat. Er spiegelt die Hoffnungen der Zuschauer auf ein Utopia genauso, wie er in Dystopien der Furcht vor totalitären Zuständen oder der Zerstörung der Erde durch Krieg, Profitgier und Umweltkatastrophen Ausdruck verleiht. Er zelebriert den technischen Fortschritt als einen Weg zu den Sternen, um gleich darauf vor den Auswirkungen einer Technologie zu warnen, die dem Menschen über den Kopf wächst und von ihm nicht mehr länger kontrollierbar ist. Diese Ambivalenz unter ständiger Rückkopplung an den jeweiligen Zeitgeist ist es, die den ungebrochenen Reiz sowie den hohen Stellenwert des Science-Fiction-Films ausmacht. Und in Things to Come · Science · Fiction · Film erfährt er dafür jene Würdigung, die ihm in Deutschland insbesondere von der Filmwissenschaft und dem Feuilleton viel zu lange versagt wurde. Ein absolut lesenswertes Buch.


Aktueller Hinweis: Derzeit veranstalte ich ein Gewinnspiel zum Buch. Alle Infos dazu hier.


Die Fakten:

Titel: Things to Come · Science · Fiction · Film
Herausgegeben von: Kristina Jaspers, Nils Warnecke und Gerlinde Waz
mit Beiträgen von: K. Jaspers, N. Warnecke, G. Waz, Rolf Giesen, Beatrice Behn, Marc Bonner u.a.
Umfang: 176 Seiten
Format: Hardcover, gebunden (25 x 29 cm)
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-7356-0217-6
Preis: € 40,00


Vorschau: «Doctor Who – Sechster Doktor – Volume 3» (ab dem 29. Juli 2016 im Handel)


Den 29. Juli 2016 sollten sich alle Fans der klassischen Abenteuer von Doctor Who rot im Kalender anstreichen, denn an diesem Tag bringt Pandastrom die DVD-Box Doctor Who – Sechster Doktor – Volume 3 in den Handel. Volume 3 beinhaltet das bisher größte Abenteuer des Doktors in einem 14 Episoden umfassenden Handlungsbogen. Colin Baker kehrt als der schrille Zeitreisende zurück, Nicola Bryant als seine Begleiterin Peri und Bonnie Langford feiert ihr Debüt als Computerexpertin Mel.

Die verrückten Reisen des Doktors durch Raum und Zeit nehmen ein abruptes Ende, als er und seine TARDIS mitten aus dem Flug auf eine riesige Raumstation gezogen werden. Hier wird der Zeitreisende von seinem eigenen Volk vor Gericht gestellt: Er soll gegen das oberste Gesetz der Zeit verstoßen und in die Geschicke anderer Welten eingegriffen haben. Als Beweismaterial dienen drei Ereignisse aus dem Leben des Doktors. Eines aus seiner Vergangenheit, eines aus seiner Gegenwart und eines aus seiner persönlichen Zukunft. Doch sein bisher gefährlichstes Abenteuer steht ihm im Gerichtssaal bevor, wo er sich dem ruchlosen Valeyard stellen muss, dessen Identität ein schockierendes Geheimnis für den Doktor birgt.

Bakers finale Staffel als Time Lord (die insgesamt 23. der Serie) aus dem Jahre 1985 präsentiert Pandastrom als 5-Disc-Set im Hochglanzschuber, das neben den Folgen mit einer Laufzeit von ca. 315 Minuten auch wieder jede Menge Extras wie Featurettes, Making ofs, Deleted und Extended Scenes, Bildergalerien, Audiokommentare, Infotexte uvm. beinhaltet. Das Booklet wird eingeleitet mit einem Vorwort von Colin Baker sowie Nicola Bryant. Wie schon bei den bisherigen DW-Veröffentlichungen von Pandastrom, so dürften wohl auch dieses Mal in Sachen Bonusmaterial kaum Wünsche offenbleiben. Und auch hinsichtlich der Gaststars ist wieder einiges geboten, denn dieses Mal sind u.a. Patrick Troughton, Frazer Hines, John Stratton, Robert Ashby, Denis Carey, Paul Darrow, Terry Molloy, Eleanor Bron und Hugh Walters mit von der Partie.




Doctor Who – Sechster Doktor – Volume 3 erscheint am 29. Juli 2016.



Fotos: © BBC

Stargate: Roland Emmerich & Dean Devlin sprechen über die Rückkehr ins Kino


Am 24. Juni startet in den USA Independence Day: Rückkehr (org.: Independence Day:
Resurgence), bei uns ist es am 14. Juli 2016 soweit. Dementsprechend gefragt sind Regisseur/Drehbuchautor/Produzent Roland Emmerich und sein langjähriger Partner Dean Devlin als Interviewpartner. Doch obwohl bei den Gesprächen der Fokus dabei selbstredend stets auf dem anstehenden Streifen liegt, kommt auch immer wieder ein anderes Projekt zur Sprache, das schon lange in der Pipeline ist: die Fortsetzung von Stargate. So wie es aussieht, scheinen Emmerich und Devlin hinsichtlich eines neuen Stargate-Abenteuers inzwischen tatsächlich voranzukommen. Doch für die Fans des Originalfilms von 1994 hat die Sache allerdings einen Haken.

Independence Day: Rückkehr ist Emmerichs erstes Sequel. Doch wäre nach ihm gegangen, hätte er schon viel früher eines gedreht – nämlich Stargate 2, da die Stargate-Saga stets als Trilogie angelegt war. Bekanntlich kam es aber nie dazu, da MGM ab 1997 den Stoff lieber im Fernsehen auswertete. Und das ja auch mit großem Erfolg und über mehr als 10 Jahre lang. Dann jedoch schlief das TV-Franchise ein, und 2011 entschied das Studio es ins Kinos zurückzubringen. Und dies geht nach Ansicht der Verantwortlichen nur mir Emmerich und Devlin am Ruder. Die beiden sehen das genauso und möchten endlich jene Geschichte erzählen, die sie schon vor 20 Jahren erzählen wollten. Um dies zu tun, bedarf es jedoch erst einmal eines Schritts zurück, denn nach Ansicht von Devlin ergibt es keinen Sinn, dass Sequel nach über zwei Jahrzehnten jetzt noch nachzuschieben:

"It’s not a story that can take place 20 years later. So the only way to really tell that trilogy is to go back from the beginning and start the story all over again.", wird Deviln von Variety zitiert. Mit anderen Worten: Reboot! Die Saga startet mit dem Remake von Teil 1, ehe sie dann mit weiteren Filmen fortgeführt wird. Der Abschluss der Trilogie ist dabei aber lediglich ein Etappenziel. Auf die Frage, wie sich ihre Stargate-Pläne im Verlauf der letzten 22 Jahre verändert hätten, antwortete Devlin, einzig der Umfang sei heute anders als noch in den 1990ern. Seinerzeit hätten die Studios in einzelnen Filmen und/oder Trilogien gedacht, heute täten sie es in Filmuniversen (Cinematic Universes). Während der Arbeiten an der neuen Trilogie hätten sich viele Möglichkeiten gezeigt, wie sich der Stargate-Kosmos erweitern ließe. Und nun könne man diese Möglichkeiten auch nutzen.

Was das erzählerische Potenzial angeht, erzählt Devlin den Fans der Stargate-Fernsehserien natürlich nichts neues. Immerhin waren sie selber Zeuge, wie aus einem einzelnen Film ein umfangreiches langlebiges TV-Franchise wurde. Und Aspekte der Serien werden auch in das Reboot einfließen, wie Roland Emmerich während einer Fragestunde des Empire Magazine durchscheinen ließ. Im Gegensatz zum 1994er-Film werde sich die Neuauflage nicht primär auf die beiden Figuren Jack O'Neill und Daniel Jackson (seinerzeit verkörpert von Kurt Russell und James Spader) konzentrieren, sondern eine größere Gruppe ins Zentrum stellen. Also in der Art, wie es beispielsweise bei Stargate SG-1 praktiziert wurde, als zu O'Neill und Jackson auch noch Samantha Carter und Teal'c hinzukamen. Figuren in der Art von O'Neill und Jackson werde es zwar auch weiterhin geben, doch andere Charaktere würden in gleichem Maße wichtig sein. Insgesamt werde es sich um ein junges Team handeln. Russell und Spader würden vielleicht Cameos absolvieren. Geklärt sei das aber noch nicht.

Wie zu erwarten war, fanden diese neuen Infos bei den Stargate-Fans ein recht gemischtes Echo. Während die einen sich über die Rückkehr von Stargate auf die große Leinwand freuen, bedauern es andere, dass es in Form eines Reboots geschieht. Und wiederum andere sehen durch das Kino-Comeback die Chancen auf eine neue TV-Serie auf Null sinken. Letztes kann so sein, muss es aber nicht, wie die Entwicklung in Sachen Star Trek (Kinofilme und neue Serie ab 2017) zeigt. Unterm Strich dürfte der nun eingeschlagene Weg eines kompletten Neubeginns der richtige sein, gibt er den Machern doch die Chance, ihre Saga ohne den Ballast der Vergangenheit aufzuziehen.


Nicolas Wright und James A. Woods, die Drehbuchautoren von Independence Day: Rückkehr, arbeiten derzeit am Skript für das Stargate-Reboot. Wann mit dem Film zu rechnen ist, steht derzeit noch nicht fest.

Star Trek: Chekov-Darsteller Anton Yelchin gestorben!


Anton Yelchin, der in Star Trek, Star Trek Into Darkness und dem kommenden Film Star Trek Beyond Pavel Chekov verkörperte, ist tot. Der 27-Jährige starb am Sonntag in den frühen Morgenstunden infolge eines Autounfalls.

Der Banchendienst Variety meldet unter Bezug auf die Polzei von Los Angeles, Yelchin sei offenbar von seinem eigenen zurückrollenden Wagen erfasst worden, hinter dem er sich befand,
nachdem er ihn zuvor auf der abschüssigen Zufahrt zu seinem Haus verlassen hatte. Gefunden wurde der Schauspieler von Freunden, die sich Sorgen um ihn machten, da er zu einem Termin am Sonntag nicht erschienen war.

Anton Yelchin kam in Sankt Petersburg (seinerzeit Leningrad) als Sohn des Profi-Eiskunstlaufpaares Korina und Viktor Yelchin zu Welt, das in den USA politisches Asyl erhielt, als Anton gerade einmal sechs Monate als war. Seinen Durchbruch als Schauspieler hatte er 2006 mit Alpha Dog. 2009 spielte er in Terminator - Die Erlösung den jungen Kylie Reese. Mit Jennifer Lawrence stand er in Like Crazy (2011) vor der Kamera.

Als Pavel Chekov spielte er sich 2009 in Star Trek direkt in die Herzen der Fans und kehrte 2012 in Star Trek Into Darkness an Bord der U.S.S, Enterprise zurück. Ein letztes Mal wird er ab dem 21 Juli in Star Trek Beyond in dieser Rolle zu sehen sein.

Ab Oktober 2016: Panini bringt «Mark Brandis» als Comic


Zuerst war Mark Brandis die Hauptfigur einer Romanreihe von Nikolai v. Michalewski, deren 31 Bände zwischen 1970 und 1987 erschienen. Von 2007 an wurden seine Abenteuer dann von Interplanar im Rahmen einer Hörspielserie vertont, die 2015 ihren Abschluss fand (das Prequel Mark Brandis: Raumkadett wird weiterhin produziert; die neueste Folge Endstation Pallas erscheint am 1. Juli 2016). Und indem er ab dem 17. Oktober auch noch zum Helden einer eigenen Comicserie aus dem Hause Panini wird, erobert sich Brandis nun auch noch ein drittes Medium. Fehlen eigentlich nur noch Fernsehen und Kino.

In den Ausgaben 156 und 157 des Magazins Zack gab es 2012 bereits schon einmal eine MB-Comicgeschichte, eine Adaption des Jugendabenteuers Aufbruch zu den Sternen. Gezeichnet und getextet wurde sie seinerzeit von Michael Vogt. Und Vogt ist es auch, der sich der Aufgabe angenommen hat, die ersten vier Brandis-Romane, die zusammen den sog. Bürgerkriegs-Zyklus bilden, graphisch in Szene zu setzen, wobei jeder Comicband die Geschichte jeweils eines Romans erzählen soll. Eine echte Herausforderung für den Künstler.

Wie Michael Vogt sie gemeistert hat, davon können sich die Leser im Oktober dann ein Bild machen, wenn Mark Brandis - Band 1: Bordbuch Delta VII in den Handel kommt. Das vorläufige Cover wurde aber bereits publiziert, und wer Vogts DevianArt-Account besucht, findet dort weiteres Artwork zum Brandis-Comic, das sehr vielversprechend aussieht.




In einem Interview mit Comic Report im März 2016 anlässlich der bevorstehenden Präsentation des Herbstprogramms 2016 äußerte sich Panini-Vertriebsleiter Alexander Bubenheimer wie folgt über das Projekt:

"Es ist in jedem Bereich immer schön und befriedigend, auch deutsche Künstler im Programm zu haben, ein Stück weit sehen wir das auch als Verpflichtung gegenüber dem Markt, in dem wir agieren. Im Superheldenbereich geht das ja über einen Umweg, bei Cartoons und Graphic Novels machen wir das regelmäßig in jedem Programm. Und jetzt halt auch bei Alben. Aber die konkrete Antwort ist, dass Michael Vogt, der in enger Verbindung zu der Witwe des Mark Brandis-Autors steht, das Comicprojekt konzipiert hat und damit auf uns zukam. Das Konzept hat uns gleich überzeugt, zumal wir wissen, dass die Hörbuchreihe recht erfolgreich läuft, und eine Adaption als Comic bietet sich bei diesem Stoff wirklich gut an. Und deshalb hebt er jetzt ab."


Bei mehreren Händlern ist Mark Brandis - Band 1: Bordbuch Delta VII inzwischen gelistet und kann vorbestellt werden. Der Umfang beträgt demnach 64 Seiten, Hardcover, zum Preis von 16,99 Euro. Erstverkaufstag ist der 17. Oktober 2016. Ein Termin, den sich viele Mark-Brandis-Fans wohl rot im Kalender anstreichen werden.

Battlestar Galactica: Universal findet Drehbuchautorin und potenziellen Regisseur


Seit Jahren schon trägt sich Universal mit der Idee, eine Neuauflage von Battlestar Galactica auf die große Leinwand zu bringen. Und zwischenzeitlich sah es so aus, als würde Bryan Singer dabei auf den Regiestuhl sitzen, was er dann schließlich aber doch nicht tat. Stattdessen wandte der sich lieber den Superhelden zu; sein aktueller Film X-Men: Apocalypse läuft derzeit in den deutschen Kinos. Während für Singer das Thema BSG-Reboot keine Rolle mehr spielt, sieht es auf Seiten von Universal ganz anders aus. Dort dürfte das Projekt angesichts des großen Erfolgs von Star Wars: Das Erwachen der Macht sogar in der Prioritätenliste ziemlich weit nach oben gerutscht sein. Soweit nach oben, dass das Studio nach Informationen von Entertainment Weekly nun eine Drehbuchautorin unter Vertrag genommen und in Verhandlungen mit einem potenziellen Regisseur für das Revival von Battlestar Galactica eingetreten ist.

Dem Bericht zufolge handelt es sich bei der Autorin um Lisa Joy, zu deren Credits unter anderem HBOs kommende Serie Westworld gehört, die ebenfalls ein Remake eines SF-Filmklassikers ist. Grundsätzlich nicht abgeneigt, das Remake zu inszenieren, soll Francis Lawrence sein. Allerdings plant Lawrence, der bei den Teilen 2 bis 4 der Hunger Games-Saga die Regie führte, als nächsten Film eine Adaption von Homes Odyssee, wird also möglicherweise allein aus Zeitgründen nicht zur Verfügung stehen können. Die Gespräche zwischen dem Regisseur und Universal befinden sich angeblich in einem sehr frühen Stadium - von einer Verpflichtung ist man wohl noch weit entfernt.

So berechtigt sicherlich die Frage sein mag, ob es nach der originalen TV-Serie und der genialen Reimagination von Ron Moore noch einer weiteren Version von Battlestar Galactica bedarf, so naiv ist sie natürlich auch, denn von dem Gedanken "Davon gibt es schon ein Remake, wenden wir uns lieber einem anderen Thema zu" hat sich Hollywood noch nie leiten lassen. Die Studios wollen Kasse machen, und wenn sie dafür einen bereits zuvor schon einmal neuinterpretierten Stoff noch ein weiteres Mal beackern müssen, dann tun sie das eben. Und sie würden es auch noch ein viertes oder fünftes Mal machen, solange Aussicht auf finanziellen Erfolg besteht. 

Nun sind Remakes ja nicht per se etwas Schlechtes. Viele mögen vielleicht hinter den Erwartungen zurückbleiben, doch gerade Moores Battlestar Galactica hat gezeigt, was man aus einer bekannten Vorlage noch herausholen kann, wenn man sie intelligent weiterentwickelt. Darum habe ich kein grundsätzliches Problem damit, wenn Universal eine seiner alten SF-Fernsehserien als Neuauflage ins Kino bringen möchte. Doch statt BSG sollte das Studio sich meiner Ansicht nach lieber einer anderen Glen A. Larson-Produktion annehmen: Buck Rogers. Die Serie hat bis heute viele Fans, genießt durchaus Kultstatus und besitzt darüber hinaus jede Menge erzählerisches Potenzial. Der perfekte Kandidat für ein sequelfähiges Remake also. 

Mehr als ein Signal, dass Universal weiterhin Interesse an einer Kinoadaption von BSG hat, ist die jüngste Meldung vorerst nicht. Ein Skript, das Lisa Joy ja auch erst einmal noch schreiben muss, ist noch kein Film; und nicht jeder Regisseur, der mit einem Projekt in Verbindung gebracht wurde, hat den Streifen dann schließlich auch inszeniert. Warten wir mal ab, wie sich die Dinge in Zukunft entwickeln...


 

Ausblick: «Suicide Squad» (ab dem 18. August im Kino)


Der Nächste, bitte! Eine Comicverfilmung aus dem Hause Warner Bros. / DC Comics hatten wir dieses Jahr mit Batman v Superman: Dawn of Justice bereits. Eine weitere steht uns im August mit Suicide Squad noch bevor. Was ihre Protagonisten angeht, könnten beide Filme wohl kaum unterschiedlicher sein, denn während BvS die größten Helden des DC-Universums zusammenbrachte, stehen in David Ayers Suicide Squad Schurken im Mittelpunkt, die von der Regierung aus dem Gefängnis geholt werden, weil man sie als Elitesoldaten für ein Himmelfahrtskommando braucht. Wer bei dieser Beschreibung jetzt spontan an Das dreckige Dutzend denkt, liegt gar nicht so verkehrt. Dies ist quasi die DC-Variante davon.

Das Team setzt sich zusammen aus Deadshot (Will Smith), Rick Flagg (Joel Kinnaman), Harley Quinn (Margot Robbie), Captain Boomerang (Jai Courtney), Enchantress (Cara Delevingne), Katana (Karen Fukuhara), Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje), El Diablo (Jay Hernandez) und Slipknot (Adam Beach). Amanda Waller, die Initiatorin der Suicide Squad wird gespielt von Viola Davis. Jared Leto ist der Joker. Den Fans der Comicvorlage sagen diese Namen natürlich etwas, doch dem allgemeinen Kinopublikum wohl kaum. Um dies zu ändern, hat Warner für den britischen Markt einen Spot mit dem Titel "Meet the Squad" aufgelegt, die Figuren so präsentiert, als wären es Spieler einer Fußballmannschaft. Ein origineller Einfall, der angesichts der anstehenden Fußball-EM natürlich nicht von ungefähr kommt.

Hier ist der Clip:




Darüber hinaus gibt es neue Gruppenbilder sowie einige Charakterposter. Und das das französische Magazin Cinema Teaser widmet Suicide Squad das Cover seiner neuesten Ausgabe.







Und zu guter Letzt hier der aktuelle Trailer zum Film:



Suicide Squad läuft ab dem 18. August 2016 in den deutschen Kinos.

Was auf die Ohren: SF-Hörspiele in den Monaten Juni bis August 2016 (und ein erster Ausblick auf den Herbst)


Normalerweise werfe ich in dieser Rubrik einen Blick auf die kommenden zwei Hörspielmonate. Dieses Mal fasse ich den Rahmen etwas weiter. Der Grund: Die Produzenten befinden sich zwar nicht kollektiv im Urlaub, doch lassen sie es über den Sommer etwas ruhiger angehen, um dann ab Herbst wieder richtig Gas zu geben.


Keine Angst vor dem Sommerloch hat dabei Mark Brandis. Seine Abenteuer als Raumkadett gehen am 1. Juli mit Folge 9: Endstation Pallas weiter.

Es herrscht Krieg zwischen der Union und den Vereinigten Orientalischen Republiken… Die jungen Raumkadetten Mark Brandis und Rodrigo Rojas sollen eine ehemalige Forschungsstation auf dem Asteroiden Pallas bewachen. Eigentlich stellen sich die beiden auf zwei langweilige Monate ein, doch dann erfährt Mark, dass das Institut "Justitia" in Nairobi bei einem Raketenangriff vollständig vernichtet wurde. Damit ist seine Lebensversicherung in Form einer Zeugenaussage über den Mord an Präsident Bähler zerstört, und die Angst, dass ihn die Attentäter aus dem Weg räumen werden, holt ihn wieder ein… Mark wird klar, dass er die Hintergründe der Tat aufdecken muss, um die ständig drohende Gefahr zu bannen. Da trifft er eine schwerwiegende Entscheidung, die ihn sein ganzes Leben lang beschäftigen wird und stellt sich als moralischer Mensch auch später noch als Erwachsener die Frage: Wie weit darf man gehen, um ein Verbrechen aufzuklären?

Der Cast der Folge umfasst:
Mark Brandis (Erzähler): Michael Lott
Mark Brandis: Daniel Claus
Rodrigo Rojas: Arne Kapfer
Maj. Richard Westhoff: Leon Boden
Lt. Antoine Mercier: Marius Clarén
Alec Delaney: Sebastian Kluckert
Valéria Alvarez: Katrin Decker
Robert Monnier: Sebastian Fitzner
Direktor Zarin Narayan: Reinhard Scheunemann

sowie Anja Jaramillo und Jessica Müller

Credits:
Unter teilweiser Verwendung von Charakteren erschaffen von Nikolai v. Michalewsky
Manuskript: Balthasar von Weymarn
Sounddesign & Musik: Jochim-C. Redeker
Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymarn
Artwork: Alexander Preuss
Spielzeit: ca. 54 Minuten
Eine Produktion von Interplanar für Folgenreich/Universal Music Family Entertainment

Eine Hörprobe aus Mark Brandis - Raumkadett Folge 9: Endstation Pallas gibt es auch schon:



Ende Juli [Update: Es wird Mitte August werden] verschafft sich der Weltenbummler Phileas Fogg Abkühlung, in dem er in der fünften Folge der Serie Jules Verne - Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg dem Geheimnis der Eissphinx nachspürt. Das Cover zum Hörspiel gibt es schon, der Klappentext wird noch beizeiten folgen. Hier ist das Cover:

Jules Verne - Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg Folge 5: Das Geheimnis der Eissphinx erscheint am 29. Juli 2016 [Update: Neuer Termin ist der 12. August 2016] bei Maritim/Highscore.
Aus dem gleichen Hause stammt die Hörbuchserie Die Rückkehr von Captain Future. Ab Ende Juli geht sie mit dem Sechsteiler Erde in Gefahr weiter. Adaptiert wird für diese inszenierte Lesung eine Originalgeschichte von Edmond Hamilton, wobei die Sprecher der Zeichentrickserie in ihre alten Rollen zurückkehren. Außerdem erklingt die Musik von Christian Bruhn. Hier die Titel und Veröffentlichungstermine der einzelnen Folgen, die monatlich erscheinen sollen:
Folge 1 - Die Bedrohung aus dem All: 22. Juli 
Folge 2 - Friedhof der Raumschiffe: 26. August 
Folge 3 - Die Ankunft des Doktor Zarro: 23. September 
Folge 4 - Die Straße der Jäger: 13. Oktober 
Folge 5 - Welt der Illusionen: 17. November  
Folge 6 - In den Tiefen des Weltraums: 15. Dezember 
Der August erlebt dann eine neue Folge (die insgesamt sechste) der Serie Raumschiff Promet von Winterzeit. Es handelt sich um den Abschluss des Zweiteilers Dunkle Energie mit dem Titel Allein im Nichts. Der erste Teil erschien am 6. Mai und hieß Diener der Zukunft. Vertont wird der gleichnamige Promet-Roman von Vanessa Busse. Auch hier gibt es bereits das Cover. Weitere Infos stehen noch aus.
Noch ohne konkreten VÖ-Termin, jedoch für diesen Sommer angekündigt, ist ein neues SF-Einzelhörpsiel von Lindenblatt Records. Hamlet 2066 heißt das neue Werk der Macher von Humanemy, die sich dafür zwei sehr früher Kurzgeschichten von Erfolgsautor Wolfgang Hohlbein vorgenommen haben. Frankenstein & Co. beschreibt das Label als eine bizarre und fantastische SciFi-Story; Hamlet 2066 (ursprünglich Hamlet 2007) als feinsten dystopischen Cyberpunk. So sieht das Ankündigungsposter zu Hamlet 2066 aus:
Ebenfalls fortgesetzt wird die Space Opera Heliosphere 2265 von Greenlight Press und Interplanar. Wann genau, das steht noch nicht fest, doch das Booklet von Folge 6 gibt bereits einen Ausblick auf Folge 7: Die Opfer der Entscheidung:

"Noch nie war die Situation so aussichtslos. Die Parliden machen weiterhin Jagd auf die Hyperion, um sich für den Anschlag auf ihre Heimatwelt zu rächen und das Schiff kann nicht entkommen. An Bord herrscht inzwischen Chaos: Loyalisten des neuen Regimes kämpfen gegen die Rebellen. Captain Cross muss akzeptieren, dass seine Entscheidung weitreichende Konsequenzen hat und Opfer kosten wird."





Durch seine Hörspielproduktionen ist Audible im Kreis der Hörspielfans inzwischen zu einer festen Größe avanciert. 2013 legte man die Hörspieladaption von Orson Scott Cards Ender's Game vor - und im Herbst kommt nun Alien. Genauer gesagt handelt es sich um ein Hörspiel auf Basis des Romans Alien: Out of the Shadows von Tim Lebbon. Angesiedelt ist die Handlung zwischen Alien und Aliens - Die Rückkehr. In der amerikanischen Fassung, die eine Spielzeit von viereinhalb Stunden besitzt, sind Rutger Hauer, Corey Johnson, Matthew Lewis, Kathryn Drysdale, Laurel Lefkow, Andrea Deck und Mac McDonald zu hören. Über die deutschen Sprecherinnen und Sprecher ist dagegen noch nichts bekannt.
Mit diesem Bild stimmt Audible die Kunden hierzulande auf diese Produktion schon einmal ein:
 


Zum Abschluss noch ein Tipp aus der Kategorie "Rundfunkhörspiele": Der WDR hat hat die BR-Produktion Träumen Androiden aus dem Jahr 1999 wieder ausgegraben und sendet sie am 16. Juni 2016 zwischen 19.04 - 20.00 Uhr auf WDR 3. 

Nexus 5, die neuesten Androiden-Modelle, sind hochintelligent, extrem flexibel und verblüffend menschenähnlich. Immer mehr von ihnen brechen aus ihrer Rolle als Haus- und Industriesklaven der Mars-Kolonisten aus. 


Auf der Erde streben die Androiden bürgerliche Existenzen an. Dabei schießen sie jeden nieder, der sich ihnen in den Weg stellt. Der Prämienjäger Rick Deckard hatte bisher ein untrügliches Gespür dafür, selbst die menschenähnlichsten Maschinen zu enttarnen. Als er jedoch Rachel, der weiblichen Luxusausführung des Nexus-5-Modells, begegnet, beschleichen ihn zunehmend Zweifel an seiner Aufgabe und seinen Fähigkeiten. 

In dem vielschichtigen, alptraumartigen Roman von Philip K. Dick aus dem Jahr 1968 geht es um Realitäts- und Identitätsverlust und um die schwierige Definition des unverwechselbar menschlichen Wesens. Der Stoff wurde 1982 von Ridley Scott als Blade Runner mit Harrison Ford als Rick Deckard verfilmt. Mit Udo Wachtveitl, Annette Wunsch, Arne Elsholtz, Michael Mendl, Max Tidof u. a.


Soweit der ausblick auf die kommenden Monate. Wenn es zu den genannten Produktionen neue Informationen gibt oder Produktionen noch hinzukommen, auf die ich hier nicht eingegangen bin, mache ich entsprechende Updates.